Der Kraftakt des Sportkegelclubs 67 Eggolsheim hat sich gelohnt. Am Samstag zogen die Kegler von der alten Kegelbahn, Hauptstraße 33, zum neuen Sportzentrum, Am Sportfeld 6, um. Zahlreiche Politiker, Ehrengäste und Besucher begleiteten die Sportler beim Umzug zu ihrer neuen Sportstätte. „Ich bin nach den langwierigen, kräftezehrenden und bürokratischen Vorgängen sehr froh, dass die Baumaßnahme abgeschlossen werden konnte und der Markt Eggolsheim ein sportliches Schmuckstück vorweisen kann“, sagte Vorsitzende Melanie Schwarzmann vom SKC 67 Eggolsheim über die Fertigstellung der modernsten Bundeskegelbahn im Landkreis Forchheim.
Einweihung für Bundeskegelbahn des SKC 67 in Eggolsheim
„Ein Traum geht für den SKC 67 heute in Erfüllung“, sagte Bürgermeister Claus Schwarzmann in seiner Begrüßung. Der Kegelsport in Eggolsheim wurde durch den im Jahre 1967 gegründeten Sportkegelclub aus der Taufe gehoben. Gleich darauf startete der Verein in die Saison 1967/68 mit der Teilnahme am Spielbetrieb des Vereins Bamberger Sportkegler. 1974 wurde die Damenmannschaft gegründet und der Grundstein für die ersten Erfolge gelegt. Die Mitgliedzahlen wuchsen stetig, so dass man 1985 mit dem Bau einer Vier-Bahnen-Anlage begann und diese mit Fleiß fertigstellte. 30 Jahre bestritten die Kegler ihre Heimspiele auf der Kegelbahn „Schwarzes Kreuz“ inmitten des Eggolsheimer Ortskerns.
2,8 Millionen Euro für Bundeskegelbahn in Eggolsheim
Es geht auch um viel Geld, um 2,8 Millionen Euro. Umsetzbar war das Großprojekt für den Verein nur, weil die Vertreter aus der Politik dieses mit unterstützt haben. Der Ersatzneubau der Bundeskegelbahn für den SKC Eggolsheim ist unter die Top 10 der förderfähigen Projekte des Investitionspaktes zur Förderung von Sportstätten in Bayern gekommen. Ein Dank der Verantwortlichen ging deshalb an die Vertreter aus der Politik, insbesondere MdL Michael Hofmann (CSU) und die Bundestagsabgeordneten Thomas Silberhorn (CSU) und Andreas Schwarz (SPD). Ohne so ein Sonderprogramm wäre das nicht möglich gewesen, sagte Bürgermeister Schwarzmann. Einen besonderen Dank richtete Schwarzmann an den Geschäftsleiter der Marktgemeinde, Stefan Loch, und Bauamtsleiter Oliver Eppenauer, die den Verein bei der Beantragung der Fördermittel unterstützt haben. Schwarzmann verwies darauf, dass auch der Verein sich mit Eigenleistung und erheblicher finanzieller Beteiligung eingebracht habe. 80 Prozent des Stroms werde selbst erzeugt und der Rest ökologisch zugekauft.
MdB Thomas Silberhorn erinnerte daran, dass die Förderung von Sportzentren beim Bund nicht vorgesehen sei. Doch in der Corona-Zeit hätte man eine Ausnahme gemacht. Andreas Schwarz und der Verein kennen sich noch aus der Zeit, als der SKC 67 die Hauptsmoorhalle in Strullendorf nutzte, um dort zu trainieren, bis man eine eigene Kegelbahn in Eggolsheim bezog. MdL Michael Hofmann sagte: „Viele machen gemeinsam, was einer allein nicht hinbekommt. Nur so kann man über den sportlichen Gedanken und Zusammenhalt etwas erreichen. Der SKC 67 kann mächtig stolz sein.“
Und dann wurde es emotional, denn Vorsitzende Melanie Schwarzmann dankte allen Mitgliedern, die das Projekt begleitet und mitgeholfen hatten. „Das Gebäude gehört der Gemeinde“, sagte sie, „wir durften es aber nach unserer Vorstellung bauen. Wir legen heute den Grundstein für unsere Zukunft und die unserer Kinder.“
Bundeskegelbahn in Eggolsheim: Damenmannschaft in 2. Bundesliga
Die ersten Kugeln auf den Bahnen warfen Melanie Schwarzmann, ihre Stellvertreterin Selina Parzefall, Michael Hofmann und Claus Schwarzmann. „Wir haben zwischenzeitlich eine internationale Abnahme beantragt für internationale Sportveranstaltungen“, berichtete die Vorsitzende. Die Mitgliederzahl sei inzwischen auf 200 angestiegen. Davon seien 90 Aktive in elf Mannschaften. Die Herren spielen in der Bayernliga und die Damen in der 2. Bundesliga. Im Juni wird mit einem Eröffnungsspiel die Anlage offiziell für den Betrieb freigegeben. Der Wettkampfbetrieb beginnt im September. Zu Ehrenmitgliedern im Verein wurden zudem ernannt: Walter Bessler, Renate Buss, Peter Haske und Richard Mürschberger.













