Ein Sportsmann ist er, keine Frage. Selbst geht er etwa Laufen und jubelt beim Eishockey mit. Alles für rosige Wangen, wie es sich für einen Gesundheitsminister gehört.
Volksnah gibt er sich auch gerne – inklusive Selfies in der Masse und lächelnden Wählern. Wie es sich für einen Christsozialen gehört.
Zu guter Letzt ist Klaus Holetschek ein Genussmensch. Jedenfalls kann man das von einem gebürtigen Niederbayern erwarten. Beweisfotos jedes seiner Mittagessen liefert der 58-Jährige zwar anders als sein hünenhafter Landesvater Markus Söder nicht täglich via Instagram, das eine oder andere Hopfengetränk ist aber durchaus auf den Holetschek’schen Social-Media-Kanälen zu erkennen.
Keine große Sache, auch Politiker sind Menschen. Auch sie dürfen doch Spaß haben, Drogen nehmen, ...
Waaaaaaaaas?
Entschuldigen Sie diesen Fauxpas. Natürlich dürfen sie das nicht.
Die CSU und die Drogenpolitik
Zumindest für einen CSU-Minister in Bayern ist das Wort „Droge“ auf keinen Fall in den Mund zu nehmen, egal in welcher Darreichungsform. Es sei denn, er meint strikte Verbote.
Der Bund möchte eine längst überfällige Entkriminalisierung von Cannabis durchsetzen, gar fortschrittliche Modellregionen in Bayern einführen?
Nicht mit dem Klaus.
Klaus Holetschek wettert gegen Pläne der Bundesregierung
Er werde alles tun, um das zu verhindern, lässt er nun drohend ausrichten.
Ob dieser aggressive Unterton einer klassischen Bierlaune entspringt? Unklar.
Herr Holetschek und seine Suchtmittelwächter beharren jedenfalls darauf, das der Kaperbrief fürs Gehirnzellenvernichten einzig ihrem geliebten Alkohol gehöre.
Nun täte den Prinzipienreitern etwas Gelassenheit in dieser Sache sicher gut. Wie sich diese entspannt erreichen ließe? Das sage ich jetzt lieber nicht…
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