Entscheidung
Refood-Ansiedlung: FT lädt zur Podiumsdiskussion
Der Stimmzettel zum Bürgerentscheid in Walsdorf
Der Stimmzettel zum Bürgerentscheid in Walsdorf
Foto: Grafik: Micho Haller
Bamberg – Soll sich bei Walsdorf ein Speiseresteverwerter niederlassen? Vor dem Bürgerentscheid gibt es dazu am Freitag, 10. September, eine Diskussionsrunde.

Das Thema hat im vergangenen halben Jahr in Walsdorf einigen Staub aufgewirbelt. Und auch bisweilen für böses Blut gesorgt. Es geht um die Frage, ob sich der Speiseresteverwerter Refood in der Nähe der Tierkörperbeseitigungsanlage Nordbayern (TBN) gleich beim Walsdorfer Ortsteil Hetzentännig niederlassen darf oder nicht.

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Schnell nach Bekanntwerden entsprechender Pläne hat sich im Frühjahr eine Bürgerinitiative um Anwohnerin Katja Besold gegründet, die sich unter anderem aus Sorge um die Lebensqualität, Gestank und Verkehrsprobleme gegen das Projekt stellt und zuletzt einen Bürgerentscheid auf den Weg gebracht hat. Auf der anderen Seite befürwortet eine breite Mehrheit im Gemeinderat die Ansiedlungswünsche, weil Refood zum Beispiel Gewerbesteuereinnahmen und Arbeitsplätze verspricht. Und so wurde das Bürger- mit einem Ratsbegehren gekontert.

Abestimmung mit der Bundestagswahl

Am 26. September, gekoppelt mit der Bundestagswahl, dürfen nun also die Walsdorferinnen und Walsdorfer direkt über die Pläne entscheiden und über die beiden entgegengesetzten Begehren abstimmen. Sollten sich die Ergebnisse der beiden Entscheide widersprechen, soll eine Stichfrage für Klarheit sorgen.

Ein Quartett auf dem Podium

Um die Bürgerinnen und Bürger bestens informiert in die Abstimmung zu schicken, veranstaltet der Fränkische Tag am Freitag, 10. September, um 18 Uhr auf dem Parkplatz vor der Schulturnhalle in Walsdorf eine Diskussionsrunde, bei der beide Seiten ausführlich zu Wort kommen sollen. Als Befürworter des Projekts stehen auf dem Podium der Gemeinderat und Zweite Bürgermeister Stefan Huttner (Freie Liste) sowie Dr. Marten Keil, der Geschäftsführer der Refood GmbH & Co. KG. Dagegen argumentieren werden Katja Besold von der Bürgerinitiative sowie Gemeinderat und Dritter Bürgermeister Michael Ullrich (CSU). Moderiert wird die Debatte von FT-Redaktionsleiter Michael Memmel. Walsdorfs Bürgermeister Mario Wolff (parteilos) betont, dass er als Gemeindeoberhaupt dazu verpflichtet sei, sich an ein Neutralitätsgebot zu halten und deshalb nur im Publikum an der Veranstaltung teilnehmen könne.

Unbedingt anmelden

Der FT lädt alle Interessierten aus Walsdorf und Umgebung zu der Veranstaltung ein, muss aber auf Grund der Pandemie-Lage auf eine vorherige Anmeldung bestehen. Die Redaktion bittet darum diese per Mail an redaktion.bamberg@fraenkischertag.de zu schicken mit dem Betreff „Podium Walsdorf“ sowie diesen Angaben: Vor- und Nachnamen des Anmelders, Zahl der reservierten Plätze (maximal 4) und Telefonnummer für Rückrufe (die Daten werden nur für diese Veranstaltung verwendet und nicht gespeichert). Nur wenn es nicht anders möglich ist, sollte die Möglichkeit einer telefonischen Anmeldung unter Nummer 0951/13296-100 genutzt werden (Montag bis Freitag zwischen 9 und 15 Uhr). Sollte die Veranstaltung wie geplant im Außenbereich durchgeführt werden können, dürfen alle Angemeldeten kommen. Wichtig: Falls wetterbedingt ein Umzug in die Turnhalle nötig wäre, kämen hier nur die Anmeldungen für die ersten 100 Plätze zum Zuge – unter Einhaltung der 3G-Regel. Hier würde also gelten: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.