Neun Tester, fünf Biere, ein Ziel – schon mal den eigenen Favoriten unter den Festbieren finden. Bald hat das Warten ein Ende: Vom 25. Juli bis zum 4. August ist endlich Annafest. Dann wird der Kellerwald wieder zum Treffpunkt für Familien, Freunde, alte und neue Bekannte, Genießer und Feierwütige. Was dabei auf keinen Fall fehlen darf, sind die vielen verschiedenen Annafest-Biere.
Im Rahmen der traditionellen FT-Bierprobe durften ausgewählte Teilnehmer bereits eine Auswahl der diesjährigen Festbiere blind verkosten. Mit dabei waren die Forchheimer Bierkönigin Karolin I., Zweiter Bürgermeister Udo Schönfelder, FT-Redaktionsleiterin Franziska Rieger sowie fünf FT-Leser, die vorab bei einem Gewinnspiel ausgelost worden waren. Melanie Streit, Bierbotschafterin und Bier-Sommelière, führte durch den Nachmittag. Unterstützung gab es außerdem von „King Alladooch“, Ulli Raab, der unter anderem die Biere organisierte.
FT-Bierprobe: Fünf Annafest-Biere im Test
„Wir haben 17 verschiedene Festbiere“, beschreibt Raab die breite Bierauswahl zum Annafest. Bei der Bierprobe standen vor allem die Forchheimer Biere im Fokus: Neder, Hebendanz und Greif waren mit dabei. Ergänzt wurde die Test-Runde durch das Annafest-Bier der Brauerei Rittmayer und das Eichhorn Bier, das von der Brauerei Hertl nach althergebrachtem Rezept gebraut wird.
Nach einer kurzen Einleitung von Melanie Streit durften die Bierverkoster das erste Festbier probieren. Dabei wurde neben dem Geschmack auf viele kleine Details geachtet: Wie riecht das Bier? Wie sieht die Farbe aus, wenn man das Glas gegen das Licht hält? Wie verhält sich der Schaum? Auch Bier-Fans lernten so ihr Lieblingsgetränk noch einmal von einer ganz anderen Seite kennen. Auf einem Bewertungsbogen konnten sich die Teilnehmer Notizen zu jedem der fünf Biere machen und Kriterien wie Farbe, Geruch, Schaum, Bierstil, Geschmack und Rezenz bewerten. Letzteres beschreibt, wie sehr das Bier beim Trinken durch die Kohlensäure prickelt.
Zitronig bis nussig – so unterschiedlich sind die Annafest-Biere
Schon zwischen den ersten beiden Festbieren erkannten die Teilnehmer deutliche Unterschiede. Bier Nummer zwei roch deutlich mehr nach Malz und war auch geschmacklich süßer. „Es ist nicht so hopfig“, so Streit. Sorgen, dass die Häppchen am Tisch den Geschmack verfälschen, müsse man sich übrigens eher nicht machen, erklärte die Bier-Sommelière auf Nachfrage. Nur auf scharfes Essen oder Zähneputzen sollte man direkt vor einer Bierprobe verzichten. Außer vielleicht, mit einer „hopfenlastigen Zahnpasta“ scherzte Udo Schönfelder und die Teilnehmer überlegten, ob das nicht ein Produkt für Forchheim wäre.
Beim dritten Bier entdeckten die Biertester Aromen, die man bei Bier nicht sofort vermuten würde, wie unter anderem Walnuss und Lakritze. „Das Bier aus so einem Glas schmeckt komplett anders als aus einem Steinkrug“, erklärte Streit. Durch den dünnen Glasrand könne man mehr Nuancen herausschmecken.
So schön war die Bierprobe im Kellerwald
Welches Bier überzeugt, darüber herrschte am Tisch teils Einigkeit, teils gingen die Meinungen auseinander. Besonders das vierte Bier in der Reihe erfreute sich allerdings großer Beliebtheit. Nicht zu süß, nicht zu herb – so der Konsens. „Ich glaube, von der Nummer vier trinken wir dann noch eins“, erklärte Teilnehmer und FT-Leser Reinhold Trautner.
Das letzte Bier überraschte schließlich mit einer spritzigen, zitronigen Note. Es war auch das einzige der Festbiere, dass etwas trüber war. Welche Brauerei das wohl gebraut hat? Mit Vermutungen hielten sich die Teilnehmer größtenteils zurück.
Bildergalerie: Die FT-Bierprobe im Kellerwald
Zum Schluss folgte die Auflösung durch Ulli Raab: Welches Bier verbarg sich hinter welcher Nummer? Zum Sieger kürten die Teilnehmer in der Blindverkostung einstimmig das Festbier der Brauerei Greif. Den zweiten Platz belegte das Eichhorn-Bier. Bei den anderen Festbieren gingen die Meinungen über weitere Favoriten auseinander.
Teilnehmer begeistert von den Festbieren
„Ich hätte gedacht, dass sie ähnlicher sind“, resümiert Teilnehmerin und FT-Leserin Michaela Guttzeit über die verschiedenen Festbiere. Für sie war es die erste Bierprobe in dieser Form. „Das war ein sehr schöner Nachmittag“, findet Stefan Stöhr aus Gosberg. Ihn habe es weniger überrascht, dass die Festbiere so unterschiedliche schmecken. „Das ist ja alle Jahre so, dass die einzelnen Brauereien ihre eigene Richtung kreieren“, so Stöhr.
Auch die Forchheimer Bierkönigin Karolin Kübel zeigt sich begeistert. „Ich habe oft fünf Punkte – also das beste, was man geben konnte – vergeben. Unsere Forchheimer Biere halt“, erklärt sie lachend.



































