Ein sonniger Tag im Oktober auf der Baustelle des Kreisverkehrs an der Retterner Kanzel im Landkreis Forchheim. Baggerfahrer Walter Michael aus Bamberg deutet nach Norden, wo man in der Ferne Bamberg und die Altenburg sehen kann. Außerdem hat man noch einen schönen Blick auf die nahe gelegene Jägersburg. „Das ist die schönste Baustelle“, sagt er und berichtet aus seiner langjährigen Erfahrung.
Retterner Kanzel: so gehen Bauarbeiten voran
Dabei erwähnt er aber auch die vielen Pöbeleien und Beschimpfungen, die er und seine Kollegen von Autofahrern auf so mancher Baustelle zu hören bekommen. Auch, so Michael weiter, sei es nicht ungewöhnlich, dass Radfahrer trotz Absperrung während der laufenden Arbeiten sich waghalsig zwischen den Baumaschinen vorbeischlängeln.
Hier gibt es die Bildergalerie zu den Bauarbeiten an der Retterner Kanzel:
Er und seine Kollegen arbeiten ihre Aufträge ab. Wobei sie dieses Mal zusätzlich zu den Arbeiten am Straßenverlauf auch mehrere große Regenrückhaltebecken unterirdisch installiert hätten. Außerdem seien die Verkabelungen für Strom und Mobilfunk, die erst für 2029 geplant waren, jetzt bereits mit verlegt worden. Dass dabei auch ein Munitionslager entsorgt werden musste, habe nur eine untergeordnete Rolle gespielt, sagt der Baggerfahrer.
Arbeiten bis Anfang Dezember 2024 fertig
Nach Aussage von Dieter Els, Leiter des Tiefbauamts am Landratsamt Forchheim, sollten die Arbeiten bis Anfang Dezember 2024 abgeschlossen sein. Dabei belaufen sich die Kosten auf insgesamt 1,94 Millionen Euro, inklusive Planung.
Allerdings fließen laut Els von der Bayerischen Staatsregierung Gelder in Höhe von 1,28 Millionen Euro ein. Was die Kosten für den Landkreis um diese Summe entlastet. Aktuell werden gerade Pflasterarbeiten ausgeführt, Gabionen und Borte gesetzt. Ab der Kalenderwoche 45 (4. November) wird der Asphalt aufgetragen.
Straße nach Weilersbach ohne Radweg
Sehr schade ist es seiner Meinung nach, dass bei dieser Baustelle nicht gleich die Straße nach Weilersbach erneuert und mit einem Radweg ausgestattet werde. Die Ursache dafür, dass die Planung nicht schon jetzt umgesetzt werden kann, sind Grunderwerbsprobleme. Die Eigentümer möchten laut Els ein dafür benötigtes Grundstück im Waldbereich bisher nicht verkaufen.
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