So ein Fest wie das Kraisdorfer Kellerfest gibt es in den USA nicht – zumindest nicht im Bundesstaat Colorado, wo Reyce Roedema, Joseph Leishman und Austin Lewis herkommen. Die drei 16-Jährigen waren in den vergangenen drei Wochen im Rahmen eines Schüleraustauschs mit ihrer Klasse am Eberner Friedrich-Rückert-Gymnasium (FRG)zu Gast.
Sie kamen von der Horizon High School in Thornton, einem „Vorort“ (mit 140.000 Einwohnern) von Denver, der Hauptstadt von Colorado. Bei den Gastfamilien von ihren deutschen Schulkollegen Paul Miener in Kraisdorf, Philipp Häberle in Untermerzbach und Luis Neupert in Altenstein logierten sie und waren am Sonntag Gäste beim Kellerfest in Kraisdorf. Dort war Gelegenheit, sich mit unserem Mitarbeiter Simon Albrecht zu unterhalten.
Das Kellerfest, bei dem am Sonntag die Blasmusik Kraisdorf spielte, fand Joseph „very good“ und er outete sich als Blasmusik-Fan, zumal er in seiner Heimatstadt Thornton bei einer „Marching-Band“ Klarinette spielt. Dort haben sie den Marsch „Under the Double Eagle“ im Repertoire („Unter dem Doppel-Adler“ von J. F. Wagner).
In den drei vergangenen Wochen lernten die drei im Unterricht im Gymnasium viel von der deutschen Sprache und auch die Menschen in der Region kennen. Unisono fanden sie die Leute hier „very, very nice“. Wie Philipp Häberle ergänzte, fänden sie es gut, dass hier auf den Dörfern „jeder jeden kennt“.
Schnitzel, Döner und German Beer
Und wie sieht’s aus mit dem Essen? „Schnitzel“, konstatiert Reyce – und die übrigen lachen. Aber auch mit dem Döner haben die Feinschmecker sich angefreundet. Und mit dem „German Beer“. Austin war bei einer Brauerei-Besichtigung in Kulmbach dabei, bei der er nicht nur viel übers Bierbrauen, sondern auch über die Kulturgüter in der fränkischen Region lernte – wie zum Beispiel die Basilika in Vierzehnheiligen, die ihn auf den Sightseeing-Tours am meisten beeindruckt hat.
Joseph wiederum war von der Nürnberger Burg fasziniert und Reyce von der thüringischen Hauptstadt Erfurt und vom Dom. Und in der Freizeit kamen oft die Karten auf den Tisch – neben Poker haben die Youngsters sich dem deutschen Schnauz gewidmet; da ist Joseph meist als Sieger hervorgegangen.
Am Mittwoch hieß es dann Abschied nehmen. Auf die Schüler wartete ein Zehn-Stunden-Nonstop-Flug von Frankfurt nach Denver.









