Am Samstag, 11. Juli, gab es das erste Stadtparkfest im Ebermannstädter Stadtpark. In lockerer Atmosphäre saßen die Besucher an einem Sommerabend zusammen im Schatten der Bäume und hatten eine schöne Zeit. Bereits ab 16 Uhr startete das Programm für Kinder. Dabei gab es viele interessante Attraktionen. Darunter Spurenlesen mit dem Naturpark-Ranger, Basteln mit Naturmaterialien und Waldbaden bei Yvonne Guck.
Stadtparkfest Ebermannstadt: Neues Fest war voller Erfolg
Außerdem gab es noch das Sandarium vom Bund Naturschutz der Ortsgruppe Ebermannstadt zu bestaunen. Der Seelsorgebereich Fränkische Schweiz lud in einer Mitmach-Aktion zu Innovationen der katholischen Kirche ein. Es gab einen Workshop zum Zeichnen, wo man in zwei Minuten ein Porträt von einer Person erstellen sollte, ohne den Stift abzusetzen. Anderenorts wurde jongliert und auf einer Slackline balanciert.
Carmen Götz las aus dem Kinderbuch „Nessus Geheimnis“ von Regina Gartner vor. Im Mittelpunkt dieser Lesung steht die Brennnessel, ein Lebensraum vieler Schmetterlingsraupen. Zwischen ihren Blättern entfalten sich fantasievolle Geschichten über außergewöhnliche Raupen mit ganz eigenen Talenten und Fähigkeiten. Spielerisch erfahren die Zuhörerinnen und Zuhörer, warum der kleine Fuchs als Trommler auftritt oder eine andere Raupe lesen kann.
Am Ende wird das Geheimnis gelüftet, wie die Nessel vermeintlich zu ihren Brennhaaren kam. Die Geschichte erzählt von Selbstwert, Freundschaft und Verwandlung. Sie verbindet Fantasie mit Naturwissen und gibt überraschende Antworten für kleine und große Naturfreunde und lädt dazu ein, die Natur mit neugierigen und achtsamen Augen zu betrachten.
Viele Bilder: Besucher genießen gutes Wetter bei Picknicks
Besonderer Beliebtheit erfreute sich die Kugelbahn, die fest installiert und somit immer verfügbar ist. Eine zentrale Attraktion war auch die Fotoausstellung „Atelier Bauzaun“, die vom FotoForumForchheim präsentiert wurde. Dabei waren Fotos an Bauzäunen angebracht, die man so sonst meist nur in Galerien zu sehen bekommt. Diese Ausstellung wird demnächst auch noch in der Stadt im Garten des Heimatmuseums zu sehen sein.
Viele Leute waren per Fahrrad gekommen und machten ein Picknick. Wer Bescheid wusste, hatte sich mit Decken und eigenen Speisen und Getränken selbst verpflegt. Für alle anderen waren Biertischgarnituren auf dem Schotterweg aufgebaut. Für die Verpflegung sorgten der Elternbeirat der Grund- und Mittelschule und der Musik- und Gesangverein Ebermannstadt. Dabei sollten die Besucher eigenes Geschirr und Besteck mitbringen, um Ressourcen zu schonen.
Musikalisches Rahmenprogramm sorgte für gute Laune
Auf der Musikbühne, spielten zuerst „Whitloff“ aus Weigelshofen mit zwei Gitarren, Bass, und Schlagzeug bekannte Stücke namhafter Künstler aus der Rock- und Popmusik der 1980er Jahre. Danach folgten „Keep it simple“, die akustische Musik mit Gitarre und Percussion quer durch den musikalischen Gemüsegarten spielten. Zum musikalischen Ausklang ließ ab 21 Uhr Alexander Schlegel am elektronischen Piano neoklassische Klavierklänge und eigene Kompositionen hören.
Es war ein stimmungsvoller Abend der Begegnungen und des gemeinsamen Genießens, wobei sich der Park in eine Wohlfühl-Lounge verwandelte. Auch zufällig anwesend waren Besucher aus Leipzig und anderen Städten, die gerade in Ebermannstadt Urlaub machten. Viele von ihnen wussten nichts von der Veranstaltung und waren davon begeistert.
Zur 650-Jahr-Feier der Stadterhebung hatte es schon einmal ein Fest im Stadtpark in Ebermannstadt gegeben. Nun gab es nach über einem halben Jahrhundert wieder ein Stadtparkfest. Dieses Mal stand es unter dem Motto „Umsonst & Draußen“.


















































