Es ist ein Schock für die Katholiken der ganzen Welt. Papst Franziskus, mit bürgerlichem Namen Jorge Mario Bergoglio, ist an diesem Ostermontag im Alter von 88 Jahren verstorben. „Heute Morgen um 7.35 Uhr ist der Bischof von Rom, Franziskus, ins Haus des Vaters zurückgekehrt“, hieß es in einer Mitteilung des Vatikans am Morgen.
Papst Franziskus: Trauer auch in Forchheim groß
Auch bei Forchheims Katholiken sitzt die Nachricht über den Tod des Kirchenoberhaupts schwer. „Es ist eine traurige Nachricht, auf jeden Fall“, erklärt Forchheims leitender Pfarrer Thomas Teuchgräber auf Nachfrage. Papst Franziskus hätte bis zuletzt seinen Dienst erfüllt, trotz langer Krankheit. „Man hat ja gemerkt, dass es ihm nicht sonderlich gut ging, umso lobenswert ist es, dass er es gestern noch geschafft hat, seinen Segen ‚Urbi et Orbi‘ auszusprechen“, erzählt Teuchgräber weiter.
Forchheimer Katholiken haben gute Erfahrung mit Papst Franziskus gemacht
In den vergangenen zwölf Jahren, mit Papst Franziskus an der Spitze seiner Kirche, hatte Teuchgräber viele positive Erfahrungen gemacht. „Im Vergleich zu seinem Vorgänger war er schon sehr anders“, erinnert sich Teuchgräber über die päpstliche Anfangszeit. Dabei hätte Franziskus auch immer wieder gewisse Strukturen gebrochen und neue Möglichkeiten geschaffen. „Etwa mit der Entscheidung über seinen Wohnort, oder seine letzte Ruhestätte. Mit manchen Veränderungen hat er den ein oder anderen schon vor den Kopf gestoßen“, berichtet der Forchheimer Pfarrer weiter.
Auch als Aushängeschild der katholischen Kirche hätte Papst Franziskus viel Gutes getan. „Das kommt auch ein bisschen durch seine südamerikanische Art“, erklärt Teuchgräber, der während seiner Studienzeit auch in Südamerika unterwegs war. So sei der Papst sehr offen und nahbar für die Menschen gewesen, auch außerhalb der katholischen Kirche. „Das hat man auch gemerkt, dass es ihm immer wieder wichtig war, auch über den Tellerrand zu gucken“, berichtet Thomas Teuchgräber.
Forchheimer Pfarrer: „Papst hat sich für die ganze Welt eingesetzt“
Dabei hätte er auch immer wieder einen Blick auf Menschen in schlechteren Verhältnissen gehabt. „Er hat sich als Papst sehr für die armen und kranken Menschen der Welt eingesetzt“, erinnert sich der Pfarrer. Diesen Impuls hätte er auch bis in die Kirchengemeinden hineingegeben. „Deswegen war er auch einer der Ersten, der damals auf die Geflüchteten zugegangen ist. Da ging es ihm auch um Gerechtigkeit.“
Auch bei den Kardinälen, die nun seinen Nachfolger bestimmen müssen, hätte Papst Franziskus für mehr Gerechtigkeit gesorgt. „Es war ihm auch wichtig, dass nicht nur Bischöfe aus Italien und dem Rest von Europa zum Kardinal bestimmt werden. Er hat auch dieses Amt und diesen Prozess ein wenig weltoffener gemacht“, berichtet der Forchheimer Pfarrer.
Wie geht es jetzt weiter?
Demnächst steht in der Sixtinischen Kapelle in Rom nun wieder ein Konklave an. Auf diese Weise bestimmt die katholische Kirche mit ihrer mehr als zwei Jahrtausende alten Geschichte den nächsten Papst. Wahlberechtigt sind Kardinäle aus aller Welt, solange sie das 80. Lebensjahr nicht vollendet haben. Franziskus’ Nachfolger wird der 267. Pontifex sein. Zuvor gibt es nach katholischem Brauch eine neuntägige Trauerzeit, die sogenannte Novendiale. Zur Beisetzung werden Staatsgäste aus aller Welt erwartet.
Auch in Forchheim soll in Kürze offiziell um den Papst getrauert werden. „Wir haben heute am Ostermontag schon einmal das Trauergeläut läuten lassen und am Abend dann noch einmal“, erzählt Thomas Teuchgräber. In Kürze soll dann auch ein offizieller Trauergottesdienst folgen. Wann dieser stattfinden soll, muss noch geklärt werden. Der katholische Seelsorgebereich Forchheim wird dazu entsprechend informieren.













