Leben des Künstlers
Neue Ausstellung im Felix-Müller-Museum öffnet
„Pans Lust und Orfeus Leid“ heißt die neue Museumsausstellung.
„Pans Lust und Orfeus Leid“ heißt die neue Museumsausstellung.
Foto: Felix-Müller-Museum
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Neunkirchen am Brand – Eine neue Ausstellung im Felix-Müller-Museum würdigt das Vermächtnis des Bildhauers und Malers. Eine Gedächtnisfeier erinnert an den Künstler.

„Pans Lust und Orfeus Leid“ heißt die neue Ausstellung im Felix-Müller-Museum: Sie würdigt das Vermächtnis des Bildhauers, Malers und Neunkirchner Ehrenbürgers, Felix Müller, der am 29. Oktober vor 25 Jahren verstarb.

Felix Müller war Ehrenbürger von Neunkirchen am Brand

Felix Müller (1904 bis 1997) war „ein Mensch, der das Leben in all seinen Höhen und Abgründen erlebte und das Schreckliche und das Schöne zutiefst empfand und künstlerisch in einer Originalität umsetzte“, wie es laut der Pressemitteilung des Museums nur wenigen Künstlern gelingt.

Ausstellung spannt einen Bogen

Die Ausstellung spannt den Bogen zwischen den Polen seiner Befindlichkeiten, die er unter anderem auf der Ebene der klassischen Mythologie zum Ausdruck brachte.

An den Erfahrungen des Krieges trug der Künstler Zeit seines Lebens. Armut und das schwere Schicksal seines Vaters zeichneten sein junges Dasein. Das Leid der Kreaturen ging ihm, als natur- und tierliebenden Mensch, zu Herzen.

Treusorgende Gefährtin und Muse

Glücklicherweise gab es für ihn auch stärkende Erfahrungen: die innige Verbindung zu seiner Mutter, die ihm von ihrem bescheidenen Einkommen Geigenunterricht ermöglichte, sowie seine Frau Gertrud, die ihm als treusorgende Gefährtin und Muse zur Seite stand.

Deren Stiftung aus der Erbschaft ihrer Schwester bot schließlich die Basis, das künstlerische Lebenswerk ihres Mannes in Neunkirchen zu bewahren.

 

Porträts der Mutter und seiner Frau Gertrud

Die Ausstellung zeigt Porträts der Mutter und seiner Frau Gertrud sowie Selbstbildnisse aus verschiedenen Lebensphasen. Mit ihnen scheint Müller − oft anlässlich seiner Geburtstage − sein jeweiliges Lebensgefühl gespiegelt zu haben.

Dass er auch in Kriegszeiten nicht das Verlangen nach Lebenslust verlor, beweist die Werkreihe eines zärtlichen Schäferstündchens unter dem Titel „Die Stunde des Pan“.

Neu erworbene Skulptur „Orfeus u. Eurydike“ wird präsentiert

Unter anderem erstmals präsentiert wird die neu erworbene Skulptur „Orfeus u. Eurydike“, die Felix Müller 1955 für Georg Kanzler (1894 bis 1975), Heimatforscher, Schriftsteller und Pfarrer von Leutenbach, schuf. Ebenso hat eine Schenkung, ein großes allegorisches Familienbild aus Forchheim, seinen farbkräftigen Debütauftritt im Museum.

Wer sich fragt, warum in ihm die mythologischen Helden Ikarus und Prometheus auftreten, sollte Felix Müller auf der Gratwanderung zwischen Form und Inhalt folgen. Exemplarische Werkbetrachtungen dienen vor Ort als Anregung.

Ausstellung bis 12. Februar

Die Ausstellung dauert bis zum 12. Februar und ist geöffnet immer sonntags von 15 bis 17 Uhr und montags (ausgenommen an Feiertagen) von 10 bis 14 Uhr. Führungen finden nur auf Nachfrage statt.

Anmeldungen dazu sind möglich unter den Telefonnummern 09134/ 908042 und 09561/4274359 oder per Mail an regina.urban@neunkirchen-am-brand.de

Der 25. Todestag des Künstlers ist dann Anlass für weitere Würdigungen

Am 22. Oktober findet von 14 bis 14.30 Uhr eine Gedächtnisfeier auf dem Großenbucher Friedhof statt, anschließend von 15 bis 17 Uhr öffnet die von Müller vielfältig ausgestattete Katharinenkapelle in Neunkirchen.

Am 29. Oktober um 19 Uhr findet im Felix-Müller-Museum eine Lesung zum Leben des Künstlers von Peter Lichtenberger statt, veranstaltet vom Freundeskreis Kunst u. Kultur. Am 30. Oktober wird um 10.30 Uhr eine Messe für Felix Müller in St. Michael gelesen, bestellt vom Freundeskreis Kunst u. Kultur.

 

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