Die TV-Aufzeichnungen für die Fernsehsendung „Franken Helau“ des Bayerischen Rundfunks (BR) sind im Kasten. Wer an den beiden Abenden des Freitags und des Samstags die Doppelturnhalle in Gößweinstein besucht hat, wird wohl folgendes Fazit über die Sendung ziehen: „Einfach grandios“.
Es war nicht nur beeindruckend, was die mehr als 100 Aktiven der Faschingsgesellschaften aus Gößweinstein, Kühlenfels, Ebermannstadt, Heiligenstadt und Effeltrich zeigten, sondern fantastisch. Schon das Vorprogramm, unter anderem mit der Narrenkübel-Jugendgarde und Oma Edeltraud alias Lukas Schneckeburger aus „Trubi“, konnte sich sehen lassen und die allesamt kostümierten Zuschauer feierten begeistert mit.
Inklusive Veräppelung der anwesenden Prominenz
Zu Beginn der beiden Aufzeichnungen stehen Frankens „Obernarr“ Marco Anderlik und Frankens BR-Chefin Anja Miller in bunten Kostümen auf der Bühne. Sie erklären den Ablauf. Zwei Stunden lang müssen die Gäste auf ihren Plätzen sitzenbleiben. Auch ein Besuch der „Keramikabteilung“ ist nicht drin. Dann geht es auch schon los. „Endlich wieder Fosenacht“ erklingt, Gardemädchen tanzen durch die Zuschauerreihen und die „Bleedwaafer“ aus Effeltrich stimmen das Publikum mit Witzen und gesanglich ein.
Da wird auch schon mal die Prominenz veräppelt. „Wer ist in diesem Ort der Oberzwerg? Hanngörg!“ Bürgermeister Zimmermann, der als Ölscheich kam, klatscht begeistert mit. Ebenso der Bayerische Umweltminister Thorsten Glauber, natürlich wieder im Glitzeranzug. „Wer kennt im Landkreis jeden Grashalm, jeden Pfosten? Glaubers Thorsten!“ Und wer braucht beim Haare stylen wenig Gel? Hofmanns Michael.“ Der CSU-Landtagsabgeordnete war als „Fränkischer Highländer“ dabei.
Die tollste Maske der Prominenten hatte sein Landtagskollege Stefan Frühbeißer: Der Freie-Wähler-Landtagsabgeordnete kam als Elvis. Viele weitere Politikpromis warenmit dabei und natürlich auch kostümiert. Nicht wieder zu erkennen war Gößweinsteins dritter Bürgermeister Manfred Hänchen als Clown. Die aufwändigste Maske.
Der Hausmeister hilft beim Blackout
Dann geht es auch schon richtig los. Die Prinzengarde des Narrenkübel glänzt mit dem Tanz ihres Lebens. Narrenkübel-Präsident Stephan Dresel wächst über sich hinaus. Ihm zur Seite Tuschmaster Philipp Weiß. Die beiden wuppen die Show. Plötzlich kompletter Blackout. Der Hausmeister kommt. „Das haben wir gleich“ und schneidet das Stromkabel des Übertragungswagens durch. Das braucht kein Mensch. Das Licht geht wieder an. „Sichtas, Gößmaastaner Funkstrom“, ruft Hausmeister „Zwecki“ (Marcel Zweck), der beim zweiten Running-Gag auch noch von der Leiter fällt, als er eine Glühbirne auswechseln will und der noch bei vielen Nummern glänzt. So als Bewerberin für die neue Forchheimer Bierkönigin im Dirndl als „Marcela Zwecklos“.
Unsere Bilder aus Gößweinstein zum Durchklicken:
Glänzend meistert auch Narrenkübel-Vizepräsidentin Nadja Urschlechter den Abend. Die „Naddel“, nicht nur in ihrer Paraderolle als „Junge Alte“ nach der Silberhochzeit, sondern auch als Co-Moderatorin oder als Feuerwehrkommandantin beim Feuerwehrsketch. Als Feuerwehrler stürmen zunächst auch die Gazellen des Effeltricher Männerballetts mit auf die Bühne. Sie entpuppen sich als Ballerinas. „So leichtfüßig“, wie Dresel kommentiert. Das Publikum brüllt. Zuvor sappt noch Wolfgang Baumann aus Kronach durchs Bild. Er kommt vom Berlin-Marathon. Dann der Schautanz der Markgrafengarde aus Heiligenstadt, ebenso grandios wie der Tanz der Königsgarde aus Kühlenfels. Die tänzerische Höchstleistung bieten die sechs Tanzmariechen aus Gößweinstein, Ebermannstadt und Effeltrich. Das ist sportliche Spitzenleistung auf höchstem Niveau. Das Publikum applaudiert frenetisch.
Lektion im Fränkischen für Zugereiste
Mit dabei auch Kaberettist Alexander Göttlicher. Ausgerechnet bei ihm fällt während seines Bierlieds das Mikro aus. Regisseur Thomas Kornmayer muss eingreifen. Ein Boxring wird aufgebaut. Friedrich Merz schlägt Markus Söder K-O. Eine Männerfreundschaft wird das nicht mehr. Zuvor geht Robert Habeck zu Boden. Ein Sketch von Narrenkübel-Ehrenpräsident Franz Macht, der im Publikum sitzt und sich vor lachen kugelt. Macht ist der „Spiritus Rector des Narrenkübels“.
Eine Jugendbütt darf auch nicht fehlen. Die bringen Leonie Hertling und Mia Handwerger mit ihrem Sketch „Ausbildungssuche“ auf die Bühne. Dann noch Albin Hertling und Brigitte Leicht von den Heiligenstädter Stadtschnecken. Die sind „nedfoodoo“, also nicht von hier, und haben ein paar Lektionen des Fränkischen für Zugereiste dabei. Dazwischen immer wieder Schunkelrunden und am Schluss das große Finale mit allen Mitwirkenden auf der Bühne, dem sich die „Spaghetti Polonaise“ durch den Saal anschließt.
BR-Redakteur Rüdiger Baumann, der für die Sendung verantwortlich ist, zeigt sich begeistert. Ebenso wie die Lehrinnen der Schule, die als „Buntstifte“ dabei waren und die vielen anderen Gäste in ihren herrlichen Kostümen. Zu sehen ist das Ganze dann im BR-Fernsehen am 7. Februar um 20.15 Uhr und am 3. März um 10.15 Uhr.
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