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Ganztägig am Montag
Nahverkehr in Bamberg streikt: Was Fahrgäste wissen müssen
Warnstreik bei Nahverkehr und Abfallentsorgung
Auch bei den Verhandlungen 2023 entschied sich Verdi für Warnstreiks in Bayern. (Archivbild) // Sven Hoppe/dpa
von dpa
München – Wer auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen ist, sollte sich für Montag nach Alternativen umschauen. Grund ist der Streit um mehr Geld für Mitarbeiter. So ist Bamberg davon betroffen.
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Fahrgäste von Bussen sowie Straßen- und U-Bahnen in Bayern müssen am Montag (2. Februar) mit massiven Problemen durch einen Warnstreik rechnen. Die Gewerkschaft Verdi hatte bereits nach einer ergebnislosen ersten Verhandlungsrunde mit „massiven Warnstreiks“ im Freistaat bis zur nächsten Runde am 13. Februar gedroht. 

Am Montag ruft Verdi nun die Beschäftigten im Nahverkehr zum ganztägigen Ausstand auf. Davon betroffen ist auch Bamberg. 

Eingeschränktes Busangebot in Bamberg

„Die Busse müssen in den Depots bleiben, es finden keine regulären Fahrten statt“, teilen die Stadtwerke Bamberg mit. Jedoch richten die Stadtwerke einen Notfahrplan ein. Zwischen 6 Uhr (erste Abfahrt ab ZOB) und 20 Uhr (letzte Abfahrt ab ZOB) werden die Strecken der Linien 935, 936, 937 und 938 im Stundentakt befahren.

Eine Ausnahme: Auf der Linie 936 können die Haltestellen „Gönnerstraße“ und „Marienplatz“ stadteinwärts jedoch nicht bedient werden.

Aufgrund der Kurzfristigkeit der Streikankündigung sind die Notfahrten nicht in der digitalen Fahrplanauskunft zu finden, sondern nur unter der Webseite der Stadtwerke abrufbar

Große Auslastung der Bamberger Busse erwartet

Da nur wenige Busse unterwegs sein werden, gehen die Stadtwerke von einer sehr hohen Auslastung der Fahrzeuge aus. „Die Schulbusse der Firma Basel fahren am Montag in vollem Umfang und nach dem regulären Fahrplan“, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Die Strom-, Gas-, Wasser- und Fernwärmeversorgung sind vom Streik nicht betroffen. Der Kundenservice der Stadtwerke ist regulär erreichbar. Und auch das Bambados ist zu seinen regulären Öffnungszeiten (6.30 und 22 Uhr, Sauna öffnet um 10 Uhr) geöffnet.

Verhandlung mit umfangreichen Forderungen

Die Forderungsliste der Gewerkschaft ist lang: Unter anderem enthält sie eine Erhöhung der Tarifgehälter um 668,75 Euro pro Monat sowie den Wechsel von einer 38,5-Stunden-Woche auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich.

Weitere Aspekte sind ein um 5 Prozentpunkte höherer Sonntagszuschlag von 30 Prozent, eine tarifliche Regelung für eine Mindestruhezeit von elf Stunden sowie für die Arbeitnehmer günstigere Regelungen dazu, was vor Fahrtbeginn und nach Fahrtende als Arbeitszeit angerechnet wird. Als Laufzeit strebt Verdi zwölf Monate an.

In Bayern findet der Tarifvertrag Nahverkehr laut Verdi in mehr als 20 Unternehmen Anwendung und regelt damit die Entgelte und Arbeitsbedingungen von rund 9.000 Beschäftigten.

Vorstellungen lagen zuletzt weit auseinander

Der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) Bayern nannte die Forderungen der Gewerkschaft nach der Verhandlungsrunde am Montag realitätsfern: „Sie übersteigen das von jedem Unternehmen wirtschaftlich Leistbare bei weitem.“ Man habe stattdessen unter anderem eine Erhöhung der Tarifgehälter um mindestens 5,0 Prozent in zwei Schritten vorgeschlagen. Zudem sollten Ausbildungsgehälter in zwei Schritten um insgesamt 150 Euro steigen – jeweils bei einer Laufzeit bis Ende 2027.

Die Verdi-Branchenkoordinatorin für Busse und Bahnen in Bayern, Katharina Wagner, sagte, die Eskalation in der Tarifrunde liege allein in der Verantwortung der Verhandler auf der Seite der Arbeitgeber. „Wir haben im letzten Jahr deutlich gemacht, dass wir die Arbeitsbedingungen und die Löhne der Beschäftigten in Bayern mit einer langfristigen Strategie verbessern und sichern wollen. Dies wäre über die Verabredung verschiedener Etappenziele möglich gewesen. Einzig zu einem Tarifabschluss, bei dem uns die Bedingungen diktiert werden, waren wir nicht bereit.“

2023 hatte es bis zu einer Einigung insgesamt fünf Verhandlungsrunden gebraucht. Damals kam es auch zu Warnstreiks.

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