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Jetzt war Spatenstich
Trunstadt: Drei Millionen Euro für neues Feuerwehrhaus
Neubau Feuerwehrhaus Viereth-Trunstadt
Legten beim Spatenstich für das Feuerwehrhaus Trunstadt Hand an, von links: Erster Kommandant Thomas Geier, Zweiter Kommandant Stephan Schmitt, Kreisbrandmeister Florian Kügler, Erste Bürgermeisterin Regina Wohlpart, Vize-Landrat Wolfgang Möhrlein, Wolfgang Rattel, Volker Rosbigalle, Kreisbrandrat Thomas Renner und Kreisbrandinspektor Andreas Schnapp // Foto: Gemeinde Viereth-Trunstadt
Signet des Fränkischen Tags von Redaktion
Viereth-Trunstadt – Viereth-Trunstadt bekommt ein hochmodernes neues Feuerwehrhaus. Damit gehören die bisherigen engen Platzverhältnisse für die Brandretter bald der Vergangenheit an. So sehen die Pläne für den neuen Standort am Anger in Trunstadt aus.

Mit dem offiziellen Spatenstich ist der Startschuss für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Trunstadt gegeben worden. Das Vorhaben stelle einen bedeutenden Meilenstein für die langfristige Sicherstellung des örtlichen Brandschutzes und der Gefahrenabwehr in der Gemeinde Viereth-Trunstadt dar, erklärt Erste Bürgermeisterin Regina Wohlpart (BBL) in einer Pressemitteilung. 

Das bisherige Feuerwehrgerätehaus am Schlossplatz entspricht aus Sicht der Gemeinde wegen seiner beengten Platzverhältnisse nicht mehr den heutigen Anforderungen. Zudem kam es dort regelmäßig zu Nutzungskonflikten durch die enge Lage im Ortskern, etwa wenn bei Festveranstaltungen Einsatzfahrzeuge ausrücken mussten.

Erstmals im Januar 2021 hatte sich der Gemeinderat mit einer möglichen Standortverlagerung befasst. Nach eingehender Prüfung verschiedener Optionen war im April 2022 beschlossen worden, den Neubau am Anger in Trunstadt zu errichten.

Neubau Feuerwehrhaus Viereth-Trunstadt
So soll der Neubau des Feuerwehrhauses in Trunstadt aussehen. // Skizze: Architekturbüro Rosbigalle + Glauber

Mit der Planung wurde das Architekturbüro Rosbigalle + Glauber aus Forchheim beauftragt, das bereits zahlreiche Feuerwehrgeräthäuser in der Region erfolgreich verwirklicht hat. In der Planungsphase stimmten sich die Feuerwehrkommandanten, das Architekturbüro und die Gemeindeverwaltung eng ab.

Knifflig: Feuerwehrhaus in Hochwassergefahrenfläche

Eine besondere Herausforderung stellte die Lage des Baugrundstücks dar, weil es in einer Hochwassergefahrenfläche HG100 liegt. Ein HQ100 ist ein Hochwasserereignis, das statistisch gesehen einmal in 100 Jahren eintritt.

In Zusammenarbeit mit dem Landratsamt und dem Wasserwirtschaftsamt Kronach sowie durch die Anpassung des Bebauungsplans seien jedoch die erforderlichen Voraussetzungen geschaffen worden, so Geschäftsleiter Gerd Franke. „Das neue Feuerwehrgerätehaus wird hochwasserfrei errichtet und erfüllt sämtliche aktuellen Anforderungen.“

Geplant sei ein modernes Feuerwehrgerätehaus nach den heutigen Standards mit drei Fahrzeugstellplätzen, einer Gerätehalle sowie einem Verwaltungs- und Sozialtrakt. Auch die Außenanlagen und Parkflächen werden Frankes Angaben zufolge neu gestaltet.

Trunstadt: Neben Feuerwehrhaus sollen neue Freizeitangebote entstehen

Ferner soll der bestehende Spielplatz teilweise verlegt werden. Auf gemeindeeigenen Flächen im rückwärtigen Bereich sollen in den kommenden Jahren weitere Freizeit- und Erholungsangebote entstehen.

Die Gesamtkosten belaufen sich den Angaben zufolge auf rund drei Millionen Euro. Darin enthalten sind die Baukosten, die Außenanlagen sowie die Baunebenkosten. Der Freistaat unterstützt die Maßnahmen mit einem Zuschuss von rund einer halben Million Euro. Die Umsetzung erfolge unter Berücksichtigung der finanziellen Leistungsfähigkeit der Gemeinde.

Mit den Roharbeiten wurde die Firma Hübner-Rattel aus Trunstadt beauftragt. Das Unternehmen erhielt den Zuschlag nach einer öffentlichen Ausschreibung gemäß den Vorgaben der VOB und verfügt über umfangreiche Erfahrungen bei Hoch- und Tiefbauprojekten in der Region.

Fertigstellung für erstes Halbjahr 2028 geplant

Am Spatenstich nahmen unter anderem der stellvertretende Landrat Wolfgang Möhrlein, die beiden Feuerwehrkommandanten Thomas Geier und Stephan Schmitt, die Feuerwehrführungskräfte, Kreisbrandrat Thomas Renner, Kreisbrandinspektor Andreas Schnapp, Kreisbrandmeister Florian Kügler, Erste Bürgermeisterin Wohlpart, Verwaltungsleiter Gerd Franke, Vertreter des Architekturbüros Rosbigalle + Glauber, der Firma Rattel sowie Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofs teil.

In den Grußworten hoben die Redner die große Bedeutung einer leistungsfähigen Feuerwehr für die Sicherheit der Bevölkerung hervor. Angesichts der vielfältigen Herausforderungen und Einsatzlagen sei die Freiwillige Feuerwehr ein unverzichtbarer Bestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge.

Bürgermeisterin Wohlpart dankt für konstruktive Zusammenarbeit

Wohlpart dankte allen Beteiligten – insbesondere den Feuerwehrkameradinnen und -kameraden und den Planern, den Fachbehörden und der Gemeindeverwaltung – für die konstruktive Zusammenarbeit während der Vorbereitungs- und Planungsphase. Sie verband ihren Dank mit dem Wunsch nach einem unfallfreien Bauverlauf und einer erfolgreichen Fertigstellung des Projekts.

Auch Kommandant Thomas Geier sprach allen Beteiligten seinen Dank für die vertrauensvolle Zusammenarbeit aus und betonte die Bedeutung des Neubaus für die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehr Trunstadt. Die Feuerwehr werde das Projekt auch durch Eigenleistungen unterstützen.

Die Fertigstellung des neuen Feuerwehrgerätehauses ist für das erste Halbjahr 2028 vorgesehen.

Dem Projekt war die Erstellung eines Zehn-Jahres-Bedarfsplans für die Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde mit ihren rund 3600 Einwohnenden vorausgegangen. Dieser wurde von den Feuerwehrführungskräften und dem Gemeinderat entwickelt. Mit dem Neubau in Trunstadt wird nun einer der letzten wesentlichen Bausteine dieses Konzeptes umgesetzt.

Auch in Memmelsdorf war vor Kurzem ein neues Feuerwehrhaus mit einem Investitionsvolumen von 7,5 Millionen Euro eingeweiht worden.

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