27. März 2026
Bamberger Zulieferer ist insolvent
Mit Albert & Hummel trifft es eine echte Bamberger Innovationsschmiede. Ein Vorzeigeunternehmen der heimischen Zuliefer-Industrie mit über 30-jähriger Erfolgsgeschichte. Technologie made in Bamberg, von der Robotik bis zum Sondermaschinenbau: Dafür steht Albert & Hummel – doch jetzt ist die Firma in die Pleite gerutscht.
26. März 2026
Bei Schaeffler in Hirschaid brummt der Laden
Ist es ein letztes Aufbäumen der Verbrenner-Technologie oder die erhoffte Wende in der Krise bei den Autozulieferern in der Region? Zwei neue Großaufträge für Verbrennerteile für Ford und den Autoriesen Stellantis geben den Mitarbeitern am Standort neue Hoffnung - und dem Werk auf absehbare Zeit eine volle Auslastung. Aber es gibt auch mahnende Stimmen.
13. März 2026
Bleibt die Jobgarantie bei Bosch über 2027 hinaus?
Wie sieht die Zukunft von Bosch in Bamberg nach dem Jahr 2027 aus? Bis dahin sind betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen. Für die Zeit danach laufen Verhandlungen zwischen Betriebsrat und Konzernleitung. Der Betriebsrat geht mit breiter Brust in diese Verhandlungen.
5. März 2026
Bosch verlagert von Waiblingen nach Bamberg
Bosch will seine Produktion im schwäbischen Waiblingen schließen. Bis zu 70 von insgesamt 560 Beschäftigten sollen ein Angebot bekommen, nach Bamberg zu wechseln. Der Grund: Hier brummt das Geschäft mit Teilen für die Hybrid-Technologie. In diesem Bereich ist das Werk voll ausgelastet.
3. März 2026
Stellenabbau und neue Geschäftsfelder: Turbulente Zeit bei Schaeffler
Schaeffler befindet sich im Umbruch. Der größte Arbeitgeber im Landkreis Erlangen-Höchstadt sorgt immer wieder für Schlagzeilen: Vitesco-Übernahme, Stellenabbau, neue Geschäftsfelder. Vorstandsvorsitzender Klaus Rosenfeld erklärte jetzt, im Jahr 2035 zehn Prozent des Umsatzes aus neuen Aktivitäten erzielen zu wollen. Darunter fielen Bereiche wie humanoide Roboter, die Verteidigungsindustrie und Raumfahrt. Der traditionell für die Autoindustrie tätige Zulieferer hofft so, seine Abhängigkeit vom Verbrennungsmotor und der kriselnden Branche zu mindern.
2. März 2026
Sind die Produktionskosten in Deutschland zu hoch?
Michael Stoschek hatte sich einige Zeit aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Als er jetzt bei einer Veranstaltung zu Gast war, erklärte der Gesellschafter der Brose-Gruppe, was der Grund dafür gewesen sei: „Ich habe mich unglaublich geärgert!“ Und zwar darüber, dass es immer wieder hieß, er könne nicht loslassen. Dabei sei er doch bereits seit 2006 gar kein Mitglied mehr der Geschäftsführung von Brose. Und er erklärte, warum er sich "große Sorgen" um die fränkischen Brose-Standorte mache.
6. Februar 2026
Sind Anhängerkupplungen die Rettung für Brose in Hallstadt und Bamberg?
Mehrere hundert Stellen sind an den Brose-Standorten in Bamberg und Hallstadt schon weggefallen. Doch nun ist es gelungen, ein neues Produktsegment an Land zu ziehen und mit der Serienfertigung von Anhängerkupplungen für einen großen deutschen Autohersteller zu beginnen.
2. Februar 2026
Miese Stimmung bei den Zulieferern
Der Arbeitsmarkt auf der Achse Bamberg, Forchheim, Erlangen ist wie wenige andere Regionen in Deutschland abhängig von der Stimmung in der Auto-Zuliefererindustrie. 25.000 Stellen hängen in der Region an der Branche. Und die Stimmung ist schlecht. Richtig schlecht. Unzählige Stellen wollen die große Unternehmen abbauen. Doch die Gewerkschaften wollen das nicht einfach so hinnehmen. Ein Überblick.
17. Dezember 2025
Brose peilt Gewinne an - und will weiter sparen
Das Jahr 2025 bezeichnet Brose als „herausfordernd“. Schwankende Kundenabrufe, Preisdruck, Lieferengpässe, globale Handelskonflikte – das alles habe zu einem Umsatz von rund 7,7 Milliarden Euro geführt, 84 Millionen weniger als im Vorjahr. Dennoch peile das Unternehmen für 2025 eine Rückkehr in die Gewinnzone an. Trotzdem sollen Stellen abgebaut werden.
5. November 2025
Bosch stellt jetzt eigenen Wasserstoff her
Dass Wasserstoff in der Antriebstechnik für Kraftfahrzeuge eine Zukunft hat, davon scheint man bei Bosch weiterhin überzeugt. Neuerdings stellt Bosch in einer hauseigenen Anlage eigenen Wasserstoff her. Feierlich wurde am Börstig eine Elektrolyse-Phalanx in Betrieb genommen: Sie stellt aus Bamberger Wasser mit Bamberger Stacks Bamberger Wasserstoff her. Für das Werk ein Quantensprung.
16. Oktober 2025
Von Stoschek zu Stoschek: Führungswechsel bei Brose
Das soll sich nun ändern. „Nach fast 35 Jahren als geschäftsführender Gesellschafter und 20 Jahren an der Spitze der Kontrollgremien der Brose Gruppe wird Michael Stoschek zum Jahresende den Vorsitz des Verwaltungsrats der Brose SE an seinen Sohn Maximilian übergeben“, heißt es aus der Konzernzentrale. Hat das Auswirkungen auf den geplanten Stellenabbau im Unternehmen?
1. Oktober 2025
Bleibt Bosch Bamberg vom Stellenabbau verschont?
Wenn so gute Neuigkeiten klingen, dann will man aus dem Mund von Mario Gutmann lieber keine schlechten hören. Am Mittwochmorgen sprach der Betriebsratsvorsitzende von Bosch in Bamberg auf einer außerordentlichen Betriebsversammlung über den geplanten konzernweiten Stellenabbau von bis zu 22.000 - vor allem in Deutschland. Bamberg soll allerdings verschont bleiben.
29. September 2025
Stellenabbau bei Schaeffler: Nicht genug Freiwillige gefunden
Schaeffler wollte den geplanten Stellenabbau vor allem mit freiwilligen Weggängen bestreiten. Doch offenbar gab es zu wenige Mitarbeiter, die das Unternehmen aus freien Stücken verlassen wollen - womit das Damoklesschwert wieder über denjenigen schwebt, die noch da sind. 700 von 8700 Stellen sollen am Standort in Herzogenaurach wegfallen.
25. September 2025
Bosch und die Abhängigkeit vom chinesischen Markt
Als Michael Waasner jung war, gab es noch das Sprichwort: „Was stört es mich, wenn in China ein Sack Reis umfällt?“ Doch der Spruch ist schlecht gealtert. Heute ist der globale Markt so eng verknüpft, dass die Flaute in China direkt Sorgenfalten in fränkische Gesichter treibt – auch in das des Präsidenten der Industrie- und Handelskammer Oberfranken. In Unternehmerkreisen sagt man: „Wenn heute in China ein Sack Reis umfällt, fällt er uns direkt auf die Füße.“ Vor allem in der fränkischen Autoindustrie.
11. September 2025
Wasserstoff: Setzt Bosch alles auf die falsche Karte?
Einst Hoffnungsträger, jetzt Ladenhüter? Was wird aus der Wasserstoff-Technologie für Kraftfahrzeugantriebe? Bosch Bamberg investiert viele Millionen Euro in die Brennstoffzelle, während weltweit die E-Mobilität auf einem Siegeszug gegen ist. Noch kann nicht mit letzter Sicherheit gesagt werden, ob das eine Fehlinvestition war oder ein kluger Schachzug. Es gibt aber eine Tendenz.
28. August 2025
Stellenabbau? Schaeffler legt neue Zahlen vor
Der Automobilzulieferer Schaeffler hatte 2024 massiven Stellenabbau angekündigt. Nun sind neue Zahlen für einen Standort in Franken bekannt. Und wie es am Hauptsitz in Herzogenaurach weitergehen soll.
8. August 2025
Schaeffler will in die Rüstung einsteigen
Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler prüft, ob sich ein größerer Einstieg in die Rüstungsindustrie lohnen könnte. „Wir sind dabei, neue Wachstumsfelder aufzubauen – es geht dabei vor allem um Humanoide und Verteidigung. Daran wird intensiv gearbeitet“, sagte Schaeffler-Vorstandschef Klaus Rosenfeld der Deutschen Presse-Agentur.
30. Juli 2025
US-Zölle und die Auswirkungen auf Schaeffler
US-Präsident Donald Trump wirbelt die weltweite Wirtschaft mit seinen willkürlichen Zöllen und Zollankündigungen durcheinander. Das hat auch bei Schaeffler Auswirkungen. Eine Einigung zwischen der EU und den USA in einem schwelenden Zollstreit bedeutet höhere Kosten für das Unternehmen - und damit auch Stellenabbau?
9. Juli 2025
Bosch streicht Sonderzahlung für Mitarbeiter
Bosch sieht sich unter Sparzwang, die Gewerkschaft IG Metall schäumt vor Wut: Auch in Bamberg streicht Bosch jetzt das Jubiläumsgeld für verdiente Mitarbeiter.
28. Juni 2025
Panzer statt Autos: Ist das der Weg aus der Krise?
Autoindustrie in der Krise, Bomm in der Militärbranche: Was läge da für fränkische Zulieferunternehmen wie Brose, Bosch und Schaeffler näher, als ihr Portfolio auf die Rüstungsindustrie zu erweitern? Schaeffler-Vorstand Klaus Rosenfeld bestätigt solche Überlegungen.
12. Juni 2025
Omniverse-Technologie: Schaeffler kooperiert mit Nvidia
Bei Schaeffler sollen die Produktionsabläufe digitaler, schneller und agiler werden. Damit das gelingt, kooperiert man nun mit dem Chip-Riesen Nvidia - dem Unternehmen also, das im KI-Boom zum wertvollsten Konzern der Welt aufgestiegen ist. Schaeffler wird mithilfe der NVIDIA-Omniverse-Plattform digitale Zwillinge, also digitale Abbilder von Fabriken und Maschinen, entwickeln. Mitarbeitende können mit KI-gestützten Lösungen physikalische Eigenschaften von Materialien, Prozessen und Produktionsabläufen simulieren und noch schneller optimieren.
21. Mai 2025
Brose legt schlechte Zahlen für 2024 vor
Der oberfränkische Autozulieferer Brose erzielte einen Betriebsverlust von rund 14 Millionen Euro und einen Jahresfehlbetrag von 142 Millionen. Grund hierfür seien die Schwierigkeiten im weltweiten Automobilmarkt gewesen, die Produktion sei um rund 1 Million Autos gesunken. Der Verlust fiel damit fast dreimal so hoch aus wie Ende Dezember erwartet.
8. Mai 2025
Gute Nachrichten für den Brose-Standort Würzburg
Nach einer Mitteilung der Firma Brose hat der Verwaltungsrat wenige Stunden nach der Unterschriftenübergabe zugestimmt, den Standort Würzburg weiterzuführen, sofern mit den Arbeitnehmervertretern und der öffentlichen Hand Vereinbarungen getroffen werden, die in Würzburg zu international wettbewerbsfähigen Standortkosten und einem wirtschaftlich tragfähigen Gesamtkonzept führen.
5. Mai 2025
Protest gegen geplante Brose-Schließung in Würzburg
Der Brose-Standort Würzburg kämpft ums Überleben. 1400 Beschäftigte fürchten, dass der Fahrzeugteile-Hersteller das fränkische Werk schließen könnte. Nun tragen sie ihren Protest dorthin, wo an diesem Donnerstag (8. Mai 2025) die Entscheidung im Verwaltungsrat fallen soll: nach Bamberg.
8. April 2025
Brose-Chefs: Darauf sollen die Broseaner verzichten
In der "größten Krise der Brose-Firmengeschichte" machen Michael Stoschek und der vorsitzende Geschäftsführer Stefan Krug klar: Die Personalkosten müssen knallhart runter. Dafür müssen Beschäftigte Opfer bringen. „Ziel ist eine 20-prozentige Personalkostenreduzierung weltweit bis Ende 2026“, macht Krug klar. Mehr als 1000 Stellen sollen dafür weltweit wegfallen.
Stoschek: „Sogar Uli Hoeneß hat mich deswegen angerufen“
Brose-Patriarch Michael Stoschek erzählte am Montag in Coburg vor Pressevertretern eine Anekdote. Denn er wollte klarstellen, dass Kritik, die an seiner Führung von Brose in den Medien aufgekommen war, völlig unberechtigt sei. „Sogar Uli Hoeneß hat mich danach angerufen und gesagt, ich solle mir das nicht zu Herzen nehmen, was die da schreiben“, sagte Stoschek. Er bezog sich damit auf einen Bericht im Manager-Magazin, dass sich kritisch mit dem Einfluss Stoscheks bei Brose auseinandergesetzt hatte.
+++ Schlechte Nachrichten für Arbeitnehmer in der Region, die in der Autozuliefer-Industrie arbeiten. Hunderte Stellen fallen bei regionalen Unternehmen weg. Was müssen Arbeitnehmer wissen, wenn der Job wackelt? Rechtsexperten klären auf. +++
7. April 2025
Stoschek über Brose: Millionenverluste, 200 Jobs weg
Bei Brose Bamberg herrscht viel Unsicherheit: Nun sprechen Michael Stoschek und Geschäftsführer Stefan Krug im FT-Gespräch über Job-Abbau und ihr leeres 60-Millionen-Euro-Gebäude am Berliner Ring. Jede fünfte Führungsposition soll wegfallen. „Die europäische Automobilindustrie steckt in ihrer größten Krise überhaupt“, mahnte Stoschek und verwies auf über 100 Millionen Euro Miese, die sein Unternehmen 2024 gemacht hat.
1. April 2025
Managementfehler bei Brose in Würzburg?
Dem Brose-Werk Würzburg droht das Aus, der Standort sei nicht profitabel. Dass dazu auch unternehmerische Fehler geführt haben, hat der zuständige Geschäftsführer der Belegschaft schriftlich gegeben. Irgendwie ist man sich zwischen Betriebsrat und Unternehmensleitung nicht einig, was Brose in Würzburg angeht.
28. März 2025
Brose trennt sich von E-Bike-Geschäft
Der Automobilzulieferer Brose wollte sich mit E-Bike-Antrieben ein weiteres Standbein aufbauen. Doch davon wird jetzt Abstand genommen. Am Freitag (28. März) wurde bekannt, dass sich Brose von seiner E-Bike-Sparte trennt. Ein Käufer sei bereits gefunden. Der Deal soll noch in diesem Jahr über die Bühne gehen. Das Unternehmen spricht von einer "strategischen Neuausrichtung".
22. März 2025
Brose: Stellenabbau und die Streichung von Zulagen
Im Handstreich hat Michael Stoschek im Januar Homeoffice bei Brose gestrichen. Nun wackeln auch Urlaubstage und Zulagen wie das Weihnachtsgeld. Unterdessen geht der Stellenabbau in Bamberg weiter. Konkret wird hinter den Kulissen bereits darüber verhandelt, die Anzahl der Urlaubstage zu verringern sowie Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld und sonstige Zulagen zu streichen. Auf dem Flurfunk haben sich diese Pläne herumgesprochen wie ein Lauffeuer, wie Mitarbeiter berichten.
14. März 2025
Sparprogramm: Schaeffler-Belegschaft wird in Betriebsversammlungen informiert
Tausende Mitarbeiter von Schaeffler besuchten am Donnerstag (13. März) gleich drei Betriebsversammlungen in Herzogenaurach. Betriebsrat und Konzern haben ein paar gute Nachrichten im Gepäck – aber auch neue Aufreger. Die guten Nachrichten drehen sich ums Thema bestriebsbedingte Kündigungen. Weniger positiv dürfte die Belegschaft stimmen, dass aus alten Programmen zum Stellenabbau noch nicht die erforderlichen Zahlen erreicht sein sollen. Es könnten also weitere Stellen in die aktuellen Abbauziele einfließen.
22. Februar 2025
Bei Brose-Erweiterung geht es in kleinen Schritten voran
Seit Monaten schon rätseln die Bamberger, wie es mit der Brose-Erweiterung am Berliner Ring weitergeht. 60 Millionen Euro hat sich der Fahrzeug-Zulieferbetrieb und drittgrößte Bamberger Arbeitgeber die Erweiterung kosten lassen. Bisher ist nicht klar, welche Abteilungen dort untergebracht werden. Nun wurde immerhin der dazugehörige Kindergarten eingeweiht – und dabei zeigte sich das Management ungewohnt selbstkritisch.
29. Januar 2025
Stellenabbau bei Schaeffler: Nun ist klar, wie es weitergeht
Der Schock bei Schaeffler hat sich noch nicht gelegt: Auch in Herzogenaurach werden mehr als 700 Stellen wegfallen. Nun liegen die ersten konkreten Pläne auf dem Tisch. In Deutschland werden wohl 2800 Jobs wegfallen. Stark treffen werden die hauptsächlich auf die Funktionsbereiche und Zentralabteilungen abzielenden Abbaupläne die fränkischen Standorte Schweinfurt und Herzogenaurach. In Unterfranken, dem Hauptsitz der Sparte „Bearings & Industrial Solutions“, sollen 472 Stellen wegfallen (eventuell sogar bis zu 700), am größten deutschen Standort und zugleich Zentrale der Schaeffler-Gruppe in Herzogenaurach sogar 701 Stellen. Nicht betroffen sind wohl unter anderem die Standorte in Höchstadt und Hirschaid.
16. Januar 2025
Bei Brose bekommen die Angestellten den Unmut des Chefs ab
Kein Homeoffice mehr! In einer Betriebsversammlung hat Michael Stoschek eine Ansage ganz im Stile Elon Musks gemacht. Aber wie sollen alle Mitarbeiter wieder verpflichtet werden, wieder zurück ins Büro zu kommen? Immerhin gibt es geltende Vereinbarungen. Der Brose-Chef nannte Musk explizit als Vorbild, als er in der Brose-Betriebsversammlung am 17. Dezember 2024 in Coburg angekündigt hat, auch bei Brose Homeoffice zu streichen.
Böse Zungen lästern schon, man versuche, mit Gewalt das neue Brose-Gebäude am Berliner Ring zu bevölkern, für das es noch immer keine Verwendung gibt.
27. Dezember 2024
Erwartungen an 2025 sind nicht nur negativ
2024 war für die Bamberger Industrie ein Krisenjahr mit über 1600 bedrohten Stellen, vor allem in der Autozuliefererbranche. Experten warnen vor weiteren Problemen in 2025, aber durch Arbeitskräftemangel finden viele Betroffene schnell neue Jobs in anderen Branchen.
17. Dezember 2024
Stellenabbau bei Brose: Gereizte Stimmung in der Betriebsversammlung
Ein dünnhäutiger Michael Stoschek und verunsicherte Beschäftigte: Vor der Betriebsversammlung in der Coburger Brose-Zentrale am Dienstag, 17. Dezember 2024, ist die Anspannung deutlich spürbar – denn Stellenabbau und Sparprogramme sind die Mittel der Wahl in der Krise.
Am Dienstagnachmittag dringen dann die ersten Zahlen und Infos aus der Betriebsversammlung. Michael Stoschek sei sehr wütend gewesen, erzählen Insider. In Deutschland will Brose rund 700 Stellen abbauen. Auch die Standorte Coburg, Bamberg, Hallstadt und Würzburg sollen betroffen sein.
10. Dezember 2024
Die Verwaltung bei Brose soll deutlich schlanker werden
Brose hat 60 Millionen Euro in ein neues Zukunftszentrum in Bamberg investiert, das bisher leer steht, während Unsicherheit über Stellenabbau und eine klare Strategie die Belegschaft verunsichert. Rund 240 Stellen sollen in Bamberg wegfallen, und die Führung um Michael Stoschek versucht, das Unternehmen in der Krise neu zu positionieren – zwischen Kritik an zu viel Verwaltung und Hoffnung auf Innovation.
6. Dezember 2024
Radikale Einschnitte bei Valeo in Ebern
Valeo kürzt Stellen in Franken: In Fischbach sollen mindestens 48, in Ebern 280 Mitarbeiter gehen – teils durch Einsparungen, teils durch direkten Abbau. Während die Belegschaft mit Unsicherheit kämpft, bleibt aus Paris jede Unterstützung aus.
2. Dezember 2024
Bosch Rexroth: Einsparungen nicht so massiv wie befürchtet
Bosch Rexroth hat den ursprünglich geplanten Stellenabbau in Schweinfurt und Volkach von 238 auf 153 reduziert. Der Abbau soll sozialverträglich erfolgen. Durch Verhandlungen wurden massive Investitionen gesichert, die Arbeitsplätze erhalten und Anlagen aus Niedriglohnländern zurückverlagert. Betriebsrat und IG Metall sehen darin ein Signal, dass der Standort Deutschland wettbewerbsfähig bleiben kann, wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer zusammenarbeiten.
25. November 2024
Kritik von der Gewerkschaft: Schaeffler spart ausgerechnet an der Zukunft
Schaeffler will deutschlandweit 2800 Stellen abbauen, was bei Betriebsräten und Belegschaft massive Proteste auslöst. In Bamberg machten 400 Mitarbeiter ihrem Frust über den angekündigten Kahlschlag Luft, besonders über den Abbau in Forschung und Entwicklung, der als Zukunftsraub gesehen wird. Gleichzeitig feierte Schaeffler kürzlich die Übernahme von Vitesco – eine bittere Ironie für die Betroffenen.
18. November 2024
Wohin steuert die Zuliefererindustrie in der Region, Herr Prof. Friesl?
Die Bamberger Autoindustrie steht vor einem gigantischen Umbruch, zwischen alten Verbrenner-Geschäften und neuen Herausforderungen wie Elektromobilität und Digitalisierung. Professor Martin Friesl betont: Die Mobilität der Zukunft ist noch unklar, und ohne radikale Innovationen droht der Wohlstand am Autostandort Deutschland zu bröckeln.
12. November 2024
IG Metall setzt deutliches Lohnplus durch
Nach wochenlangen Warnstreiks und intensiven Verhandlungen hat die IG Metall einen neuen Tarifvertrag durchgesetzt: 5,1 % mehr Lohn in zwei Stufen, eine Einmalzahlung von 600 Euro und überproportionale Erhöhungen für Azubis. Die Gewerkschaft feiert den Kompromiss als Erfolg in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.
Massive Einschnitte bei Bosch-Rexroth in Augsfeld
Bosch Rexroth plant, bis 2027 am Standort Augsfeld 135 von 420 Arbeitsplätzen abzubauen – ein Drittel der Belegschaft. Grund ist die schlechte Auftragslage in der Mobilhydraulik. Der Abbau soll sozialverträglich erfolgen, stößt aber auf Widerstand. Beschäftigte protestierten bei einer „aktiven Pause“ und fordern den Erhalt der Arbeitsplätze.
7. November 2024
Massiver Stellenabbau bei Schaeffler in Herzogenaurach
Schaeffler plant am Hauptsitz in Herzogenaurach den Abbau von rund 700 Stellen, vor allem wegen der Fusion mit Vitesco und genereller Marktprobleme in der Autozulieferer-Industrie. Die Schaeffler-Betriebsratsvorsitzende kritisiert die mangelnde Transparenz und kündigt harte Verhandlungen an. Trotz der Ankündigung bleibt der Schaeffler-Firmensitz in Herzogenaurach weiterhin der zentrale Standort, an dem künftig auch weiter investiert werden soll.
7. November 2024
Schaeffler-Mitarbeiter in Hirschaid besorgt
Schaeffler plant europaweit den Abbau von 4700 Stellen, davon 2800 in Deutschland. Die Standorte Höchstadt und Hirschaid in Oberfranken sind vorerst nicht betroffen, sorgen sich aber wegen ihrer Abhängigkeit vom Verbrennergeschäft. Hirschaid setzt bereits ein Sparprogramm um, das über Freiwilligenregelungen 61 Stellen abbaut. Die IG Metall beobachtet die Situation mit Sorge, da der Druck auf andere Standorte wächst.
5. November 2024
Schaeffler und Vitesco wollen beim gemeinsamen Personal sparen
Schaeffler plant nach der Fusion mit Vitesco den Abbau von 4700 Stellen europaweit, davon 2800 in Deutschland. Besonders betroffen sind die Hauptstandorte Herzogenaurach und Regensburg, wo vorrangig Verwaltungs- und Forschungsbereiche reduziert werden sollen. 600 Millionen Euro will Schaeffler mit dem Personalabbau und den "Synergien" durch die Vitesco-Fusion jährlich einsparen. Der Stellenabbau soll sozialverträglich erfolgen, doch die IG Metall kritisiert die Pläne scharf und fordert Gespräche über Alternativen. Trotz guter Geschäftszahlen in den ersten neun Monaten sieht der Vorstand die Maßnahmen als notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.
Schaeffler-Stellenabbau soll Schweinfurt besonders treffen
Schaeffler plant, europaweit 4700 Stellen zu streichen, davon 2800 in Deutschland. Besonders betroffen ist Schweinfurt, wo bis zu 700 Arbeitsplätze wegfallen sollen. IG Metall und Betriebsräte kritisieren die Entscheidung scharf, da sie trotz zuvor geleisteter Zugeständnisse der Belegschaft, wie Arbeitszeitabsenkungen, kommt. Der Stellenabbau betrifft auch Forschung und Entwicklung, was als riskantes Signal in der E-Mobilitäts-Transformation gewertet wird.
29. Oktober 2024
VW-Krise hat auch Auswirkungen für Brose, Bosch und Schaeffler
Volkswagen plant die Schließung von mindestens drei deutschen Werken und massive Stellenkürzungen, was die gesamte Bamberger Autoindustrie in Alarmbereitschaft versetzt. Regionale Zulieferer wie Bosch, Brose und Schaeffler hängen eng am VW-Auftrag und befürchten gravierende Auswirkungen. Die IG Metall kritisiert Managementfehler und warnt vor einem „Sterben auf Raten“ des Industriestandorts Deutschland.
15. Oktober 2024
Hartes Sparprogramm bei Brose angekündigt
Michael Stoschek will Brose durch ein hartes Sparprogramm effizienter machen: Verwaltung abbauen, Führungsebenen streichen, Automatisierung reduzieren und jüngeren Mitarbeitern mehr Verantwortung übertragen. Ziel ist eine schlankere Organisation, die schneller auf Marktveränderungen reagieren kann, auch wenn dafür in Bamberg und anderswo Stellen abgebaut werden müssen.
Was den Standort Bamberg angeht, ergeben sich in diesen Tagen viele Fragen. Bamberg ist ein verwaltungslastiger Standort. Wie stellt sich der Vorsitzende des Verwaltungsrates den Abbau von Stellen in der Administration konkret vor? Klar ist: Diese Aufgabe sieht Stoschek als zentral für das Sparprogramm an.
14. Oktober 2024
Die Verwaltung bei Brose soll schlanker werden
Brose plant, 950 Verwaltungsstellen an Hochlohnstandorten abzubauen – in Bamberg könnten bis zu 240 Jobs betroffen sein. Der Stellenabbau soll ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolgen, was die IG Metall kritisch sieht. Michael Stoschek strebt eine schlankere Verwaltung an, um das Unternehmen effizienter zu machen, und will Brose für Investoren öffnen, um das Risiko der Eigentümer zu reduzieren.
26. September 2024
Fränkische Autozulieferer zunehmend unter Druck
Die fränkische Autozulieferer-Industrie steht unter enormem Druck: Große Unternehmen wie Bosch, Brose und Schaeffler versuchen, mit Umstrukturierungen und Innovationen in der Elektromobilität zu punkten, während kleinere Zulieferer oft zu wenig Ressourcen für den Wandel haben. Die Lage ist angespannt, von Insolvenzen bis Stellenabbau, während politisch und wirtschaftlich bedingte Unsicherheiten den Wandel zusätzlich erschweren.
Haben wir die Mobilitätswende verschlafen, Herr Prof. Bratzel?
Laut Prof. Stefan Bratzel müssen deutsche Automobilzulieferer innovativer werden, um im globalen Wettbewerb zu bestehen. Der Spagat zwischen alten Verbrennertechnologien und neuen Feldern wie Elektromobilität, Software und autonomem Fahren überfordert viele Firmen. Besonders Brose fehlt eine klare Zukunftsstrategie, während Bosch und Schaeffler besser aufgestellt scheinen. Bratzel fordert außerdem politische Maßnahmen, um hohe Kosten und Bürokratie in Deutschland zu senken.
16. September 2024
280 Mitarbeiter sollen bei Valeo in Ebern gehen
Valeo will in Ebern 280 Stellen abbauen, doch das Freiwilligenprogramm stößt an Grenzen. Kündigungen scheinen unvermeidlich, was die ohnehin angespannte Stimmung weiter verschärft. Die Unsicherheit ist groß, da es an neuen Produkten und langfristigen Perspektiven fehlt. Weder Betriebsrat noch lokale Politiker konnten den Abbau stoppen, während die Belegschaft um ihre Zukunft bangt.
15. Juli 2024
Brose stoppt Ausbau am Berliner Ring in Bamberg
Brose plant, durch Stellenabbau die Personalkosten um zehn Prozent zu senken – betroffen ist vor allem der Entwicklungsbereich in Bamberg. Gleichzeitig wird der Ausbau des neuen Brose-Zentrums am Berliner Ring gestoppt, das nun zunächst leer stehen soll. Kritik kommt von der IG Metall, die das Planungschaos und die Verlagerung von Jobs nach Osteuropa scharf kritisiert. Die Stimmung unter den Mitarbeitern ist angespannt, während die Autoindustrie insgesamt mit rückläufigen Aufträgen kämpft.
9. Juli 2024
Bosch Bamberg: Stellenabbau ja, Kündigungen nein
Bosch trennt sich von Beschäftigten: Von 6150 Mitarbeitern werden in zwei Jahren nur noch rund 5000 in Bamberg arbeiten. Nun gibt es konkrete Pläne, wie der Stellenabbau ablaufen soll. Bosch Bamberg ist trotz schleichendem Stellenabbau und einer alternden Belegschaft gut ausgelastet, vor allem durch die Nachfrage nach Verbrennungsmotoren. Bis 2026 soll es trotz Stellenabbau keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Betriebsrat und Geschäftsleitung arbeiten an Strategien zur Beschäftigungssicherung, während Herausforderungen wie hohe Energiekosten und internationaler Wettbewerbsdruck bleiben.































































