Fasching in Franken
44 Jahre: Narren in Gößweinstein feiern Jubiläum
Die Tanzgarde begeistert mit ihrer akrobatischen Darbietung die Zuschauer.
Die Tanzgarde begeistert mit ihrer akrobatischen Darbietung die Zuschauer.
Foto: Thomas Weichert
Die Tratschweiber Michaela und Marcela geben Vollgas.
Die Tratschweiber Michaela und Marcela geben Vollgas.
Foto: Thomas Weichert
Die Wackelzahngarde zeigt ihr Können.
Die Wackelzahngarde zeigt ihr Können.
Foto: Thomas Weichert
F-Signet von Thomas Weichert Fränkischer Tag
Gößweinstein – Die Faschingsgesellschaft Schwarz-Weiß wird 44 Jahre alt und hält eine Prunksitzung ab. Dabei zieht sie auch einige Lokalpolitiker durch den Kakao.

Narren feiern bekanntlich keine runden, sondern närrische Jubiläen. Eigentlich hätte die Jubiläumsprunksitzung 44 Jahre Faschingsgesellschaft Schwarz-Weiß Gößweinstein schon in der Hochphase der Faschingszeit Anfang dieses Jahres stattfinden sollen. Weil dies wegen Corona nicht möglich war, wurde diese Jubiläumsveranstaltung nun am Samstagabend in der neuen Doppelturnhalle vor einem großen Publikum nachgeholt.

Die über 100 Aktiven boten ihren Gästen bis nach 1 Uhr in der Früh ein abwechslungsreiches Programm. „Der Narrenkübel is back“ lautete unter dem Motto „Es ist, wie es ist, und es wird, was wir draus machen“ der Anfangssongs der Gänsehaut aufkommen lies.

Strahlende Gesichter waren dann vor allem bei den vielen Gardemädchen von den Wackelzähnen bis zur Prinzengarde zu sehen. Die ersten, die in die geschmückte Halle einzogen, waren Kinder, die als grüne stachliche Coronaviren verkleidet waren. Das rief Geheimagent James Bond − gemimt von Präsident Stephan Dresel und Ehrenpräsident Franz Macht − auf den Plan. Sie stürzten sich furchtlos in den Kampf, um die kleinen Bösewichte zu besiegen. Ihr Fazit am Schluss: „Wir müssen mit ihnen leben und die beste Medizin um die Abwehrkräfte zu stärken, ist Lachen.“

Kommandant und Trainer

Die frühere Ulknudel „Helga hört nix“ alias Vizepräsidentin Nadja Urschlechter begeisterte anschließend mit ihrem Prinzgemahl Patrick Martin beim Prinzentanz. Wie immer zum Brüllen komisch waren der Gößweinsteiner Feuerwehrkommandant Marcel Zweck und der Trainer vom SV Gößweinstein Michael Stenglein als Tratschweiber Michaela und Marcela und in ihren anderen Rollen.

Danach wurde Eugen Derfuß, als einziges noch lebendes Gründungsmitglied, mit der höchsten Auszeichnung des Narrenkübels, der Ehrennadel mit Brillanten geehrt. Dann zeigten die Kleinsten in der Wackelzahngarde sowie die Junioren und die Prinzengarde ihr Können. Der tänzerische Höhepunkt war dann die neue Narrenkübel-Tanzgruppe Danecina El Gardo, die eine Art Indianertanz zeigte. Eine akrobatische Darbietung zeigten die beiden Tanzmariechen Eva Neuner und Diana Lehmann.

„Hart aber fair“

Ohne etwas Kommunalpolitik geht es bei den Gößweinsteiner Narren nicht. Zum Thema Rathaus war es den Narren sogar gelungen, den WDR-Moderator Frank Plassberg mit seiner Sendung „Hart aber fair“ nach Gößweinstein zu holen. Plasberg, gemimt von Dominik Lang, diskutierte mit seinen Gästen, den Marktgemeinderäten: IG Zukunft, Rathaus Gößweinstein sowie das Ratsbegehren zum Umzug des Rathauses ins Pfarrhaus.

Zimmermann (Dresel) war als Chamäleon anwesend, der die Partei schneller wechselt als die Feuerwehrjacke. Winkler, gespielt von Markus Neuner, wusste von nichts, der Lang Schorsch (Franz Macht) war sowohl dafür als dagegen und der „Herr Haselnuss“ (Felix Schäfer) braucht überhaupt kein Rathaus mehr, weil er ja dort nicht mehr arbeitet. Die Drummer (Stefanie Wiegärtner) braucht indes als Lehrerin den Pfarrgarten als Oase der Ruhe.

Der Fosanochtsverein Allamosche Effeltrich hatte dann als Geburtstagsgeschenk sein Einhorn-Lied mitgebracht. Weitere Geburtstagsgratulanten waren zahlreich vertreten und genossen den Abend.

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