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Gastronom feiert Brückenfest
Brucknersteg offen: So groß ist die Erleichterung in Bamberg
Nach etwa sechs Wochen kann der Brucknersteg wieder passiert werden. // Jannik Bauer
Bamberg – Der Brucknersteg ist wieder sicher: Ein schneller Einsatz rettet den maroden Brucknersteg vor dem Verfall. Jetzt steht nicht nur die Brücke, sondern auch die Feierlichkeiten.

Die Sperrung des Brucknerstegs in Bamberg ist wieder aufgehoben. Etliche Touristen und einheimische Bamberger laufen über die Brücke oder schieben ihr Rad an den örtlichen Lokalen vorbei – und endlich kann der Gastronom Michael Schmidtlein wieder aufatmen.

Bamberger Gastronom sauer auf die Stadt wegen Brucknerstegs
Michael Schmidtlein vom Bamberger „Restaurant Weinfass“ ist erleichtert. Die Sperrung des Brucknerstegs ist aufgehoben. // Michael Gründel

Brucknersteg: Bamberger Stadtzentrum wieder zugänglich

Die Brücke am alten Kanal, welche die Geyerswörthstraße mit der Habergasse verbindet, stellt einen wichtigen Zugang zum Bamberger Stadtzentrum für alle Fußgänger her und kann nun wieder passiert werden. Seit dem 18. Juni, etwa sechs Wochen lang, war der Brucknersteg nun nicht zugänglich.

Touristen mussten ihren Weg in die Innenstadt anderswo aufsuchen. Eine „Katastrophe“ für Schmidtlein, der direkt am Ufer sein Lokal „Weinfass“ betreibt und dessen Hauptkundschaft überwiegend touristisch sei. Nun, seit dem 24. Juli, sind die Sanierungsarbeiten am Steg abgeschlossen – für Schmidtlein ein Grund zu feiern. 

Die Bauarbeiten begannen bereits am 7. Juli früher als von Schmidtlein angenommen. Grund für die Reparatur war ein Pilzbefall von tragenden Teilen des Stegs. Die Sicherheit derjenigen, die über den Steg liefen, konnte nicht gewährleistet werden. Seither waren mehrere Baufirmen an dem  Brucknersteg am Werkeln. Nun ruht der erneuerte Steg auf einer 2,5 Tonnen schweren Konstruktion aus Stahl. 

Der Brucknersteg, getragen von 2,5 Tonnen Stahl, ist wieder einsatzbereit. // Jannik Bauer

Brückenfest direkt am Brucknersteg in Bamberg

Die Wiedereröffnung des Stegs nutzt Schmidtlein als Anlass für ein mehrtägiges Brückenfest, und er sei froh, dass er die Genehmigung erhalten habe. „Wir hatten letztendlich eine enge Zusammenarbeit mit der Stadt Bamberg.

„Ich glaube, es wurden seitens der Stadt beide Augen zugedrückt, damit wir das Brückenfest stattfinden lassen können“, sagt Schmidtlein. Und das, obwohl es anfänglich Unverständnis und Ärger seitens Schmidtlein gegenüber der Stadt und der Sperrung gegeben habe.

Nun aber seien alle Konflikte beiseitegelegt. Nach dem erfolgreichen Auftakt am Tag der Brückenfreigabe gehen die Feierlichkeiten an diesem Wochenende in die zweite Runde. Vom 31. Juli bis zum 2. August wird das Programm fortgesetzt. Bambergs Oberbürgermeister Sebastian Niedermaier (SPD) selbst habe die Feierlichkeiten zur Wiedereröffnung besucht und eine Rede gehalten, sagt Schmidtlein.

Die Brücke stellt wieder einen wichtigen Zugang zum Bamberger Stadtzentrum her. // Jannik Bauer

Pünktlich zu dem Varieté-Festival „Bamberg zaubert“ war die Sperrung am vergangenen Wochenende aufgehoben. Dennoch waren die Besucherzahlen bisher recht verhalten, erzählt der Gastronom: „Es war klar, dass die Familien mit ihren Kindern eher bei Bamberg zaubert unterwegs sind.“ Trotz des verhaltenen Auftakts blicke er optimistisch auf das zweite Festwochenende und hoffe auf steigende Besucherzahlen.

Erleichtert sei er, dass die wirtschaftlichen Einbußen letzten Endes doch nicht allzu schlimm waren und die Arbeiten relativ zügig zu Ende gebracht wurden. Auch wenn die Lage im Vorfeld schwierig gewesen sei, sei Schmidtlein umso glücklicher, dass der alte Kanal, direkt vor seinem Restaurant wieder überquert werden könne.

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