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Feng-Shui-Affäre
Bamberger Stadtbau-Chef Bergmann nennt Konsequenzen
Der Bamberger Stadtbau-Geschäftsführer Veit Bergmann sorgte mit dubiosen Feng-Shui-Kraftsteinen und Klangschalen-Zeremonien für Wirbel in Bamberg. Nun stellte er sich den Fragen im Stadtbau-Aufsichtsrat.
Der Bamberger Stadtbau-Geschäftsführer Veit Bergmann sorgte mit dubiosen Feng-Shui-Kraftsteinen und Klangschalen-Zeremonien für Wirbel in Bamberg. Nun stellte er sich den Fragen im Stadtbau-Aufsichtsrat. // Michael Wehner
Signet des Fränkischen Tags von Redaktion
Bamberg – Im Skandal um dubiose Feng-Shui-Kraftsteine und Klangschalen-Zeremonien war der Stadtbau-Aufsichtsrat bisher gnädig mit Geschäftsführer Veit Bergmann. Nun musste er sich weiteren Fragen stellen.

In einer Sitzung des Aufsichtsrates der Stadtbau GmbH missbilligte das Gremium die Vorgehensweise der Geschäftsführung, will aber die Zusammenarbeit fortsetzen.

Intensiv habe sich der Aufsichtsrat der Stadtbau in seiner Sitzung am Donnerstag mit den in die Kritik geratenen „Investitionen zur Arbeitsplatzsicherheit“ auseinandergesetzt, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

Aufsichtsrat missbilligt Vorgehensweise

Im Mittelpunkt stand der Bericht des Rechnungsprüfungsamts: Demnach wurden in zwei Fällen unabsichtliche Fehleinschätzungen des Geschäftsführers festgestellt. Deswegen missbilligte der Aufsichtsrat die Vorgehensweise der Geschäftsführung in dieser Angelegenheit.

Geschäftsführer Veit Bergmann nahm die Kritik an, wiederholte seine öffentliche Entschuldigung, beantwortete die Fragen aus dem Gremium und unterbreitete konkrete Konsequenzen. Diesen Vorschlägen wurde zugestimmt. Das Gremium sprach einstimmig Veit Bergmann das Vertrauen aus und will die Zusammenarbeit fortsetzen.

OB Andreas Starke: für Transparenz gesorgt

Der Aufsichtsratsvorsitzende, Oberbürgermeister Andreas Starke, hob hervor, dass „Veit Bergmann für Transparenz gesorgt und durch den Erwerb der umstrittenen Granitplatten zur Konfliktbewältigung maßgeblich beigetragen hat“.

Außerdem hat das Rechnungsprüfungsamt festgestellt, dass der Geschäftsführer seine Kompetenzen nicht überschritten hat. Er hatte laut Mitteilung der Stadt das Recht, diese Maßnahmen ohne Zustimmung des Aufsichtsrates vorzunehmen.

Stadtbau-Chef Bergmann: „Keine privaten oder freundschaftlichen Beziehungen“

Der Geschäftsführer legte in der Diskussion Wert auf die Feststellung, dass bei der Beauftragung keine privaten oder freundschaftlichen Beziehungen eine Rolle gespielt haben. „Natürlich belasten die Vorgänge und die öffentliche Debatte jeden Mitarbeiter. Trotzdem ist und bleibt sichergestellt, dass das Unternehmen seine Aufgaben erfüllen kann und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerne für die Stadtbau GmbH arbeiten. Das ist für mich besonders wichtig“, betonte Bergmann.

Ausführlich stellte der Geschäftsführer die Konsequenzen aus dem Vorgang dar: Zur künftigen Verbesserung der Entscheidungsprozesse wird eine neue Abteilung „Kaufmännische Projektsteuerung“ eingerichtet, die schon zum 1. Oktober 2023 ihre Kontrollaufgaben wahrnimmt. Darüber hinaus soll bei umfangreichen Vergabeverfahren die Expertise der Vergabestelle der Stadtverwaltung rechtzeitig eingeholt werden.

Bericht zu Vergabeverfahren

Ferner wird künftig regelmäßig durch die Geschäftsführung im Aufsichtsrat zu besonderen Vergabeverfahren berichtet. Angesichts der Diskussion um die Zufriedenheit der Mitarbeitenden wurde vorgeschlagen, einen Vertreter der Belegschaft in den Aufsichtsrat zu integrieren, um auch die Kommunikation innerhalb des Hauses zu verbessern. Mit der Umsetzung dieser Initiative will sich das Gremium in einer der nächsten Sitzungen beschäftigen.

Oberbürgermeister Andreas Starke äußert sich

Oberbürgermeister Andreas Starke fasste die Diskussion mit den Worten zusammen: „Der Aufsichtsrat hat sehr sorgfältig geprüft, den Blick jetzt nach vorne gerichtet und mit dem Vertrauensbeweis die Stadtbau GmbH wieder handlungsfähig gemacht.“

BuB-Stadträtin Daniela Reinfelder zufrieden

Auch BuB-Stadträtin Daniela Reinfelder, die im Vorfeld Kritik geübt und Jobängste bei Mitarbeitern angesprochen hatte, scheint zufrieden. Ihnen sei ein gutes Angebot gemacht worden.

Reinfelder spricht von einem guten Weg, auf dem man sich befinde und den man im Aufsichtsrat kritisch begleiten werde.

 

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