Dass ein Bürgermeister im Superman-Kostüm mit einem Männerballett auf einer Bühne tanzt, ist wohl nicht alltäglich. In diesem Jahr war dieses Spektakel in Bundorf zu erleben. Nach sechs Jahren Zwangspause aufgrund der Sanierung des Bürgerzentrums und der Corona-Pandemie konnte der FC Bundorf wieder drei Büttensitzungen anbieten – diesmal im schmucken Bürgerzentrum mit ausfahrbarer Bühne.
Bürgermeister zeigt perfektes Sixpack
Bürgermeister Hubert Endres ließ es sich am Samstag im ausverkauften Bürgerzentrum nicht nehmen, mit den „Waschbären“ aufzutreten, die sich zu Supermännern verwandelten. Das Publikum belohnte den Vortrag mit dem Lied „Oh wie ist es schön“, was Endres in die Karten spielte. „Meint ihr mich?“, fragte er rhetorisch und bedankte sich bei den Kostümbildnerinnen, die durch das perfekte Kostüm seinen Sixpack zur Geltung gebracht hätten.
Für Freudentränen sorgte „Olga von der Wolga“ alias Ulrike Betz, die in ihrem schlüpfrigen Late-Night-Talk den biederen Jäger Hans (Thorsten Dümpert) begrüßte. Der offenbarte Olga, dass er seiner Frau manchmal auch einen Rammler mit nach Hause bringe. „Was machst du dann?“, fragte Olga erstaunt. Auch Pilze bringe er manchmal mit heim, was Olga als „unangenehm“ befand. Ein Staubsaugervertreter (Alfred Schwappach) war ebenfalls bei Olga zu Gast und berichtete, er zeige den Hausfrauen zunächst einmal sein Gerät, was Olga mit „sehr direkt“ kommentierte…
Wortakrobat und Stimmungskanonen
Bundorfs Antwort auf den Wortakrobaten Willy Astor heißt Rene Bamberger, das „Achterle der blauen Sieben“. Er präsentierte „Flachwitze mit hohem Niveau aus der untersten Schublade“. Er war zuletzt in einem Mietgeschäft für Reptilien in Berlin: „in Moabit, wo ich mir gern ne Boa miet“.
In Berlin hat er eine Freundin. „Ich liebe Natalie, seit ich mit ihre Natter lieh“, reimte er. Der Höhepunkt seines Auftritts in der Bütt war das „Liebesgedicht an Ellen“ mit Stellen auf den Seychellen und Gazellen sowie Hunden, die bellen.
Der „Stimmungs-Bernd“ (Bernd Thein aus Schweinshaupten) wies Personen ihre wahre Heimat zu. So schickte er die Schweinezüchter nach Ebern, die Neurologen nach Gückelhirn, die Frauen nach Busendorf und die Vergesslichen nach Merkershausen.
Weitere Auftritte hatten unter anderem Julian Schmitt, die Garde, die Mini-Junioren, das Tanzmariechen Lisa Gottwald, „Gerda und der Bingo-Club“ und das Männerballett. Alleinunterhalter Matthias Martin sorgte für den musikalische Rahmen.








