Fragen und Antworten
Steht uns der Höhepunkt der Sommerwelle noch bevor?
Im Landkreis gibt es aktuell 1459 Corona-Fälle.
Im Landkreis gibt es aktuell 1459 Corona-Fälle.
Foto: dpa
Forchheim – Die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Kreis Forchheim steigt wieder an - und die Dunkelziffer dürfte enorm sein. Was bedeutet das für Schule und Kita?

Aktuell gibt es laut Forchheimer Landratsamt 1459 aktive Fälle. Pressesprecherin Kathrin Schürr hat mit uns über Inzidenzen, die Sommerwelle und die Dunkelziffer von Infizierten gesprochen.

1. Wie ist aktuell die Corona-Lage?

Die Zahlen im Landkreis Forchheim sind laut Schürr zuletzt gestiegen. Während die Inzidenz am 28. Mai noch bei 249,6 lag, ist sie mittlerweile (Stand 28. Juni) auf 696,4 geklettert. Ob dies mit den Urlaubsrückkehrern oder Großereignissen wie der Erlanger Bergkirchweih zusammenhängt, könne sie nicht eindeutig aufklären. Sechs Personen sind aktuell laut Schürr im Klinikum Forchheim–Fränkische Schweiz auf Normalstation untergebracht, 14 in Kliniken außerhalb des Landkreises.

2. Sind Kindergärten oder Schulen deshalb wieder von (Teil-)Schließungen betroffen?

Schulen und Kindergärten sollen durch geeignete Hygienekonzepte und auch durch die Impfempfehlung der Stiko für 5- bis 7-jährige Kinder nicht mehr geschlossen werden. „Diese Impfempfehlung wurde vorsorglich ausgesprochen, weil ein erneuter Anstieg im kommenden Herbst bzw. Winter zu erwarten ist“, sagt Schürr. Ein krankheitsbedingter Personalengpass könne im Einzelfall jedoch zu einer vorübergehenden Teilschließung führen.

3. Ist der Höhepunkt der Sommerwelle im Landkreis bereits erreicht?

Dies sei von vielen Faktoren, wie zum Beispiel der Übertragbarkeit des Virustyps, dem Verhalten der Bevölkerung oder der Durchimpfungsrate abhängig. „Wir rechnen aber noch mit steigenden Fallzahlen.“

4. Gehen Sie davon aus, dass es eine hohe Dunkelziffer von Infizierten gibt, die sich nicht beim Gesundheitsamt melden?

Für Schürr ist es allgemein bekannt, dass viele Bürger, die sich selbst positiv testen, keine PCR mehr durchführen lassen. „Nach zwei Jahren Pandemie haben wir den Eindruck, dass die Mehrzahl der Bürger und Bürgerinnen vernünftig und selbstverantwortlich mit der Corona-Infektion umgehen kann.“ Es gebe aber auch asymptomatische Personen, die selbst nicht wissen, dass sie gerade für andere Menschen eine Gefährdung darstellen.

5. Steigt angesichts der hohen Zahlen auch wieder die Nachfrage im Impfzentrum?

Es wird wieder mehr geimpft. Das bestätigt Laura Trummer, Leiterin des Impfzentrums. „Man merkt, dass Corona bei den Leuten wieder im Gespräch ist“, sagt Trummer. Die Stiko empfiehlt eine Auffrischimpfung für ab 70-Jährige, Bewohner und Betreute in Pflegeeinrichtungen und für Personen mit Immundefizienz. Das Impfzentrum ist montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr sowie 14 bis 18 Uhr geöffnet, samstags 9 bis 12 und 14 bis 18 Uhr und sonntags 9 bis 12 Uhr.

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