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Das ist geplant
Wie Bamberg gegen Rassismus vorgeht
Die MiB-Vorsitzenden, der Oberbürgermeister und Kooperationspartner stellten die Inhalte der Internationalen Wochen gegen Rassismus vor.
Die MiB-Vorsitzenden, der Oberbürgermeister und Kooperationspartner stellten die Inhalte der Internationalen Wochen gegen Rassismus vor. // Marion Krüger-Hundrup
Bamberg – Bamberg erhebt die Stimme: Mit vielfältigen Events wird dem Rassismus der Kampf angesagt und die Bevölkerung sensibilisiert.

Die Botschaft, die von den 14. Internationalen Wochen gegen Rassismus (16. bis 29. März) ausgeht, ist unmissverständlich: Die Würde eines jeden Menschen ist unteilbar und muss aktiv verteidigt werden. Zu dieser Verteidigung rufen der Migrantinnen- und Migrantenbeirat der Stadt Bamberg (MiB) mit Kooperationspartnern und Oberbürgermeister Andreas Starke als Schirmherr dieser Aktionswochen auf.

Wochen gegen Rassismus in Bamberg

„Rassismus ist ein mörderisches und gefährliches Gift für die Gesellschaft“, konstatierte MiB-Vorsitzende Mitra Sharifi bei der gestrigen Vorstellung des Veranstaltungsprogramms vor Journalisten. Rassismus sei keine Meinung, sondern eine menschenverachtende Haltung: „Alle müssen sich damit auseinandersetzen.“

Schon in der Erziehung würden unreflektiert Gewohnheiten und Vorurteile übernommen, beklagte Sharifi. Sie plädierte dafür, darauf nicht mit Hass, sondern mit Offenheit und maximaler Höflichkeit zu reagieren. Und sie forderte im Namen des MiB eine kommunale Antidiskriminierungsstelle als städtischen Beitrag für den Zusammenhalt der Gesellschaft in Bamberg.

Co-MiB-Vorsitzender Marco Depietri äußerte die Zuversicht, dass die Bamberger Stadtgesellschaft „mitspielt, wenn es um 100 Prozent Menschenwürde geht“. Die Internationalen Wochen gegen Rassismus würden zeigen, dass Bamberg für Offenheit und Vielfalt einstehe. Zumal „Kampf gegen Rechtsextremismus mit Kampf gegen Rassismus verbunden ist“, wie Mitra Sharifi ergänzte.

Und OB Starke fügte hinzu, dass ein solcher Kampf auch gegen Linksextremismus nötig sei, da es darin ebenfalls Rassismus gebe. Die Internationalen Wochen würden dazu beitragen, die Bevölkerung zu sensibilisieren und die Stimme zu erheben, wenn sich Rassismus zeige: „Wir dürfen nicht schweigen und müssen die Bereitschaft mitbringen, Vorurteile aufzugeben“, sagte Starke.

Das ist zu den Wochen gegen Rassismus in Bamberg geplant

Zahlreiche Initiativen, Institutionen und Vereine wollen in den Internationalen Wochen in Stadt und Landkreis Bamberg ein sichtbares Zeichen für eine offene, solidarische und demokratische Gesellschaft setzen. Zum facettenreichen Programm gehören Workshops, Projekttage, Online-Kurse, Vorträge, Filmvorführungen, Diskussionsforen oder Chorkonzerte und Kulinarisches. Zu den Höhepunkten zählen die Preisverleihung des Plakat- und Filmwettbewerbs der Wochen für junge Menschen zwischen 11 und 27 Jahren (Freitag, 13. März, 16 Uhr im Jugendkulturzentrum Benze, Coburger Straße 45 b) oder die Kundgebung zum Internationalen Tag gegen Rassismus am Samstag, 21. März, 14 Uhr am Gabelmann.

Vor dieser zentralen Aktion sollen laut der MiB-Vorsitzenden „kleine und niederschwellige Aktionen in der ganzen Stadt stattfinden“ – an Schulen, in Büros und Betrieben, Kirchen und in Nachbarschaften. Das ausführliche Programm steht unter stadt.bamberg.de/Internationale-wochen-gegen-rassismus.

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