Bei strahlendem Sonnenschein strömten die Besucher am Samstagnachmittag in den Forchheimer Kellerwald. Neben gemütlicher Stimmung lockte in diesem Jahr auch ein besonderes Highlight. Die Amtszeit der 10. Forchheimer Bierkönigin, Luisa I., ging zu Ende und sie übergab ihren Thron an ihre Nachfolgerin. Die Krönung und der offizielle Bieranstich fanden auf der Bühne am Greif-Keller statt.
Kellerwald-Bürgermeister Udo Schönfelder lobte in seiner Ansprache die stets gute und professionelle Zusammenarbeit mit der abdankenden Bierkönigin Luisa I. Außerdem warf er schon mal einen Blick voraus in Richtung Annafest. In diesem Jahr findet seit längerem wieder der große Annafestzug statt. „Mit ungefähr 4000 Teilnehmern und über 15.000 Zuschauern. Lassen Sie sich das nicht entgehen“, betonte Schönfelder.
Emotionaler Abschied: Bierkönigin Luisa I.
Kurz darauf wurde es besonders emotional: Gleich mehrere extra angereiste Produktköniginnen, darunter die ehemalige Kirschenkönigin Lena I., hielten eine sehr persönliche Abschiedsrede für ihre Kollegin. Die vielen Anekdoten machten einmal mehr deutlich, wie viel Zeit und Engagement hinter dem Amt steckt.
„Aus anfangs geplanten 25 bis 30 Terminen pro Saison wurden letztendlich 169 Termine. Mit dem Auto, Bus, Bahn und sogar Seilbahn bin ich 17.532 Kilometer unterwegs gewesen“, resümierte die ehemalige Forchheimer Bierkönigin Luisa I. in ihrer letzten Rede. Ihrer Nachfolgerin gab sie gute Wünsche mit auf den Weg: „Sei neugierig, sei offen, aber sei vor allem immer du selbst – mit Krone und mit Herz.“
Neue Bierkönigin überrascht mit Kellerwald-Hymne
Dann wurde es ernst für die neue Forchheimer Bierkönigin. Unter großem Applaus wurde die 19-jährige Karolin Kübel begrüßt. Direkt nach ihrer Krönung überraschte Karolin I. mit einem besonderen Auftritt: statt zum Hammer für den Bieranstich griff sie zunächst zum Mikrofon.
Kübel singt leidenschaftlich gern, sie hat den musikalischen Zweig am Herder-Gymnasium Forchheim besucht und ist seit diesem Jahr Aushilfssängerin bei der Partyband „Blechstreetboys“. Dadurch sei zusammen mit Franz Streit die Idee entstanden, ein Lied zu kreieren, erklärte Nico Cieslar, Leiter des Tourismusmanagements bei der Stadt.
Noch vor dem Anstich gab Karolin I. die neue Kellerwald-Hymne zum Besten. Der Song, der mit Unterstützung von KI geschrieben wurde, wird in Zukunft wohl häufiger im Kellerwald zu hören sein. „Ein Krug in der Hand, ein Lächeln im Gesicht. Im Kellerwald, da blüht das Licht“, spätestens nach der Gesangseinlage hatte Karolin I. die Forchheimer von sich überzeugt.
Musikalische Überraschung bei der Kellerwalderöffnung
Karolin Kübel ist Forchheims 11. Bierkönigin
„Ich kann es noch gar nicht fassen, aber ich bin richtig stolz, dankbar und glücklich. Die Stimmung ist super und ich freue mich auch, so richtig gut hier bei den Leuten angekommen zu sein. Und ich bin gespannt, wie es weitergeht“, erzählt die 19-Jährige nach ihrem ersten offiziellen Auftritt strahlend.
Wie es ist, im Mittelpunkt zu stehen, konnte Karolin Kübel bereits im vergangenen Jahr als Forchheimer Weihnachtsengel lernen. Mit der Wahl zur Bierkönigin wird für sie jetzt ein Kindheitstraum wahr. Die 19-Jährige ist in Bammersdorf aufgewachsen. „Da musste ich nur den Berg runterrutschen und war schon auf dem Kellerwald“, erzählt sie. „Da war schon immer der Gedanke da, dass ich irgendwann mal Weihnachtsengel werden will und dann Bierkönigin.“

















