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Fränkisches Wunderland
So geht es im Freizeitland Plech weiter
Noch ist der Eingangsbereich des „Fränkischen Wunderlands“ ein trauriger Anblick.Forchheim & Fränkische Schweiz
Noch ist der Eingangsbereich des „Fränkischen Wunderlands“ ein trauriger Anblick. // Thomas Weichert/Archiv
Signet des Fränkischen Tags von Thomas Weichert
Plech – Aus dem einstigen Wunderland in Plech soll eine Vergnügungsstätte für Familien rund um das Thema Erdbeeren werden. Die Eröffnung ist für 2026 geplant.

Viele Jahre war der weithin bekannte Freizeitpark „Fränkisches Wunderland“ bei Plech geschlossen. Verschiedene Versuche, die Freizeitattraktion mit der Westernstadt und dem Märchenwald an der A 9 wiederzubeleben, scheiterten.

Gute Nachricht kommt im Frühjahr

Dann die Sensation im Frühjahr diesen Jahres: Während einer Pressekonferenz in Bernheck hatte Bürgermeister Karlheinz Escher verkündet, dass die Karls Markt OHG mit Sitz im mecklenburgischen Rövershagen das etwa zwölf Hektar große Freizeitparkgelände vom Markt Plech erworben hat und aus dem einstigen „Wunderland“ ein „Karls-Erlebnisdorf“ machen will. Bis spätestens 2026 soll es fertig sein. Der FT berichtete.

Einstimmig angenommen

Nun hat der Marktgemeinderat einen entscheidenden weiteren Schritt zur Verwirklichung der Pläne von Karls-Inhaber Robert Dahl gemacht, die dieser in groben Zügen bereits Anfang März vorstellte.

Einstimmig stimmten die Marktgemeinderäte dem Entwurf des Bebauungsplans zu, damit zum Baugebiet „Spitzleite“, in dem das Freizeitparkareal liegt, die Bauleitplanung eingeleitet werden kann.

 

Fränkische Wunderland wird in Karls-Erlebnisdorf umgebaut

Damit ist ein wichtiger Schritt getan, um das ehemalige „Fränkische Wunderland“ in ein „Karls-Erlebnis-Dorf“ umzuwandeln. Der Planentwurf, den Architekt Guido Bauernschmitt während der Ratssitzung vorstellte, sieht die Ausweisung von zwei Sondergebieten auf dem Freizeitparkareal vor.

Eines 3500 Quadratmeter groß, das kleinere mit einer Fläche von 1200 Quadratmetern, auf der ein Manufakturenmarkt mit selbst hergestellten Produkten aus den selbst angebauten Erdbeeren und regionalen Lebensmitteln aus der Fränkischen Schweiz entstehen soll.

Fahrgeschäfte haben alle mit Erdbeeren zu tun

Der Vergnügungspark mit den eigenen Fahrgeschäften, die allesamt etwas mit Erdbeeren zu tun haben, wird 2003 Quadratmeter groß.

Im März hatte Dahl bereits angekündigt, dass er den einzigartigen Märchenwald erhalten will, weil dieser wunderbar in das Familienkonzept eines „Karls-Erlebnisdorfes“ passe. Hier muss laut Flächennutzungsplan auch die „Waldeigenschaft“ erhalten bleiben, so der Planer. Auch die Magerwiesen im Westen des Geländes dürfen nicht angetastet werden.

Bei der Schließung war der Westernstadt keine Überlebenschance eingeräumt worden. „Das ist antiquiert, nicht mehr so recht zeitgemäß“, meinte auch Bürgermeister Escher noch im März. Nun soll die Westernstadt erst einmal doch stehen bleiben. Wie der Planer weiter erklärte, sei die Art der Nutzung des Geländes flexibel, aber auch sehr eng gehalten.

Lärmbelästigung minimieren

Der Bebauungsplan lässt aber auch Beherbergungsbetriebe, wie ein Freizeitparkhotel oder einen Pavillon zu, in dem einheimische Anbieter ihre Produkte verkaufen können. Vorgesehen ist eine Verbreiterung des Zufahrtsweges von der Staatsstraße zwischen Ottenhof und Plech zu den bestehenden Parkplätzen, die jedoch weniger werden sollen.

Der Parkplatz soll vor allem von der benachbarten Wohnbebauung abrücken, um Lärmbelästigungen für die Anwohner zu minimieren. Da der Freizeitpark in der Regel um 21 Uhr schließen wird, gäbe es auch keine Probleme, die Nachtruhe einzuhalten.

Besondere Anlässe im Jahr

Ausnahmen soll es nur an zehn Tagen im Jahr bei besonderen Anlässen geben.

Dafür sollen im Norden des Geländes einige neue Parkplätze entstehen. Die Gebäude – womit auch Fahrgeschäfte gemeint sind - im künftigen Erlebnisdorf dürfen nicht höher als 16 Meter werden. Eine Ausnahme davon könnte ein 28 Meter hoher Rutschturm sein.

Neben dem nun auf den Weg gebrachten Genehmigungsverfahren zur Bauleitplanung stehen aber auch noch die Einholung von fünf Gutachten aus: ein Schall- und Verkehrsgutachten, eine Artenschutzprüfung und Gutachten zum Grundwasserschutz und der Entwässerung des Areals.

Laut Planer dürfte es jedoch keine grundsätzlichen Hindernisse geben. Wenn alles gut geht, könne das Maskottchen des „Karls-Erlebnisdorfs“, Erdbär Karlchen, schon 2025 in sein neues Erlebnisdorf einziehen.

 

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