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Fußball-Kreisklasse 3 ER/PEG
Fünf Teams kämpfen um die Tabellenspitze
KK3: Bild 2
Schlaifhausens Sebastian Friedl (li. Archivbild gegen Weilersbach) schoss zwei Freistöße im Spitzenspiel und beide führten zu Toren. // Uwe Kellner
Signet des Fränkischen Tags von Uwe Kellner
Kreis Forchheim – Im Spitzenspiel zwischen Schlaifhausen und Forth kann sich keine Mannschaft durchsetzen. Obwohl Weilersbach sich anfangs auf dem Spardorfer Kunstrasen schwer tut, holt die Gloria letztlich einen verdienten Sieg.

Nach dem umkämpften Unentschieden im Spitzenspiel zwischen dem DJK-FC Schlaifhausen und dem ASV Forth rückt die Tabellenspitze der Fußballkreisklasse 3 Erlangen/Pegnitzgrund  immer näher zusammen. Langensendelbach landete zu Hause gegen Uttenreuth  einen Sieg der Moral und rückte auf zwei Punkte an das Führungsduo heran. Ähnlich  sieht es für den SV Poxdorf aus, der nach einem souveränen Erfolg in Dormitz nur noch drei Punkte hinter den Tabellenführern steht. Weilersbach zog  bei einem Spiel weniger sogar mit Schlaifhausen und Forth gleich, denn auf dem Kunstrasen in Spardorf passte sich die Hagen-Truppe gut an und gewann verdient. Fünf Teams an der Tabellenspitze trennen nur maximal drei Punkte. Die Liga ist also  spannend wie in der Vorsaison.

Kreisklasse 3 ER/PEG

DJK-FC Schlaifhausen – ASV Forth 2:2

Die Gäste aus Forth waren von Beginn an die aktivere Mannschaft, während die Heimelf  mit zu viel Respekt agierte und immer wieder durch Fehlpässe und Abspielfehler ihren  Spielfluss zunichte machte. Trotz optischer Überlegenheit kam Forth zunächst selten gefährlich vors Tor, weil  im letzten Drittel die Konsequenz fehlte. Nur einmal wurde es richtig brenzlig, als Sven Weigl aus der Distanz abzog, doch Torwart  Sandro Stein war mit den Fäusten zur Stelle.

Nach rund 25 Minuten dann die überraschende Führung für Schlaifhausen: Nach einem unnötigen Freistoß brachte Sebastian Friedl den Ball mit links von der Seite in den Strafraum. Die scharfe Hereingabe segelte an Freund und Feind vorbei und schlug unhaltbar im langen Eck zum 1:0 ein (24.). Forth zeigte sich unbeeindruckt und kam durch Batuhan Tuluk zu zwei ordentlichen Gelegenheiten. Kurz vor der Pause erzielte  Timo Heck per Kopf den verdienten Ausgleich  (41.).

Nach Wiederbeginn war Schlaifhausen zunächst besser im Spiel und hätte durch Matthias Kern in Führung gehen können, dessen Kopfball strich jedoch knapp vorbei. Danach übernahm Forth wieder das Kommando. Zunächst hatte  Lukas Fett freistehend aus kurzer Distanz vergeben, ehe Timo Heck einen Ball in den Strafraum flankte, der den Arm eines Abwehrspielers traf. Den fälligen Elfmeter verwandelte Tuluk sicher zum 2:1 (60.).

Das Spiel wurde nun hitziger, vor allem nach einer Szene, in der sich Tobias Lassner und Tuluk ein Wortgefecht geliefert hatten  – beide mussten für zehn Minuten vom Feld (71.). Schlaifhausen drängte in der Schlussphase auf den Ausgleich, scheiterte aber mehrfach an der Forther Defensive. Erst in der Nachspielzeit brachte ein Standard   den späten Ausgleich: Friedl brachte einen Freistoß gefährlich aufs Tor, Torhüter  Liam Lohbeck ließ prallen, und Michael Kuhn staubte zum 2:2-Endstand ab (91.).

SV Langensendelbach – SC Uttenreuth 4:2

Die Gastgeber wirkten in der Anfangsphase nervös, leisteten sich viele unnötige  Ballverluste und fanden kaum zu ihrem gewohnten Kombinationsspiel. Nach gut zwanzig Minuten setzte sich Uttenreuth über die rechte Seite durch, eine scharfe Flanke landete an Julius Erlweins  Arm  – Schiedsrichter Karlheinz Doneff entschied folgerichtig auf Elfmeter. Julius Pfeiffer  verwandelte sicher zum 0:1 (21.). Bis zur Halbzeitpause blieb Uttenreuth die  aktivere Mannschaft, doch zwingende Chancen blieben aus.

Langensendelbach kam offensiv kaum zur Entfaltung, so dass es mit einem verdienten Rückstand in die Kabinen ging. Nach dem Seitenwechsel zeigte sich ein völlig anderes Bild. Die Halbzeitansprache von Spielertrainer Daniel Friedrich –  er coachte krankheitsbedingt nur von der Seitenlinie  –   zeigte  Wirkung. Der SVL kam mit deutlich mehr Entschlossenheit und Einsatz aus der Kabine. Nach knapp einer Stunde nutzte Erlwein, der zuvor den Elfmeter verursacht hatte, seine Chance und traf nach einem tiefen Ball abgeklärt zum 1:1 (57.).

Nur fünf Minuten später blieb Andreas Mürschberger im Eins-gegen-Eins eiskalt und drehte die Partie (62.). Der eingewechselte Alexander Wöß bereitete kurz darauf über die linke Seite das 3:1 durch Manuel Schmitt vor (65.). Innerhalb von acht Minuten hatte Langensendelbach das Spiel komplett gedreht. Zehn Minuten vor Schluss wurde es noch einmal spannend: Nach einem Foul von Kapitän Schmitt zeigte der Unparteiische erneut auf den Punkt, Pfeiffer traf erneut sicher zum 2:3 (82.). Doch die Gastgeber ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen. Jonas Kubina brachte eine präzise Flanke auf den Kopf von Wöß, der wuchtig zum 4:2-Endstand einköpfte (89.). Dank einer beeindruckenden Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit feierte der SV Langensendelbach einen verdienten Sieg.

VdS Spardorf – SV Gloria Weilersbach 0:3

„Wenn du selbst nie auf Kunstrasen spielst, weißt du, dass es für deine Mannschaft sehr schwierig wird“, sagt Weilersbachs Trainer Patrick Hagen. Die Plätze in Weilersbach gehören zwar zu den bestgepflegten im ganzen Landkreis, aber der Kunstrasen in Spardorf ist dennoch etwas ganz anderes. „Wir haben uns darauf eingelassen und uns die Bälle viel in den Fuß gespielt“, berichtet  Hagen. Nach einem Hagen-Steckpass tauchte Philipp Hoffmann alleine vor dem Torhüter auf und schob zum 0:1 ins lange Eck (18.). Ähnlich wurde Dominik Zametzer steil geschickt und passte das Kunstleder uneigennützig quer zu Hoffmann, der seinen zweiten Treffer nachlegte (51.). Weilersbach war das reifere Team und spielte weiter souverän. Nach einem Eckball boxte Spardorfs Torwart den Ball auf den Elfmeterpunkt, wo Adrian Amon stand und das Spielgerät technisch sauber und volley zum 0:3 in die Maschen zimmerte (67.). Ein verdienter Sieg des Favoriten.

FC Dormitz – SV Poxdorf 2:6

 Das Toreschießen der Gäste begann früh: Nach einem weiten Abschlag von Torwart Michael Heiß, kam der Ball zu Florian Hofmann, der zum 0:1 traf (3.). Eine kalte Dusche für die gebeutelten Hausherren, die bereits in der Vorwoche zweistellig verloren hatten. Christopher Ferren legte schnell den zweiten Treffer oben drauf (7.). Dormitz machte nun erstmal dicht.

Offensiv führte eine schöne Kombination zum Anschluss. Mario Kittler hatte  zum 1:2 abgeschlossen (21.). „Es hätte noch auf beiden Seiten einen Elfmeter geben können“, berichtet  Sebastian Steinbrecher aus dem Dormitzer Trainerteam. Noch vor dem Seitenwechsel erhöhte Poxdorfs Oldie Christoph Reck auf 1:3 (41.). Sven Rüth blieb dennoch die letzte Aktion vor der Halbzeitpause. Er verkürzte nochmals auf 2:3 (45.). 

Dormitz war nicht derart unterlegen wie in der Vorwoche. Trotzdem ging den Hausherren im zweiten Durchgang die Puste aus. Eine Brüderkombination zwischen Julian und  Florian Hofmann  führte zum 2:4 (50.). Niklas Hofmann, der dritte Bruder, bereitete kurz darauf für Julian das 2:5 vor (54.). Danach durfte Florian Hofmann noch mal ran und bugsierte den Ball zum 2:6 ins Netz (68.). „Absolut verdienter Sieg für die Gäste“, musste Steinbrecher einsehen.

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