Wenn wir heute das 80-jährige Bestehen des Fränkischen Tags feiern, dann feiern wir weit mehr als ein Zeitungsjubiläum. Wir feiern ein Stück Heimat, ein Band, das die Menschen in Bamberg, Forchheim, Höchstadt, Lichtenfels, Kronach, den Haßbergen und weit darüber hinaus seit Generationen verbindet. Wir feiern eine Institution, die seit ihrer ersten Ausgabe am 8. Januar 1946 für Wahrheit, Freiheit und Verantwortung steht – und die auch in einer Zeit des rasanten Wandels nichts von ihrer Bedeutung eingebüßt hat.
Die Gründungsväter des Fränkischen Tags, August Hans Brey, Walter Meiß und Georg Wirth, waren angetrieben von einer klaren Überzeugung: Nach den dunklen Jahren der Diktatur sollte eine freie, unabhängige und überparteiliche Presse zum Fundament einer neuen, demokratischen Gesellschaft werden. Ihr Ziel war es, „Wächter zu sein dafür, dass nie wieder Scharlatane und Verbrecher das Volk verführen“ – ein Anspruch, der bis heute Leitmotiv unserer Arbeit ist.
Start unter schwierigen Bedingungen
Die ersten Jahre waren geprägt von Entbehrungen, Improvisation und dem Willen, trotz aller Widrigkeiten für die Menschen in der Region da zu sein. Die Zeitung wurde im eiskalten Betrieb gesetzt, Papier war Mangelware, Stromausfälle legten die Produktion lahm. Doch der Hunger nach Information, nach Orientierung und Austausch war größer als alle Hürden. Schon damals versammelten sich die Menschen vor dem Verlagshaus, um eine der begehrten Ausgaben zu ergattern.
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Heute, 80 Jahre später, ist vieles anders. Die Welt ist digital, Nachrichten sind jederzeit verfügbar und doch bleibt das Wesentliche gleich. Aber gerade im Zeitalter von Fake News, Algorithmen und Filterblasen braucht es eine unabhängige, lokale Tageszeitung mehr denn je. Denn sie ist mehr als ein Nachrichtenlieferant: Sie ist Forum, Mahner und Brückenbauer. Sie gibt den Menschen eine Stimme, die sonst nicht gehört würden, sie deckt Missstände auf, sie fördert den Dialog – und sie stiftet Gemeinschaft in einer Zeit, in der Polarisierung und Vereinzelung zunehmen.
Die Leserinnen und Leser des Fränkischen Tags wissen: Hier wird nicht nach dem schnellen Klick geschielt, sondern sorgfältig recherchiert, eingeordnet und erklärt. Unsere Redaktionen hören zu, fragen nach, berichten aus nächster Nähe über das, was die Menschen bewegt – von der Kommunalpolitik bis zum Vereinsleben, von großen Debatten bis zu den kleinen Geschichten des Alltags.
Gemeinsam durch bewegte Zeiten
+++ 80 Jahre Fränkischer Tag. Erleben Sie in unserem Jubiläums-Dossier, wie Ihre Zeitung seit 1946 die Region begleitet, Debatten anstößt und Gemeinschaft stiftet. Klicken Sie rein in unser Dossier zum Jubiläum. +++
Ort des Miteinanders
Die Geschichte unserer Zeitung ist auch eine Geschichte der Mitgestaltung. Leserbriefe, Diskussionen am Stammtisch, Engagement für die Heimat – der Fränkische Tag war und ist immer ein Ort des Austauschs, manchmal auch des Streits, aber immer getragen von Respekt und dem gemeinsamen Willen, unsere Region lebens- und liebenswert zu erhalten. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Spaltung ist das wichtiger denn je.
80 Jahre Fränkischer Tag – das sind 80 Jahre Verantwortung. Verantwortung für die Wahrheit, für die Demokratie und für das Miteinander. Wir danken allen, die uns auf diesem Weg begleitet haben: unseren Leserinnen und Lesern, den engagierten Redakteurinnen und Redakteuren, allen Zustellern, Partnern und Unterstützern. Und wir versprechen: Auch in Zukunft werden wir für Sie da sein – unabhängig, kritisch, nah bei den Menschen. Für unsere Region. Für die Demokratie.











