Das Hallenbad war Thema der nichtöffentlichen Sitzung im Stadtrat Gräfenberg. Diese wurde vorgezogen, was Matthias Striebich (Grüne) einerseits missfiel. „Ich habe Verständnis, wenn die Sitzung wegen der Referenten vorgezogen wird, aber eigentlich sollte sie (die nichtöffentliche) hinterher sein“, sagte Striebich. Und wenn dann sollte es nicht so oft sein, denn die Sitzungen seien eigentlich öffentlich und das letzte Mal hatten Personen warten müssen.
Freibad in Gräfenberg: Warum gehen die Arbeiten nicht voran?
Auch dafür habe er Verständnis, denn die Alternative wäre gewesen, die nichtöffentliche zu unterbrechen und nach dem öffentlichen Teil weiterzuführen. Trotzdem. Bürgermeister Ralf Kunzmann (FW) betonte, dass es zum einen nicht oft vorkomme und jeder über das Amtsblatt und die Homepage informiert werde. Andersherum: Wenn die Referenten für 20 Uhr bestellt werden würden und der öffentliche Teil nicht beendet sei, müssten sie oft bis 20.45 Uhr warten.
Diskussion um Freibad in Gräfenberg im Stadtrat
„In der Regel beginnen wir um 18.30 Uhr“, nennt Kunzmann den Beginn der öffentlichen Sitzung, der die nichtöffentliche folge. Ob es nicht besser wäre, die nichtöffentliche grundsätzlich vorzuziehen, hakte Striebich nach. Der Bürgermeister erklärte, dass es von der Tagesordnung abhänge. Wenn nur wenig diskutiert werde, müsste eventuell eine halbe Stunde bis Beginn der öffentlichen überbrückt werden. Das Hallenbad war dann auch gleich das Thema der öffentlichen Sitzung, denn nach dem Wasserschaden „kann das Hallenbad für die Schülerinnen und Schüler pünktlich zum Schulbeginn öffnen“, sagte Kunzmann. Auch für den öffentlichen Bäderbetrieb.
Für die Sanitärarbeiten für das Freibad möchte die Stadt in die Ausschreibung und heuer noch in die Vergabe gehen. Freibad war das Stichwort für Matthias Striebich (Grüne). „Hängt im Freibad etwas, weil sich derzeit wenig tut?“, fragte Striebich. Er fügte an: „Es ging ja immer darum, ob die Bauzeit nach hinten hätte geschoben werden können und nun sind einige Wochen Stillstand?“, fragte Striebich. Zweiter Bürgermeister Hans Derbfuß (CSU) weiß aus Gesprächen mit dem ausführenden Subunternehmer aus Höchstadt, dass die Arbeiten schneller vorangingen. Dass das Becken so leicht zu entfernen war, damit hätte man nicht gerechnet, sondern mehr Zeit einkalkuliert. „Doch die Wände waren reiner Beton. Es war kein Stahl dabei, wie sie erwartet hatten“, sagte Derbfuß.
Boden des Freibads in Gräfenberg könnte Problem werden
Bürgermeister Ralf Kunzmann merkte noch an, dass die Firma auch Betriebsurlaub hatte. Was die Bodenqualität betreffe, werde es nun spannend, wie beim Technikhäuschen bereits sichtbar wird. Der Untergrund bleibe nicht so unproblematisch, merkte auch Kunzmann Gespräche mit dem Statiker an. Voran gehe es auch mit dem Fußweg in Walkersbrunn von dem Feuerwehrhaus zur Ortsmitte. Die Arbeiten seien eigentlich erledigt, erklärte Ortssprecher Erwin Bäcker. „Es ist schick geworden“, sagte Bäcker. Einziges Manko: Ein Birnbaum stehe in der Nähe und der verschmutze den Gehweg.
Den Baum entfernen? Bürgermeister Kunzmann erklärte, der Baum stehe auf Privatgrund. Man könne mit dem Besitzer reden und vielleicht wäre es eine Option, wenn er dann einen Baum aus dem Streuobstpakt erhalte und die Stadt den pflanze. „In den nächsten zwei Tagen“, warf Lars Laufer (CSU) scherzhaft ein und spielte damit auf die Baumpflanz Challenge an, für die auch die Stadt nominiert wurde.













