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Unter neuer Eigentümerin
Neueröffnung: Großer Andrang auf Sommerkeller in Weilersbach
Stefanie Thielmann hat Grund zum Strahlen, hier mit zwei Portionen Obatzder in den Händen. Thomas Weichert
Stefanie Thielmann hat Grund zum Strahlen, hier mit zwei Portionen Obatzder in den Händen. Thomas Weichert // 
Weilersbach – Nach Jahren des Leerstands herrscht wieder Leben auf dem ehemaligen „Schütz Keller“ in Weilersbach. Wirtin Stefanie Thielmann nahm diesen in Betrieb. Die Freude hierüber war bei den Gästen groß.

Es kommt zusammen, was zusammengehört: Am Samstag erwachte eine Traditionsstätte der regionalen Felsenkeller-Kultur aus dem Dornröschenschlaf und der Ansturm war riesig. Der ehemalige „Schütz Keller“ am Annaberg öffnete unter dem neuen Namen „Sommerkeller Weilersbach – St.-Anna-Garten“ wieder seine Pforten.

Neueröffnung: Großer Andrang auf Sommerkeller in Weilersbach

In der Küche steht mit Stefanie Thielmann eine Wirtin, die ihre absolute Leidenschaft zum Beruf macht. Wer in den vergangenen Jahren in der regionalen Biergartenszene unterwegs war oder den sozialen Medien folgt, kennt sie vermutlich schon: Unter dem Namen „Biergartengretel“ dokumentiert Stefanie „Steffi“ Thielmann auf Instagram und in ihrem Blog seit langem die Felsenkeller der Region. Sie fotografierte, beschrieb und ergründete, was diese Orte so magisch macht.

„Es sind Orte, an denen Menschen zusammenkommen. Orte, die fest zu unserer Landschaft gehören“, schwärmt die neue Wirtin. Zeit hatte sie nicht länger, mit unserem Reporter zu sprechen. Denn sie war in der kleinen Küche voll beschäftigt um die zünftigen Brotzeiten für die vielen Gäste herzurichten. 

Wirtin Thielmann hat mit „so einem Ansturm“ nicht gerechnet

„Mit so einem Ansturm habe ich in meinen kühnsten Träumen nicht gerechnet“, sagt sie mit zwei Tellern Obatzter in der Hand. Die Preise für die reichlichen Portionen und das Bier von den Brauereien Friedmann und Greif sind moderat.

Die neue Wirtin setzt ganz bewusst auf die traditionelle fränkische Linie: eine ehrliche, gute Brotzeit, kühles Bier und eine einladende, unaufgeregte Atmosphäre. Der „Sommerkeller Weilersbach – St.-Anna-Garten“, wie er nun heißt, soll wieder das werden, was er im Grundbuch schon immer war: ein Ort der Ruhe, der Geselligkeit und der Heimatliebe. Besondere Freude herrscht am Stammtisch der Kartelbrüder die schon vor der Coronazeit hier ihren Stammtisch hatten. Denn so lange war der Keller zu.

 

Die Gastronomie ist für Thielmann kein Neuland. In den vergangenen Jahren sammelte sie reichlich Erfahrung in verschiedenen Biergärten und Restaurants der Umgebung – nicht aus Notwendigkeit, sondern aus purem Herzblut. Als der geschichtsträchtige Schütz Keller zum Verkauf stand, fackelte die leidenschaftliche Kellergängerin nicht lange. Ende Mai wurde der Notarvertrag unterzeichnet, und aus der Begeisterung wurde Ernst.

Dass die Gemeinde Weilersbach und das nahe Reifenberg eine reiche Kellertradition besitzen – vom Reifenberger Keller über den Hutkeller bis zum Schütz Keller –, zeigt, wie tief verwurzelt die Kultur hier ist. Umso größer war die Freude in der Gemeinde über die Nachricht der Wiederbelebung. In den vergangenen Wochen und Monaten wurde auf dem Gelände am Annaberg fleißig gearbeitet und alles auf den modernsten Stand gebracht.

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