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Weilersbach legt Veto ein
Verwaltungsgebäude: Energetische Sanierung statt Anbau
Das VG-Gebäude in Kirchehrenbach.Forchheim & Fränkische Schweiz
Das VG-Gebäude in Kirchehrenbach. // Thomas Weichert
Weilersbach – Die Gemeinderäte von Kirchehrenbach und Leutenbach hatten für einen Anbau hinter dem Gebäude der Verwaltungsgemeinschaft entschieden. Das sieht der Weilersbacher Gemeinderat anders.

Wie soll denn nun die Sanierung und eine mögliche Erweiterung des Gebäudes der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Kirchehrenbach in Kirchehrenbach aussehen? Nachdem sich die Gemeinderäte von Kirchehrenbach und Leutenbach für einen Anbau hinter dem VG-Gebäude, für eine energetische Sanierung des bisherigen VG-Gebäudes und ohne einen Aufzug im Eingangsbereich entschieden hatten, will der Weilersbacher Gemeinderat nun nur die energetische Sanierung des Hauses angehen.

Es gibt keine Fördermittel

Wie Bürgermeister Marco Friepes (CSU) während der jüngsten Ratssitzung erklärte, brauche es aus seiner Sicht keine Erweiterung des VG-Gebäudes und somit den von den beiden VG-Mitgliedsgemeinden favorisierten Anbau auch nicht. Energetisch gesehen sei das Verwaltungsgebäude natürlich schon in die Jahre gekommen. Da müsse etwas gemacht werden. Allerdings sei das Haus groß genug, es brauche daher keinen Anbau, keine neuen Büroräume und auch keinen weiteren Raum für ein Archiv.

Nur einige Umstrukturierungen im Haus selbst seien erforderlich, so der Bürgermeister. Zehn Jahre habe man diskutiert und war sich einig, dass man nur dann umbaue oder erweitere, wenn es Fördermittel gebe. Diese gebe es aber definitiv für ein Verwaltungsgebäude nicht. „Arbeitsplätze“, also die entsprechenden Büros dafür, seien im bisherigen VG-Gebäude in ausreichender Zahl vorhanden. Zudem könne von den Mitarbeitenden künftig auch Homeoffice genutzt werden – und Büros könne man sich auch teilen. Diese alternativen Arbeitsformen hätten sich inzwischen bewährt.

Kein eigenes Bürgermeisterbüro

Wie Friepes erklärte, sei er bereit, sein bisher genutztes Einzelbüro stundenweise mit anderen oder den weiteren VG-Bürgermeistern zu teilen. Definitiv brauche es aber einen kleinen Besprechungsraum und einen Sozialraum. Diese könne man mit einer Raumumstrukturierung im bisherigen Gebäude leicht schaffen. Auch sollte der bisherige Sitzungssaal im Obergeschoss, in dem nun die Akten untergebracht sind, wieder als solcher genutzt werden. Deshalb brauche es auch keinen neuen Sitzungssaal in einem separaten Gebäude.

Zudem könne man den bisherigen Sitzungssaal getrennt nutzen. Zum Beispiel durch eine mobile Abtrennung auch als Besprechungsraum. „Was ich nicht sehe, ist, dass wir einen VG-Sitzungssaal für drei Sitzungen der VG im Jahr brauchen“, so Friepes. Denn die Räume könnten abwechselnd von den drei VG-Mitgliedsgemeinden genutzt werden.

Im Erdgeschoss, das ohnehin schon durch eine Rampe barrierefrei zugänglich sei, könnte ein Standesamtszimmer eingerichtet werden – und ein barrierefrei erreichbares Bürgerbüro.

Energetische Sanierung genügt

Der einstimmig gefasste Empfehlungsbeschluss der Weilersbacher Räte für die letztendlich entscheidende VG-Versammlung lautet: „Energetische Sanierung des VG-Gebäudes ja, ansonsten aber kein Anbau, auch kein Neubau und keine Verlegung in die bisherige Grundschule in Kirchehrenbach.“

Damit verbunden sei demnach eine andere Aufteilung und eine Mehrfachnutzung der vorhandenen Büroräume. Soweit es die ohnehin angespannte Haushaltslage überhaupt zulasse.

Wie Anton Dennerlein (BR) sagte, habe er jahrelang gehört, dass die Zahl der Räume nicht ausreiche. Wenn sie dies aber nun doch tun, reiche eine energetische Sanierung und eine andere Raumaufteilung für immerhin 563.000 Euro völlig aus. Dritter Bürgermeister Micheal Henkel (CSU) sah die Kosten für den Sanierungsbedarf als zu hoch an. „Man muss in die Richtung denken, dass man den Sitzungssaal oben wieder frei bekommt. Einzige Problematik sei der fehlende Aufzug. Daher gelte es, im Erdgeschoss das Trauungszimmer einzurichten, so Henkel.

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