In der Gößweinsteiner Gastroszene gibt es Grund zum Aufatmen, denn im Il Sole direkt gegenüber der geschichtsträchtigen Basilika soll es statt einer Schließung zu einer nahtlosen Staffelübergabe kommen. Das teilten am Donnerstagmittag die künftigen Wirtsleute Christina Weichert und ihr Ehemann Ioannis Weichert mit. Bei den beiden handelt es sich um keine Unbekannten, denn seit etwas über zwei Jahren betreiben die beiden bereits das unweit liegende griechische Restaurant Nostimo in der Pezoldstraße sowie seit April als zweites Standbein das Wirtshaus am Gnock in Elbersberg.
Nachfolger setzen auf kulinarische Vielfalt
„Wir wurden angefragt, ob wir Interesse hätten, das Restaurant zu übernehmen und haben uns gleich dafür entschieden“, berichtet Christina Weichert. Einer der ausschlaggebenden Gründe für diese schnelle Entscheidung sei der Biergarten gewesen. Dieser befinde sich in idealer Lage, um hungrige Wallfahrer anzulocken.
„Wir haben uns, nachdem wir die Entscheidung getroffen haben, tatsächlich auch Gedanken über ein neues Konzept gemacht“, erklärt die 24-Jährige. Letztendlich wird es jedoch wohl bei der italienischen Küche bleiben. „Ein zweites griechisches Restaurant braucht Gößweinstein einfach nicht“, betont sie. Und auch fränkische Wirtschaften gebe es bereits ausreichend. Ihr Ziel sei es folglich, die kulinarische Vielfalt in der Gemeinde zu erhalten.
Keine Angst vor der italienischen Küche
Trotzdem wird es wohl auch einige Neuerungen geben. So wollen die Weicherts im Sommer beispielsweise nachmittags länger öffnen, um Besucher mit Kaffee und hausgemachtem Kuchen zu verwöhnen. Außerdem planen sie einen Nebenraum, der vom aktuellen Pächter nicht genutzt wird, zu reaktivieren. Etwa für Veranstaltungen sowie als Vereinsheim.
Sorgen wegen der Herausforderungen, welche die italienische Küche mit sich bringt, hat das Wirtspaar übrigens nicht. „Wir bieten schon länger im Nostimo eine Gyrospizza an. Die gehört inzwischen zu unseren Verkaufsschlagern“, erklärt Ioannis Weichert. Außerdem sei seine Schwester zur Hälfte Italienerin, scherzt seine Frau.
So ist die Speisekarte des Il Sole
Dennoch wird es diese gelungene Fusion mediterraner Klassiker nicht auf die Karte des Il Sole schaffen. Schließlich wolle man sich selbst keine Konkurrenz im Ort schaffen. „Das Nostimo ist unser Baby und wir sind sehr zufrieden, wie es läuft“, betont der Ehemann. Die beiden wollten das, was sie sich bereits aufgebaut hätten, folglich nicht zugunsten des neuen Restaurants opfern.
„Bei dem Menü im Il Sole werden wir uns weitgehend an dem Angebot unserer Vorgänger orientieren“, erklärt Christina Weichert. Dieses verfüge bereits über zahlreiche Klassiker, die auf keiner italienischen Speisekarte fehlen dürften. Jedoch wird es auch einige neue Gerichte geben. „Wir müssen uns aber noch entscheiden, welche“, sagt die Wirtin. Hierfür ist glücklicherweise noch etwas Zeit.
Familien und Freunde unterstützen Wirtsleute
„Wir bekommen die Schlüssel am 1. Dezember“, berichtet ihr Ehemann. Danach folge eine kurze Einrichtungsphase, in der die Küche geschlossen bleiben muss. „Spätestens nach einer Woche wollen wir jedoch wieder loslegen“, betont Christina Weichert. Rechtzeitig für den Gößweinsteiner Weihnachtsmarkt.
Damit dies gelingt, setzt das Wirtspaar voll auf die Unterstützung seiner beiden Familien und der gemeinsamen Freunde. „Natürlich wird unser Fokus gerade am Anfang stärker auf dem Il Sole liegen“, erklärt ihr Mann. Sowohl im Nostrimo als auch im Wirtshaus am Gnock hätten sie jedoch kompetente Helfer, die das Ruder zwischenzeitlich übernehmen könnten. „Meine Mama kommt beispielsweise aus der Branche und hilft uns bereits in Elbersberg tatkräftig aus“, berichtet die junge Wirtin. Und damit sei sie nicht die einzige.
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