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Tarifkonflikt
Erneuter Streik in Bamberg: Was passiert mit dem Nahverkehr?
Ganztägige Warnstreiks im ÖPNV
Busse, Straßen- und U-Bahnen bleiben am Freitag und Samstag in vielen bayerischen Städten stehen. (Archivbild) // Stefan Puchner/dpa
von dpa
München – Die Gewerkschaft Verdi ruft ihre Mitglieder, die im öffentlichen Nahverkehr beschäftigt sind, zur Arbeitsniederlegung auf. Auch Bamberg ist betroffen. Was Sie jetzt wissen müssen.
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In Bamberg dürfte der Nahverkehr am Freitag und Samstag weitgehend zum Erliegen kommen. Die Gewerkschaft Verdi ruft zu einem zweitägigen Warnstreik im kommunalen Nahverkehr auf, wie sie mitteilte.

Neben Bamberg sind weitere Städte in Bamberg vom Streik betroffen

Betroffen sind neben der Domstadt die vier größten bayerischen Städte München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg und Ingolstadt, zudem Fürth, Passau, Landshut, Schwabach, Bayreuth, Schweinfurt und Dachau. Auch in anderen Teilen Deutschlands wird gestreikt.

Wie schon in den vorhergehenden Streiks sind S-Bahnen, Regionalbahnen und Regionalbusse in der Regel nicht betroffen, da sie von anderen Unternehmen betrieben werden. Zudem ist damit zu rechnen, dass in den betroffenen Städten teilweise städtische Buslinien verkehren, die von externen Dienstleistern befahren werden. 

Die Warnstreiks beginnen am Freitag in den frühen Morgenstunden und enden je nach Region in der Nacht auf Samstag oder in der Nacht auf Sonntag. Die genauen Uhrzeiten variieren je nach Betriebsbeginn und Betriebsende der jeweiligen Verkehrsunternehmen.

Stadtwerke Bamberg: Notfallpläne während Streik

Teilweise war es den Stadtwerken und Verkehrsunternehmen bei den jüngsten Warnstreiks zudem gelungen, Notfahrpläne zu organisieren oder auch auf einzelnen Tram- oder U-Bahn-Strecken einen ausgedünnten Verkehr aufrechtzuerhalten. Die Beeinträchtigungen waren dennoch enorm, der Straßenverkehr war durch deutlich stärkere Staus betroffen.

Verdi fordert für die etwa 9.000 Beschäftigten in mehr als 20 Unternehmen, für die der Tarifvertrag gilt, unter anderem eine Entgeltsteigerung um 668,75 Euro sowie eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. 

Darum geht der Streik in die nächste Runde 

In der Verhandlungsrunde am 13. Februar war es nach Einschätzung von Verdi zu keiner Annäherung gekommen. Statt die Forderungen „als überzogen zurückzuweisen, sollten die Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen endlich den Druck erkennen, der finanziell und aufgrund der Arbeitsbedingungen auf den Beschäftigten lastet, und Verhandlungen auf Augenhöhe mit uns führen“, fordert der stellvertretende Landesbezirksleiter von Verdi Bayern, Sinan Öztürk.

Der Kommunale Arbeitgeberverband hatte die Warnstreiks zuletzt kritisiert. Die Forderungen der Gewerkschaft seien nicht erfüllbar. „Daran können auch die derzeitigen Streiks nichts ändern. Sie belasten daher die Bevölkerung zu Unrecht“, teilte der Verband vergangene Woche mit. Zudem würden die Kostensteigerungen durch höhere Löhne „zwangsläufig zu höheren Fahrpreisen und einer Reduzierung des Verkehrsangebots führen“.

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