Die neuesten Updates von den Hilfskonvois
15. März:
Hallerndorf (9 Uhr): Die vielen Hilfsgüter sind endlich bei Pfarrer Miroslav angekommen.
Die Hilfsgüter sind da!
14. März:
Münnerstadt (11 Uhr): Bilder von der Gastfamilie samt Hund.
Die Gastfamilie in Münnerstadt hat einen Hund.
Hallerndorf (11 Uhr): Endlich können die Kisten an der Grenze ausgeladen werden. Die Fahrer von Simon Hegele sind erleichtert.
Hallerndorf (10.30 Uhr): Die Kinder sind gut in ihren Gastfamilien angekommen und fühlen sich wohl.
Vom Wochenende:
Bad Kissingen (18 Uhr): "Wir sind wieder daheim und fix und fertig. Die meisten Flüchtlinge sind auch bereits angekommen. Wir sind direkt zur Registrierung und haben alle einen Coronatest gemacht", sagt Susanne Will. Die Fahrt ist vorbei.
Hallerndorf (11.30 Uhr): Die Fahrer von Simon Hegele warten nach wie vor an der Grenze, um alle Hilfsgüter abzuladen und an Pfarrer Miroslav zu übergeben.
Bad Kissingen (9.47 Uhr): Susanne Will sitzt beim Frühstück. Gemeinsam mit den anderen Helfern sortieren sie ihre Eindrücke vom gestrigen Tag. Sie reden über die überwältigende Hilfsbereitschaft. Sie sprechen aber auch über die andere Seite. Über Menschen, die die Hilfsbereitschaft anderer ausnutzen." Es gibt auch Leute, die sich als Helfer ausgeben, Hilfsgüter abnehmen, um diese dann auf Basaren gegen Geld anzubieten - einige dieser Flohmärkte haben wir unweit der A4 gesehen", schreibt Susanne Will.
Bad Kissingen (7. 23 Uhr): "Wir haben alle verschlafen, weil wir alle komplett durch sind. Die Familie auf dem Foto fährt mit uns nach Münnerstadt. Dort kommen sie erstmal irgendwo unter. Wie es weitergeht, wissen sie nicht. Da kommen dir einfach die Tränen irgendwann. Wenn du merkst, wie müde und hilflos gestern Abend waren. Jetzt sitzen sie hier beim Frühstück, haben endlich mal eine Nacht etwas schlafen können. Währenddessen fallen in ihrem Heimatort Bomben vom Himmel. Sie kommen aus der Nähe von Lwiw (Lemberg). Der Krieg ist inzwischen auch in der Westukraine angekommen", meldet Susanne Will per Sprachnachricht.
Hallerndorf (7 Uhr): Hanna kommt direkt auf uns zu. Sie hat mitbekommen, dass wir bei der Tageszeitung arbeiten und möchte uns dringend Fotos von ihrer Mutter zeigen. Ihre Eltern und ihre Geschwister sind alle in Mariupol. Sie kommen nicht raus. "Sie brauchen Hilfe, sie haben nichts, kein Wasser, kein Essen, sie werden bombadiert", übersetzt Yuliya Tsymbal Hannas Schilderungen. Sie kämpft mit den Tränen.
Hallerndorf (6.45 Uhr): Pastoralreferent Andy Barthel fragt ab, welche Dinge die Flüchtlinge in den nächsten Tagen akut benötigt werden. Mit einer internen Sammelaktion in Hallerndorf will man alles organisieren. Auch Landtagsabgeordneter Michael Hofmann ist vor Ort im Feuerwehrhaus, um die Menschen aus dem Kriegsgebiet zu begrüßen.
Hallerndorf (6.40 Uhr): Pfarrer Matthias Steffel wendet sich mit ein paar Worten an alle. Auch er ist sichtlich bewegt und kann seine Tränen nicht zurückhalten. Er bedankt sich bei seinem ganzen Team und heißt die 44 Menschen aus der Ukraine, die in Hallerndorf ihr vorübergehendes Zuhause gefunden haben, herzlich willkommen: "Ich hoffe, es geht euch bei uns gut", ruft er allen mit zitternder Stimme zu. Sein besonderer Dank gilt den Fahrern des Busses Manni Steinmetz, Apo Brehm und Roland Koch. "Ihr seid meine Helden."
Hallerndorf (6.30 Uhr): Während alle noch frühstücken, organisieren Andy Barthel und Anna-Lena König-Hofmann im Hintergrund, wer zu welcher Gastfamilie kommt. Eine gemeinsame WhatsApp-Gruppe, in der sich die Menschen aus dem Bus austauschen können, wurde gegründet.
Hallerndorf (6.20 Uhr): Katia flüchtete mit ihrer Tochter aus Winnyzja. Tagelang hörten sie die Sirenen, versteckten sich im Keller, bis sie es nicht mehr aushielten, ihren Koffer packten und ihr Zuhause verließen. Man sieht ihr die Strapazen an. Sie sieht müde aus, aber dankbar, hier sein zu dürfen. Ihr Mann blieb dort. Er hat sich freiwillig zum Wehrdienst gemeldet. Katia rollen erneut die Tränen übers Gesicht, als sie von ihm spricht. Sie macht sich große Sorgen um ihn. Für Hildegard Rupler war es sofort klar, dass sie Flüchtlinge aus der Ukraine bei sich aufnehmen möchte. Die gebürtige Rumänin kam selbst mit 17 als junge Mutter nach Deutschland. "Wir haben auch mal hier und mal dort geschlafen. Ich kann mich da gut reinfühlen."
Hallerndorf (6.15 Uhr): Die erste Gastfamilie ist im Feuerwehrhaus eingetroffen. Hildegard Rupler (60) aus Hallerndorf nimmt Katia mit ihrer Tochter Kira (9) auf. Sie fallen sich in die Arme. Hildegard und Katia werden beide von ihren Gefühlen übermannt und weinen.
Hallerndorf (6 Uhr): Olena ist mit ihren Kindern Yura und Wowa direkt aus Kiew geflüchtet. Sieben Tage lang war sie unterwegs, bevor sie im Ministerium die Adresse der Kirche von Pfarrer Miroslav bekam, der ihr einen Platz im Bus sicherte. Ihr Mann ist nach wie vor in der Ukraine in Chmelnyzkyj. Olena hofft, dass sie in einem Monat wieder zurück bei ihrer Familie ist.
Hallerndorf (5.40 Uhr): Nach und nach trudeln alle im Feuerwehrhaus ein. Es sind viele Kinder dabei. Die einen fröhlich, sie posieren für unseren Fotografen Matthias Hoch und lachen. Die anderen sind still, zurückhaltend und traumatisiert. Auch Pfarrer Matthias Steffel berichtet von mehreren Gesprächen und Beobachtungen während der Fahrt: "Manche Kinder haben viel durchgemacht und haben einiges hinter sich."
Hallerndorf (5.35 Uhr): Einer ist noch nicht ausgestiegen. Der Busfahrer Manfred Steinmetz sitzt noch am Steuer des Busses. Er kann seine Tränen nicht mehr zurückhhalten. Nach der ganzen Anspannung während der Fahrt fällt jetzt alles von ihm ab. "Wenn man die ganzen Kinder sieht, das ist alles so schrecklich."
Hallerndorf (5.30 Uhr): Der Bus biegt um die Ecke. Sie kommen. Das lange Warten hat ein Ende. Alle sind gesund und wohl behalten wieder da. Die Erleichterung in den Gesichtern der vielen Helfern ist sofort zu sehen. Viele konnten kaum schlafen und waren seit zwei Wochen teilweise Tag und Nacht nur mit der Hilfsaktion für die Ukraine beschäftigt. Die ersten Menschen aus der Ukraine steigen aus. Viele sind müde, aber glücklich. Endlich angekommen, endlich in Sicherheit.
Hallerndorf (4 Uhr): Währen der Bus bald ankommen wird, laufen im Feuerwehrhaus in Schlammersdorf die Vorbereitungen fürs Willkommensfrühstück auf Hochtouren. Viele ehrenamtliche Helferinnen, darunter Katrin Steger,, Sonja Sawinsky, Thomas Sawinsky, Kathrin Distler, Gabi Wirth, Sonja Ruderich und Anna-Lena König Hofmann sowie Pastoralreferent Andy Barthel, richten mitten in der Nacht alles vor. Geschlafen hat hier die letzten Tage keiner.
Hallerndorf (2.30 Uhr): Der Bus hat gerade die deutsche Grenze passiert.
Hallerndorf (0.30 Uhr): Mit im Bus ist auch ein Mann, der aus der Ukraine flüchtet. Er arbeitete in einem Bergwerk, war nach einem Unfall aber verletzt und ist invalide. Somit sei er für den Wehrdienst nicht geeignet. Sieben Tage lang waren er und seine Familie im Keller dem Bombenbeschuss ausgeliefert. Er habe um sein Leben weniger Angst gehabt, als vielmehr um das seiner Kinder. Er hätte nie gedacht, dass die Russen sowas tun und dass es in der heutigen Zeit noch so einen grausamen Krieg geben konnte.
Hallerndorf (21:45 Uhr): Matthias Steffel meldet sich via Sprachnachricht: "Im Bus ist jetzt Ruhe, weil alle müde sind. Aber es gibt auch Babys, die weinen. Hier sind Leute, die sehr traumatisiert sind. Eine Frau erzählt, wie ihre Stadt unter Bombenbeschuss war. Ihre Eltern sind noch dort und ihre Geschwister. Gleichzeitig sind hier viele Mädchen und Jungs, die auf englisch sagen "happy" und "I love you". Es sind viele Emotionen. Ich kann es gar nicht beschreiben. Es sind Gefühlswelten von ganz schrecklichen Erlebnissen, die man mitbekommt, bis hin zu kindlichen Liebeserklärungen."
Hallerndorf (21.40 Uhr): Wir werden zwischen 7 und 8 Uhr morgen ankommen. In Hallerndorf wird ein kleines Frühstück für uns vorbereitet und zum Mittagessen sind wir bei der Brauereigaststätte Rittmeyer.
Hallerndorf (21:30 Uhr): Die Fahrer von Simon Hegele sind an der Grenze angekommen und können die fast 50 Tonnen Hilfsgüter heute nicht mehr abladen. Die dortige Halle, in der man Spenden einlagern kann, ist bereits geschlossen. Die Fahrer müssen also noch einmal eine Nacht bleiben, um morgen alles in Ruhe ausladen zu können.
Bad Kissingen (18.37 Uhr): Susanne Will schickt eine weitere Sprachnachricht: "Hier sind unfassbar viele Helfer, die versuchen, Leid zu lindern. Viele Familien, viele Kinder. Es ist sehr geordnet. Die Kinder, die hier sind, sind im Säuglingsalter, andere sind drei, vier Jahre alt. Viele Haustiere. Viele verweinte Augen."
Bad Kissingen (18.20 Uhr): Helfer bringen den Kindern Zuckerwatte.
Bad Kissingen (18.04 Uhr): Der Hilfskonvoi aus Bad Kissingen ist bei einem Flüchtlingslager eingekommen. "3 Grad, absolutes Chaos. Viele Helfer, die Menschen mitnehmen wollen. Kennzeichen aus ganz Deutschland", schickt Susanne Will via WhatsApp.
Interview mit Jan und Alex aus Dresden.
Bad Kissingen (17.06 Uhr): "Zwischen drin, in der ganzen Hektik, überwältigt einen immer wieder diese immense Hilfsbereitschaft von Menschen aus ganz Europa. Eben konnte ich einen Mann aus Madrid interviewen", sagt Susanne Will und schickt das unten stehende Video per WhatsApp. Antonio aus Madrid erzählt, dass er und seine Crew 3000 Kilometer zurückgelegt haben. Sie haben Windeln und andere Hygieneartikel dabei. Sie wollen ein Zeichen von Hoffnung in die Ukraine schicken.
Antonio aus Madrid im Gespräch mit Redakteurin Susanne Will.
Hallerndorf (16.50 Uhr): "Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie gerade bei der Pause die Kinder gespielt haben, gesprungen sind, und Spaß hatten. Die sind so aufgetaut", freut sich Steffel.
Hallerndorf (16.45 Uhr): Nach dem Gottesdienst auf der Raststätte sitzen jetzt alle wieder im Bus. Die Stimmung ist gut. "Auch wenn wir nicht die gleiche Sprache sprechen. Die Sprache des Herzens wird immer verstanden", schreibt Matthias Steffel via WhatsApp.
Bad Kissingen (16.38 Uhr): "Polizisten, die den Stau geregelt haben, haben uns eben informiert, dass vier Kilometer weiter Hunderte von Menschen mit Linienbussen aus der Ukraine ankommen. Dort sollen zwei große Hallen sein, die sich langsam mit immer mehr Menschen füllen. Und genau da fahren wir jetzt hin."
Bad Kissingen (16.34 Uhr): "Zwischendurch war die Stimmung am Tiefpunkt: Ein Lkw mit Hilfsgütern steht im Stau und auch der Mann, der den Schlüssel für die Lagerhalle hat, steht in diesem Grenzstau", erzählt Redakteurin Susanne Will per Sprachnachricht. "Doch eine viertel Stunde später kommt ein Engel in Form eines Italiener und sperrt eine zweite Halle auf. Jetzt heißt es, blitzschnell ausladen."
Hallerndorf (15.15 Uhr): Matthias Steffel meldet sich von einer Rastanlage. Hier wollen sie gleich gemeinsam mit den Menschen aus der Ukraine einen kleinen Gottesdienst feiern. "Das ist das Anliegen aller, die hier mit uns das Kriegsgebiet verlassen und auf Zeit eine neue Heimat finden. Viele, die wir mitgenommen haben, haben in der Heimat ihre Männer zurücklassen müssen, weil sie ihr Land nicht verlassen dürfen oder können."
Kurze Pause
Bad Kissingen (15 Uhr): Susanne Will meldet sich per Sprachnachricht: "Dieses Hotel auf dem Bild ist eine Söldnerbude. Wir haben uns gerade mit einem Schotten unterhalten, zwei fehlende Schneidezähne, untersetzt, nach eigener Aussage im Security-Bereich zuständig. Sein Grund, sagte er, in den Krieg zu ziehen, sei nur, weil es die richtige Sache ist. Es kommen hier junge Männer aus ganz Europa an. Spanier haben wir gesehen, einen Deutschen, den Schotten. Sie warten hier auf einen Moment, um über die Grenze zu gehen und sich dann den ukrainischen Soldaten anzuschließen."
Bad Kissingen (14.50 Uhr): Susanne Will steht nach wie vor kurz vor der Grenze zur Ukraine. In einem kleinen Café treffen sie und andere Helfer auf Männer in "Kampfmontur", die nach eigenen Angaben Söldner sind. Die Männer sagen, sie wären für den Kampf in der Ukraine rekrutiert worden. "Einer, den habe ich gefragt, was seine Ambitionen sind. Er war von der Bundeswehr und war Kampfschwimmer. Danach habe er ein Medizinstudium begonnen, das er jetzt unterbrochen hat, um in den Krieg zu gehen", erzählt Adrian, einer der Helfer, in einer Sprachnachricht per WhatsApp.
Hallerndorf (14.20 Uhr): Pfarrer Miroslavs Frau hat Pfarrer Matthias Steffel via WhatsApp geschrieben:
"Lieber Pfarrer Matthias, dein Gemeinde ist so gut zu uns. Ich könnte weinen wegen soviel Liebe, die ihr uns schenkt. Es tut mir sehr leid, dass ich zu euch zum Bus nicht kommen konnte. Ich bin mit den Kindern die meiste Zeit zuhause. Ich helfe Miroslav bei alles über Telefon und Computer. Leider geht es Kinder nicht so gut. Sie essen immer unregelmäßig, weil aktuell alle im Kontakt zu halten schwer ist und Logistik für Hilfsgüter nimmt mehr Zeit ein als normalerweise da ist. Ich mache es sehr gern. Ich will dass es Kindern einmal besser geht als jetzt.
Der kleine Paul weint viel. Darum hat er es besser weil er Aufmerksamkeit kommt, ältere Mädels weinen nicht. Sie warten geduldig und werden nicht bemerkt. Kinder leiden schon. Myroslav kommt täglich nach 22-23 Uhr heim und ist total müde. Bitte bete für uns dam,it wir es mit Gottes Hilfe machen können. Ich darf mich nicht beleidigen. Gerne würde ich auch gehen, aber wir dürfen nicht den Kontakt ausnützen. Es steht uns nicht zu bevorzugt zu werden.
Flüchtlingen geht es unglaublich schwer. Aber ich muss aushalten und helfen solange es geht. Ich hoffe auf Ruhe in unserem Gebiet und baldige Frieden auf unserem ganzen Land. Danke euch für ALLES. Danke allen Frau und Manner. Ihr seid große Freunde. Leider woll miros Mama nicht in den Westen. Sie hat Angst um miro. Sie bleibt und wir geben anderen die Möglichkeit. Denkte an uns und Beet für uns. Gott weiß was er machen will. Wir sind tapfer und lieben die Heimat und wollen leben in frideen. Wir werden so Gott will sehen uns wieder. Lieb grusse Maryna"
Die Hilfsgüter aus dem Bus werden nun zu Menschen gebracht, die sie benötigen.
Bad Kissingen (12.56 Uhr): "Wir wissen nicht, was passiert ist. Die Autobahn ist komplett gesperrt. In der Ferne ist eine große Rauchwolke zu sehen," schreibt Susanne Will.
Bad Kissingen (12.53 Uhr): Sabine Will und der Konvoi aus Bad Kissingen sind an ihrem Ziel angekommen. "Wo genau wir sind, muss geheim bleiben, da die Ukrainer Angst haben, dass die Russen Hilfsplätze bombardieren könnten", schreibt die Redakteurin per WhatsApp. Die Kontaktperson ist noch nicht angekommen. Daher warten die Helfer in einem kleinen Industriegebiet.
Hallerndorf (12.40 Uhr): Matthias Steffel erwartet die Rückkehr in Hallerndorf nicht vor 8 Uhr am Sonntag Morgen. Die Flüchtlinge werden dann erst einmal am Pfarrbüro aussteigen, bevor sie nach dem ukrainischen Mittagessen in der Brauereigaststätte Rittmayer zu ihren Gastfamilien kommen.
Hallerndorf (12.30 Uhr): Die Stimmung im Bus ist gut. Matthias Steffel: "Alle sind froh und dankbar, in Sicherheit zu kommen", berichtet Matthias Steffel. "Es ist die Hölle los. Man kann sich das gar nicht vorstellen. Hunderte von Bussen aus allen Ländern, die Flüchtlinge abnehmen. Mindestens genauso viele Lkw und Privat-Pkw, die Sachen anbringen. Priester und Malteser sind vor Ort, die versuchen, in den verschiedenen Sprachen Kontakt aufzunehmen und alle Flüchtlinge auf die einzelnen Busse zu verteilen."
Pfarrer Steffel meldet sich aus dem Bus.
Hallerndorf (12.15 Uhr): "Wir sind losgefahren", schreibt Matthias Steffel via WhatsApp. 46 Flüchtlinge sind mit an Bord - außerdem ein Hund. Pfarrer Miroslav konnte Pfarrer Steffel leider nicht persönlich treffen. Die Lkw von Simon Hegele, die einen Großteil der Hilfsgüter transportieren, treffen in den nächsten Stunden an der Grenze an. Sie sind wegen der Ruhezeiten etwas später dran.
Hallerndorf (10.40 Uhr): Schilderungen von Matthias Steffel via WhatsApp: "Es sind unzählige Busse und Lkw da. Es ist organisiert, und doch chaotisch. Es gibt eine Menge Volontäre, die versuchen, alle Busse, die da sind, voll zu machen. Es ist wirkich sehr beeindruckend und es geht einem zu Herzen, wieviele Menschen auf der Flucht sind und ihre Heimat verlassen müssen, weil Krieg herrscht. Die Kinder wissen gar nicht, was passiert und wo sie hingehen."
Hallerndorf (10.30 Uhr): Busfahrer Apo Brehm: "Es ist traurig, solche Sachen zu sehen. Alle Leute wollen weg. Ich hoffe, wir können ein bisschen helfen."
Hallerndorf (10.25 Uhr): Endlich: Der Bus ist an der Grenze angekommen. Die Lkw von Simon Hegele kommen etwas später wegen der einzuhaltenden Ruhepausen. Die 42 Flüchtlinge, überwiegend Mütter, Großmütter und Kinder (aber auch zwei Männer), die mit nach Hallerndorf kommen, sind schon alle am Bus. "Wir müssen uns jetzt noch registrieren und die Güter aus dem Bus ausladen", erzählt Matthias Steffel.
Hallerndorf (8.30 Uhr): Inzwischen hat sich herausgestellt: "Der Grenzübergang hätte nicht angefahren werden sollen. Anscheinend lag der Fehler bei uns", schreibt Pfarrer Matthias Steffel. Inzwischen haben die Helfer die Grenze hinter sich und sind in der Slowakei. Das ist die Hauptsache.
Hallerndorf (8.15 Uhr): Pfarrer Matthias Steffel meldet sich von unterwegs: "Wir werden um circa halb zehn bei Pfarrer Miroslav ankommen und die Flüchtlinge aufnehmen, alles ausladen und uns wieder auf die Heimreise machen. Wir wissen nach wie vor, dass wir Gutes tun und da kommt es für uns auf einen Umweg nicht an. Vielleicht ist es ja auch ein Schutzengel, der uns da einen anderen Weg weist. Man muss immer aus dem Negativen etwas Positives sehen."
Hallerndorf (7.20 Uhr): Matthias Steffel hat nun den Landtagsabgeordneten Michael Hofmann informiert. Er versucht nun alles in die Wege zu leiten. Der Hilfskonvoi will es über einen anderen Grenzübergang probieren.
Hallerndorf (6.40 Uhr): Die Helfer stehen nach wie vor. Sie werden nicht durchgelassen.
Hallerndorf (6 Uhr): Seit einer halben Stunde steht der Konvoi aus Hallerndorf an der ungarischen Grenze. Die Grenzkontrolleure kontrollieren nicht, lassen den Bus und die Lkw allerdings auch nicht durch.
Hallerndorf (5.30 Uhr): Ein neuer Tag bricht an. Zeit für eine kurze Frühstückspause bei Minus sieben Grad. "Wir sind ganz frohen Mutes, jetzt bald Pfarrer Miroslav zu treffen und die Menschen, die mit uns zurück in die Sicherheit kommen", sagt Matthias Steffel.
Hallerndorf (5 Uhr): Die letzten hundert Kilometer geht es jetzt über Landstraßen bis zum Grenzübergang von Vysne Nemecke. Dort erwartet die bereits Pfarrer Miroslav.
Hallerndorf (0.30 Uhr): "Wir haben gerade in Ungarn getankt. Für fast 1000 Euro", schreibt Matthias Steffel via WhatsApp.
Hallerndorf (22 Uhr): Die Hilfskolonne hat mittlerweile Wien erreicht.
Hallerndorf (21.30 Uhr): Matthias Steffel hat mit seinem Freund Pfarrer Miroslav in der Ukraine telefoniert: "Die sind in ganz freudiger Erwartungen auf unsere Spenden. Wir klären jetzt noch den genauen Übergabeort. Gegen 8 Uhr wird mit einer größeren Mannschaft die Lkw ausgeladen."
Hallerndorf (21 Uhr): Matthias Steffel am Telefon: "Wir sind gerade 50 Kilometer vor Wien. Wir haben gerade einen Fahrerwechsel gemacht. Wir haben ziemlich Wind, aber die Straßen sind relativ frei. Hilfstransporte brauchen ja keine Vignette. Bisher hatten wir aber noch keinerlei Kontrolle. Es übermannt den ein oder anderen so langsam hier die Müdigkeit nach den ganzen Tagen. Es setzt sich langsam alles."
Hallerndorf (20 Uhr): Pfarrer Matthias Steffel hat uns auch noch ein Update via Sprachnachricht zukommen lassen.
Pfarrer Matthias Steffel meldet sich von unterwegs
Hallerndorf (19 Uhr): Im Bus ist gute Stimmung. Pfarrer Matthias Steffel und die Fahrer vom Busbetrieb Brehm sind gemeinsam im Bus unterwegs und senden diese Fotos. Kommt sicher und heil an und auch wieder zurück!
Hallerndorf (18.52 Uhr): Zwei Videos liefern wir noch nach, aufgenommen kurz vor und bei der Abfahrt des Busses.
Die letzten Worte vor der Abfahrt
Der Bus macht sich auf den Weg
Bad Kissingen (18.22 Uhr): Nach 750 gefahrenen Kilometern hat auch dieser Konvoi für heute sein Ziel erreicht. Morgen stehen 400 Kilometer zur Grenze an, dann wieder mit Kindern und Müttern zurück ins Hotel und Sonntag ganz zurück nach Deutschland. Wir sind live dabei.
Hallerndorf (17.28 Uhr): Die Donau lässt grüßen...
Hallerndorf (16.22 Uhr): Matthias Steffel meldet sich erstmals von unterwegs. Schorsch, das Maskottchen, fährt mit.
Hallerndorf (15.50 Uhr): Jetzt ist es soweit. Der Hilfskonvoi setzt sich in Bewegung. Zwei Lkw von Simon Hegele und der Bus vom Busbetrieb Brehm. Alle winken. Die Hilfsgüter kommen dorthin, wo sie gebraucht werden.
Hallerndorf (15.45 Uhr): Alle drücken sich. Abschied liegt in der Luft. Die ersten steigen ein.
Hallerndorf (15.30 Uhr): Dieser Banner, gespendet von der Werbeagentur Roth in Forchheim, ziert die Lkw und den Bus. So ist für jeden ersichtlich, woher die Hilfsgüter kommen.
Hallerndorf (15.25 Uhr): Für alle, die mitfahren, gibt es eine kleine Stärkung. Alle Helfer, die mitfahren, besprechen sich final über die bevorstehende Fahrt.
Hallerndorf (15.20 Uhr): Die letzten Kisten kommen in den Bus. Der ist bis oben hin randvoll mit Hilfsgütern. Auf der Rückfahrt sitzen 40 Flüchtlinge im Bus, davon 20 Kinder, die in Hallerndorf aufgenommen werden.
Hallerndorf (15.10 Uhr): Noch ein Gruppenfoto, bevor es losgeht. Man spürt richtig, wie groß das Wir-Gefühl und der Zusammenhalt ist.
Hallerndorf (15 Uhr): Der Abschied ist sehr emotional. Nach all den Vorbereitungen und langen Abenden, in denen man alles gepackt hat. Vielen ist jetzt mulmig zumute. Auch Busfahrer Roland Koch. Er verabschiedet sich lange von seiner Familie.
Hallerndorf (14.55 Uhr): Jetzt geht es gleich los. Alle machen sich bereit. Pfarrer Matthias Steffel stimmt alle auf die bevorstehende Fahrt ein und bedankt sich für ihren pausenlosen Einsatz in den vergangenen zwei Wochen. Einige haben Tränen in den Augen. Die vergangenen Tage waren für viele sehr aufwühlend und bewegend.
Hallerndorf (14.50 Uhr): Einfach toll: Diese drei Mädels haben ganz selbstverständlich mitgeholfen von Anfang an. Emma Bauer (12), Lilly-Marlen Schubert (11) und Luisa Schubert (13) (v.l.) haben Hilfsgüter sortiert und verpackt. Bei der Abfahrt wollen sie natürlich dabei sein.
Hallerndorf (14.30 Uhr): Jetzt geht es gleich los. Die Fahrer von Simon Hegele sind schon am Treffpunkt am Sportplatz in Hallerndorf. Hier startet gleich der Hilfskonvoi an die westukrainische Grenze. Uwe Wolf, der gleich die erste Etappe am Steuer übernimmt, war letztes Jahr auch schon bei einem Hilfstransport nach Lesbos dabei.
Auch Swen Rinke fährt die Hilfsgüter für Simon Hegele in die Ukraine. Er war bereits letztes Jahr zweimal beruflich in der Ukraine. "Und jetzt fahren wir wieder, aber es ist Krieg, das ist schlimm für mich. Alles in Schutt und Asche, das ist so tragisch", sagt er kurz vor der Abfahrt.
Bad Kissingen (12:40 Uhr):
Die Konvoiautos sind mit Schildern gekennzeichnet. Viele unbeteiligte Reisende hupen, winken uns zu, halten den Daumen nach oben.
Ein Rückblick auf die Vorbereitungen in Hallerndorf und Bad Kissingen
Hallerndorf: Alle packen mit an. 80 ehrenamtliche Helfer haben die Spendenaktion in Hallerndorf möglich gemacht.
Hallerndorf: Heute Morgen gingen die letzten Hilfsgüter in den Lkw.
Hallerndorf: Es kann losgehen. Der Coronatest von Matthias Steffel ist Gott sei Dank negativ
Hallerndorf: Ob Pfarrer Steffel nun, am Abend vor der Abfahrt, nervös ist? "Ich muss ehrlich sagen, bisher war ich entspannt, doch das schlägt jetzt in Nervosität um. Je näher wir uns bei der Fahrt der Ukraine nähern, desto mulmiger wird es mir, denke ich", sagt Steffel. Nicht nur wegen des Krieges, sondern weil er vor allem hoffe, dass alles so klappt, wie das Team sich das vorgestellt habe, und dass es nicht chaotisch wird. "Wir wissen nicht, was uns erwartet. Die Menschen sind teilweise hunderte Kilometer unterwegs gewesen und liegen jetzt in Zelten und Matratzenlagern. 40 Menschen können wir mitnehmen, andere nicht."
Hallerndorf: "Ich habe mir bereits einen Google-Übersetzer auf mein Handy geholt", sagt Pfarrer Steffel. Er will sich mit allen Menschen aus der Ukraine, die mit nach Hallerndorf kommen, unterhalten können.
Bad Kissingen: Es ist alles super vorbereitet: Wir haben eine Ukrainerin als Kontaktperson. Hotels für den Zwischenstopp sind reserviert.
Hallerndorf: Auf dem Rückweg nehmen Pfarrer Steffel und sein Helferteam 40 Flüchtlinge mit nach Hallerndorf. "Ich habe heute die Liste bekommen. Die Hälfte davon sind Kinder. Eins sogar nur ein Jahr alt", erzählt Steffel. Aufgenommen werden die Menschen von Familien aus Hallerndorf. Sie werden aktuell informiert.
Hallerndorf: 1100 Kilometer liegen vor dem Hilfskonvoi aus Hallerndorf. Zu neunt fahren Pfarrer Steffel und die Fahrer von Simon Hegele und dem Busbetrieb Brehm am Freitag Nachmittag los. Mit dabei: drei voll beladene Wechselbrücken von Simon Hegele und ein bis oben hin gefüllter Bus von Brehm.
Bad Kissingen: 150 Menschen helfen zusammen, um diesen Hilfskonvoi möglich zu machen. Wir haben Spenden in Höhe von 52.000 Euro erhalten.
Hallerndorf: Die Spendenaktion in Hallerndorf wird mit dem Abtransport der Spenden morgen vorerst beendet. "In meiner Verantwortung gegenüber allen Mitarbeitenden. Ich merke bei vielen, dass es jetzt an die Grenze gekommen ist", sagt Steffel. Bis Mittwoch können aber Spenden abgegeben werden. Eine Wechselbrücke von Simon Hegele kann noch beladen werden.
Hallerndorf: Wer noch spenden möchte, kann dies noch tun bis kommenden Mittwoch. Allerdings nicht mehr, wie bisher, im Pfarrheim in Hallerndorf, sondern ab sofort von 15 bis 18 Uhr in der Korbflechterei Backof in der Schlammersdorfer Straße 1 in Schlammersdorf. Kleidung wird nicht mehr benötigt.
Bad Kissingen: Am Freitag um 7 Uhr startet ein gigantisch organisierter Hilfskonvoi nach Lemberg. Unser Team fährt mit Medikamenten und Hygieneartikel hin. Die Übergabe wird in einer sogenannten Schutzzone an der Grenze erfolgen. Anschließend fahren wir noch weiter in die Ukraine.
Hallerndorf: Die Helfer haben bis in die Nacht hinein alle Spenden in die Lkw beladen. "Ich bin überaus stolz und dankbar auf unsere Leistung, die wir von 0 auf 100 aus dem Boden gestampft haben", freut sich Pfarrer Steffel.
Hallerndorf: „Es liegen die Nerven blank. Es gibt vor Ort seit Tagen kaum mehr Strom und Wasser, nur eine Stunde täglich.“ Solche und ähnliche Nachrichten erreichen Pfarrer Matthias Steffel aus Hallerndorf von seinem Freund, Pfarrer Miroslav, aus Uzghorod in der Ukraine nahezu täglich. Das Leid ist groß. „Es gibt viele Verletzte zu versorgen und wir müssen noch Massen an Geflohenen aufnehmen“, schreibt Miroslav Steffel via Whatsapp. Der Bus von Brehm soll deshalb auf dem Rückweg Flüchtlinge aus der Ukraine mit nach Hallerndorf nehmen. Viele Hallerndorfer haben Wohnraum angeboten.
Hallerndorf: Die Spedition Pohl aus Forchheim spendete 5000 Euro. Die Werbeagentur Roth in Forchheim gestaltete und spendete diese zwei Banner, die an die Lkw befestigt werden.
Hallerndorf: Es kamen so viele Spenden zusammen, dass sich morgen vier voll gefüllte Lkw von Simon Hegele und ein voll gepackter Bus vom Busbetrieb Brehm auf dem Weg ins westukrainische Uzghorod machen. Hier wartet Pfarrer Miroslav, ein Freund von Pfarrer Steffel, auf die gespendeten Hilfsgüter.
Hallerndorf: Pfarrer Matthias Steffel, der die gesamte Spendenaktion mit ins Leben gerufen hat: "Es ist überwältigend zu erleben, mit wieviel Freude und Herzblut, auch auch persönlichen Entbehrungen mitgearbeitet wurde.
Hallerndorf: Am Freitag startet der große Hilfskonvoi von Hallerndorf Richtung Ukraine. Zwei Wochen lang haben zahlreiche ehrenamtliche Helfer unzählige Spenden entgegengenommen, sortiert und verpackt.
























































