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Sieben Verletzte
Mitarbeiter in Lebensgefahr: Dramatischer Rettungseinsatz in fränkischer Werkstatt
Ebern: Dramatischer Rettungseinsatz in Werkstatt - Mann in Lebensgefahr
In Unterfranken sind bei einem Austritt von Kohlenmonoxid mehrere menschen verletzt worden. // Michael Will, BRK
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Ebern – Im Bereich einer Werkstatt in Unterfranken hat der Austritt von Kohlenmonoxid für einen größeren Einsatz der örtlichen Rettungskräfte und der Feuerwehr gesorgt. Mehrere Menschen wurden verletzt, die Ursache wird noch untersucht.
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In einer Werkstatt in Ebern im Kreis Haßberge ist es am Dienstag (27. Oktober 2026) zu einem Austritt von Kohlenmonoxid gekommen, der gravierende Folgen für die Menschen in der unmittelbaren Umgebung hatte. Insgesamt sieben Personen wurden verletzt, darunter ein 63-Jähriger, der sogar in Lebensgefahr schwebte.

Wie das BRK Haßberge berichtet, war ein Rettungswagen der Eberner Wache kurz nach 12 Uhr zu einem scheinbar zunächst internistischen Routineeinsatz in die Coburger Straße gerufen worden. Vor Ort stießen die Einsatzkräfte auf einen Mitarbeiter der dort gelegenen Werkstatt, der mit massiven Kreislaufbeschwerden zu kämpfen hatte.

Kohlenmonoxid-Austritt in Eberner Werkstatt - Mann in Lebensgefahr

"Unmittelbar nach Betreten der großräumigen Halle schlug bei der Rettungswagen-Besatzung der Kohlenmonoxidmelder an und zeigte einen massiv hohen Wert an. So hoch, dass bei einem unkontrollierten Aufenthalt in der Halle für alle Beteiligten massive gesundheitliche Gefahren gedroht hätten", schildert der BRK-Kreisverband. Die Retter brachten den 63-Jährigen, der bereits kaum noch gehen konnte, ins Freie und begannen umgehend mit der notfallmedizinischen Erstversorgung. Zwei Ersthelfer, die sich bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes um den Mann gekümmert hatten, wurden aufgefordert, die Halle sofort zu verlassen und nicht mehr zu betreten.

Die Einsatzkräfte des BRK forderten zusätzlich die Feuerwehr zur Gefahrenabwehr sowie einen Notarzt an. Die schnell eintreffenden Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Ebern machten sich auf die Suche nach der Ursache für den Kohlenmonoxid-Austritt. "In der Halle und einem angrenzenden Büro wurden Werte von über 300 ppm Kohlenmonoxid gemessen. Ein Wert, der bei längerem Aufenthalt zu deutlichen Vergiftungssymptomen und Bewusstlosigkeit führen kann", so das BRK. Nach erfolgter Erstversorgung wurde der 63-jährige Werkstatt-Mitarbeiter mit dem Rettungswagen zur weiteren Versorgung ins Klinikum Coburg transportiert. Zwischenzeitlich traf auch der BRK-Einsatzleiter Rettungsdienst vor Ort ein, der zur weiteren Absicherung zwei Krankentransportwagen anforderte.

Wie sich schließlich herausstellte, waren neben dem Arbeiter und zwei Ersthelfern noch weitere Personen von dem Kohlenmonoxid-Austritt betroffen: In einer direkt an der Halle angrenzenden Praxis für Ergotherapie wurde bei insgesamt vier Personen ebenfalls eine - glücklicherweise nur geringfügige - Belastung durch Kohlenmonoxid festgestellt. Die vier und die beiden Ersthelfer wurden vom Rettungsdienst untersucht, mussten aber nicht in eine Klinik eingeliefert werden.

Feuerwehr äußert Verdacht zur Ursache

Was genau zu dem Kohlenmonoxid-Austritt führte, ist bislang unklar. Laut dem BRK scheidet die Heizungsanlage des Gebäudes offenbar als Ursache aus, was auch ein Fachmann der Gasversorgung zunächst so einschätzte. Nach Einschätzung der Feuerwehr kommt für die massiv erhöhten Werte der Gebrauch eines Gabelstaplers infrage, der in der geschlossenen Halle mehrere Stunden lang für Montagearbeiten betrieben wurde. Die Polizei hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen. Zuletzt war eine andere Werkstatt im Kreis Haßberge in Vollbrand geraten - 70 Einsatzkräfte kämpften dort gegen die Flammen.

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