Weite Teile Deutschlands liegen unter Schnee, und der Winter zeigt wohl auch in den nächsten Tagen, was er kann: Deutschland steht eine turbulente Wetterlage bevor. Nach vielfach weiteren Niederschlägen am Donnerstag stehen die Nacht zum Freitag und der Freitag tagsüber im Fokus. Dann zieht ein Sturmtief auf direktem Weg nach Mitteleuropa und bringt Schnee und Glatteis mit sich, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. «Sturmtief Elli übernimmt die Regie in einem echten Wetterkrimi», kündigt Adrian Leyser Sturm vom DWD in Offenbach an.
Auf der Oder an der deutsch-polnischen Grenze trieben bei Frankfurt (Oder) zur Wochenmitte runde Eisschollen. Beim Biathlon-Weltcup im thüringischen Oberhof werden wegen des erwarteten unbeständigen Wetters Wettkämpfe vorgezogen. Am Flughafen Frankfurt hat der zuständige Dienstleiter nach Betreiberangaben genug Enteisungsmittel für die Flugzeuge auf Lager.
Würzburg betroffen: Bahn warnt vor Einschränkungen
Auch bei der Deutschen Bahn wirkt sich das Winterwetter stark auf den Verkehr aus. Schon jetzt seien Fernzüge auf einigen Schnellfahrstrecken vorsorglich langsamer unterwegs als gewohnt - zwischen Wolfsburg und Berlin, Hannover und Würzburg sowie Frankfurt und Köln müssten Fahrgäste daher mit Verspätungen und verpassten Anschlüssen rechnen, teilte die Bahn mit.
Ab Donnerstag soll es im Fernverkehr dann verstärkt zu Verspätungen und Zugausfällen kommen. Wer sich bereits ein DB-Ticket für Donnerstag, Freitag oder Samstag gekauft hat, könne dies daher auch an einem späteren Tag oder bereits am Mittwoch verwenden, erklärte die Bahn. Die Zugbindung sei aufgehoben, reservierte Sitzplätze könnten zudem kostenfrei storniert werden.
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Neuschnee, Schneeverwehungen und Glatteis
Laut den Prognosen des Deutschen Wetterdienstes wird im Norden und Osten am Freitag mit teils stürmischem Ostwind weiter Kaltluft nach Deutschland herangeführt. Einsetzende, kräftige Niederschläge werden demnach durchweg als Schnee fallen. «Im Streifen von der Nordsee bis in den Osten hinein können verbreitet um die zehn oder regional bis zu zwanzig Zentimeter Neuschnee zusammenkommen», sagte Adrian Leyser Sturm vom DWD. Dabei kann der kräftige Wind die lockere Schneedecke verwehen und zu größeren Behinderungen auf Straßen und Wegen führen. Ähnliche Schneemengen seien in den Mittelgebirgen möglich.
Milder ist es dagegen im Süden und Westen. Dort bringt ein stürmischer Wind vorübergehend milde Atlantikluft, sodass die Niederschläge mitunter bis in höhere Lagen in Regen übergehen und zu Tauwetter führen. Der DWD warnt dort vor gefrierendem Regen und Glatteis. Die Höchsttemperaturen liegen am Freitag zwischen minus 6 Grad an der Oder und bis plus 8 Grad am Oberrhein.
Am Samstag verlagert sich das Sturmtief dann über Deutschland südostwärts. «Rückseitig wird die Kaltluft wieder nach Süden geführt, sodass auch im Süden und Westen der Regen wieder in Schnee übergeht», sagt Leyser Sturm. Zum Sonntag beruhigt sich das Wetter langsam wieder.














