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Dreikönigschwimmen in Ebs
5 Grad: 60 mutige Schwimmer wagen sich in eiskalte Wiesent
Beim 34. Dreikönigschwimmen in der Wiesent in Ebermannstadt wagten sich rund 60 tapfere Teilnehmer in fünf Grad kaltes Wasser.
Beim 34. Dreikönigschwimmen in der Wiesent in Ebermannstadt wagten sich rund 60 tapfere Teilnehmer in fünf Grad kaltes Wasser. // Pia Lengenfelder
Signet des Fränkischen Tags von Pia Lengenfelder
Ebermannstadt – Eiswasser, Fackeln und jede Menge Mut: Beim 34. Dreikönigschwimmen in der Wiesent in Ebermannstadt wagten sich rund 60 tapfere Teilnehmer in fünf Grad kaltes Wasser – ein echtes Winterabenteuer.

Tolles Wetter und fast schon milde Temperaturen boten ideale Bedingungen für das traditionelle Dreikönigschwimmen in der Wiesent, das am Montag, 6. Januar 2025, stattfand. Veranstaltet vom Tauchsportclub Ebermannstadt hat sich das Event aus einer spontanen Stammtischidee vor 36 Jahren zu einem festen Bestandteil im Veranstaltungskalender des Clubs etabliert.

Norbert Held, der Vorstand des Tauchsportclubs, ist seit 30 Jahren leidenschaftlicher Taucher und plant für dieses Jahres seinen 1111. Tauchgang. Er erinnert sich an ein Dreikönigschwimmen in den 90er Jahren, bei dem die Teilnehmer Eisplatten auf der Wiesent durchbrechen mussten – ein Kraftakt, der dieses Mal ausblieb. Doch auch ohne Eis bleibt die Wiesent mit geschätzten 5 Grad eine eisige Herausforderung. Dank halbtrockenen Neoprenanzügen konnten sich die Teilnehmer jedoch gut vor der Kälte schützen.

Hier gibt es die Bildergalerie vom Dreikönigschwimmen:

Dreikönigsschwimmen in EbermannstadtDreikönigsschwimmen in Ebermannstadt
 // FOTOGALERIE Pia Lengenfelder
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Beim 34. Dreikönigschwimmen in der Wiesent in Ebermannstadt wagten sich rund 60 tapfere Teilnehmer in fünf Grad kaltes Wasser.
Beim 34. Dreikönigschwimmen in der Wiesent in Ebermannstadt wagten sich rund 60 tapfere Teilnehmer in fünf Grad kaltes Wasser. // FOTOGALERIE Pia Lengenfelder
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Unter den Zuschauern war auch Bürgermeisterin Christiane Meyer, die sich das Dreikönigschwimmen gerne ansieht. „Es ist die letzte Veranstaltung, bevor es im Rathaus wieder losgeht“, erklärte sie und ergänzte: „Irgendwann werde ich auch mit ins Wasser gehen.“

Nachwuchs auf kaltes Wasser im Winter vorbereiten

Udo Bramel von der Wasserwacht sieht die Veranstaltung nicht nur „als riesengroße Gaudi“. „Für uns als Wasserwacht macht es richtig Sinn, bei dieser Veranstaltung mitzumachen. So wissen die jungen Leute, die später Rettungstaucher werden, wie es ist, im Winter ins Wasser zu gehen“, erklärt er den zusätzlichen Nutzen der Veranstaltung.

Gabi Gärtner versorgte die Teilnehmer nicht nur mit Glühwein, sondern auch mit selbstgemachten Blätterteigteilchen, die sie liebevoll ausgestochen hat. Sie ist seit 20 Jahren beim Dreikönigschwimmen mit dabei und war bis vor fünf Jahren selbst aktive Teilnehmerin. „Jetzt sollen die Jungen ran“, meinte sie lachend.

Mit Fackeln und Musik ins eiskalte Wasser

Um kurz nach 16 Uhr kletterten rund 60 mutige Männer und Frauen die Böschung beim Ebser Mare in Rothenbühl hinunter. Ausgestattet mit leuchtenden Fackeln, einer wummernden Musikbox und einem Gummireifen, der als Bar umfunktioniert wurde, ließen sie sich von der Strömung treiben.

Claudia Nützel von der Kreiswasserwacht Forchheim versicherte, dass es bisher keine schwerwiegenden Vorfälle gab. Hin und wieder gebe es leichte Unterkühlungen und Schwimmer müssten vorzeitig abbrechen. Sie ist mit ihrem Kollegen Michael Ebner im Einsatz, um die Teilnehmer dann entsprechend zu versorgen. Michael Ebner erläuterte: „Wir halten immer zusammen – es wird niemand zurückgelassen.“

35 bis 50 Minuten dauert es

Die 2,7 Kilometer lange Strecke legen die Teilnehmer je nach Wasserstand und Strömung in 35 bis 50 Minuten zurück. Der Wasserstand variiert zwischen 20 Zentimeter und über zwei Metern. Ein kurzer Ausstieg erfolgt beim Streichwehr, welches umgangen werden muss. Nach einem kurzen Fußmarsch geht es zurück ins eisige Wasser und weiter bis zum Endausstieg an der Brücke Zum Breitenbach.

Lukas Held, der Sohn von Vorstand Norbert Held, ist heute zum ersten Mal mit dabei. Er hat im August 2024 seinen Tauchschein in Ägypten gemacht und ist bei einem seiner Tauchgänge sogar einem Tigerhai begegnet. Der 16-Jährige ist einer der jüngsten Teilnehmer und schätzt beim Tauchen besonders die Stille. „Keiner kann mir sagen, mach dies, mach das. Das gefällt mir. Und natürlich auch die Unterwasserwelt, die vielen Fische und die Riffe“, ergänzte er.

Seine Premiere beim Dreikönigschwimmen hat ihm viel Spaß gemacht. „Es war frisch, aber super – ich kann es jedem nur empfehlen.“

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