75 Jahre FT
Der Hakenkreuz-Schmierer von Bamberg
Ein äußerst verstörender Anblick bot sich den Besuchern des jüdischen Friedhofs in Bamberg im Juni 1965.
Ein äußerst verstörender Anblick bot sich den Besuchern des jüdischen Friedhofs in Bamberg im Juni 1965.
Foto: : Emil Bauer/Stadtarchiv Bamberg/FT-Archiv
75 Jahre FT
Bamberg – 1965: 23 Grabsteine des jüdischen Friedhofs wurden 1965 mit Hakenkreuzen und Parolen besudelt. Der Täter: Ein 20-jähriger Hitler-Fanatiker.

Es ist ein äußerst verstörendes Bild, das sich der jüdischen Familie aus Amerika bietet, als sie die Gräber ihrer Bamberger Verwandten besuchen will. Sie blickt auf Hakenkreuze und üble Schmähungen, die sechs Millionen von den Nazis ermordeten Juden werden verhöhnt, ein Hitler-Bild klebt auf einem Grabstein. KZ-Überlebende kann es nicht fassen Als Stunden später Polizisten, Staatsanwälte und Pressevertreter mit Oberbürgermeister Theodor Mathieu (CSU) und Vertretern der israelitischen Kultusgemeinde über den besudelten Friedhof gehen, "fand niemand ein Wort, so wurde jedem vor Scham die Kehle zugeschnürt", ...

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Es ist ein äußerst verstörendes Bild, das sich der jüdischen Familie aus Amerika bietet, als sie die Gräber ihrer Bamberger Verwandten besuchen will. Sie blickt auf Hakenkreuze und üble Schmähungen, die sechs Millionen von den Nazis ermordeten Juden werden verhöhnt, ein Hitler-Bild klebt auf einem Grabstein.