Der offene Wohnraum erstrahlt in Weiß und hellen Holztönen, überall gibt es kleine Details zu entdecken und die Osterhasen sind auch schon eingezogen. Auch ohne Anschyla Dotterweich zu kennen, ist sofort klar: Hier wohnt eine Einrichtungsexpertin. Schon seit ihrer Kindheit hat die heute 53-Jährige Freude daran, Räume zu gestalten.
„Ich glaube, ich bin schon so auf die Welt gekommen“, antwortet Dotterweich auf die Frage, wie ihre Begeisterung für Inneneinrichtung angefangen hat. Bereits in ihrer Jugend habe sie sich in ihrem Zimmer ihre eigene kleine Oase geschaffen. Als Erwachsene zieht Dotterweich häufig um und steht so immer wieder vor neuen Einrichtungsherausforderungen. Dass sie ein Talent dafür hat, ihr Zuhause schön zu gestalten, fällt bald auch Freunden auf.
Einrichtungstipps auf Instagram
Nachdem sie immer wieder Bekannten beim Einrichten der eigenen vier Wände hilft, bildet sich Dotterweich online weiter. Sie besucht Seminare einer bekannten Interior Designerin aus New York und holt sich weiteren Input. Neben ihrem Job im Bauamt hilft die 53-Jährige heute ihren Kunden als Einrichtungsberaterin dabei, auch mit kleinerem Budget aus dem eigenen Zuhause das Beste herauszuholen. Gleichzeitig präsentiert sie sich und ihre Arbeit auf Instagram unter „my_shabby_farmhaus“.
Auf ihrem Kanal zeigt Dotterweich auch, wie jeder selbst kreativ werden kann. Denn für die Einrichtungsberaterin bedeutet ein schönes Zuhause nicht unbedingt, dass alles neu gekauft werden muss. Das wird auch in ihrem eigenen Haus deutlich. Ein alter Schreibtisch, umgebaut und verkleidet, fungiert als Kücheninsel. Einem alten Buffet aus der Jugendstilzeit hat sie mit einem weißen Anstrich neues Leben eingehaucht. „Ich komme aus einer Handwerkerfamilie, da war das klar, dass ich mich auskenne mit verschiedenen Materialien und Bauweisen“, erklärt Dotterweich.
Tipp: Naturmaterialien zu Ostern
Auch für Ostern sprudeln die Ideen für selbstgemachte Dekoration nur so aus ihr heraus. Grundsätzlich empfiehlt die Expertin, auf Naturmaterialien zu setzen. „Die passen zu jedem Einrichtungsstil“. Wer einen eigenen Garten habe, solle den Rückschnitt nicht wegwerfen. Die kleinen Zweige können später für einen Kranz genutzt werden, aus Gräsern lässt sich ein Osternest machen, Ranken wie Clematis lassen sich schnell zu einem Kranz zusammenwickeln.
„Mein Tipp ist immer: Wenn man einen Spaziergang macht, einfach mit offenen Augen durch die Natur gehen“, erklärt Dotterweich. Gerade im Frühjahr würden Hecken zurückgeschnitten und Bäume gefällt. Dadurch würden häufig Zweige und andere Materialien am Boden herumliegen, die man für die Deko nutzen könne.
Tischdeko zu Ostern selber machen
So ist auch das große Stück Baumrinde im Wohnzimmer in Willersdorf gelandet. Mit einer Folie und etwas Moos ausgelegt finden darauf Hyazinthen, Krokusse und Primeln Platz. Federn, Eierschalen und Zweige runden das Arrangement ab. Fertig ist ein besonderer Hingucker in der Mitte der festlich gedeckten Ostertafel. Regelmäßig mit einer Sprühflasche angefeuchtet halten die Blumen ein bis zwei Wochen. Danach können sie im Garten eingepflanzt werden.
Passend dazu hat Dotterweich die Servietten für die Gäste in kleine Osterhasen verwandelt. Dazu wird lediglich eine Stoffserviette eingedreht und die beiden Enden zu zwei Hasenohren zusammengebunden. Als kleines Extra kann ein Ei in der Mitte der Schlaufe platziert werden.
Ostern: Nester und Kränze binden
Ranken aus dem Garten lassen sich einfach zu einem lockeren Kranz zusammenwickeln. Diesen anschließend mit etwas Draht befestigen und mit einigen Ästen, Stroh oder Federn ergänzen.
Wer einen richtigen Kranz binden möchte, kann dafür Rückschnitt und Zweige um einen Strohkranz wickeln – ähnlich wie bei einem Adventskranz. Die genaue Technik zeigt Dotterweich auch regelmäßig in ihren Workshops.
DIY: Alte Plastik-Ostereier umgestalten
Wer kennt sie nicht, die kunterbunten Ostereier aus Plastik? Während die schrillen Farben im Garten ein schöner Farbtupfer sein können, passen sie optisch nicht immer zum restlichen Einrichtungsstil. Das lässt sich ganz leicht ändern. Dazu eine braune Kordel oder Juteschnur Reihe um Reihe um das Ei legen und mit (Heiß-) kleber befestigen. Dadurch bekommen die alten Plastikeier einen neuen Stil und eine ruhigere Farbe.
Ostergeschenk nachhaltig und selbstgemacht
Um den Liebsten zu Ostern eine kleine Freude zu bereiten, lässt sich mit wenigen Schritten ein Oster-Mitbringsel basteln. Dazu gibt es zwei Optionen.
Für die erste Variante benötigt man:
- einen Pflanzenanzuchttopf
- etwas Stroh
- ein kleines Stück Karton
- einen weißen Stift
- Watte
- Schere und Kleber
Aus dem Karton werden zwei Hasenohren ausgeschnitten und in der Mitte mit einem weißen Streifen versehen. Anschließend die Ohren oben an den Anzuchttopf kleben. Ein kleines Stück Watte nehmen und auf der gegenüberliegenden Seite unten an den Anzuchttopf kleben – so entsteht das Schwänzchen des Hasen. Abschließend den Topf mit Stroh und Osterleckereien füllen.
Für die zweite Variante benötigt man:
- einen leeren Tetrapak
- etwas Stroh
- einen Edding oder dicken, dunklen Filzstift
- Schere
Do it yourself: Mitbringsel zu Ostern aus Tetrapak
Den Tetrapak mit Wasser ansprühen und die Folie anritzen. Dann sollte sie sich abziehen lassen. Anschließend den oberen Teil des Tetrapaks abschneiden und dabei an der Kante zwei Hasenohren stehen lassen. Die Hasenohren in der Mitte schwarz anmalen und die Vorderseite der kleinen Box mit Osterwünschen beschriften. Anschließend mit Stroh und Leckereien befüllen.




















