Die Lichterkette am Weihnachtsbaum ist noch aus. Nebel liegt in der Luft. Kurze Zeit später setzt der Nieselregen ein. Dem Wetter und anderen gleichzeitig stattfindenden Märkten in der Region geschuldet, bahnen sich heuer weniger Besucher als in sonst ihren Weg durch den Untermerzbacher Weihnachtsmarkt. Der Stimmung im Dorf tut das keinen Abbruch.
So sorgt Bürgermeister Helmut Dietz (SPD) schon in seiner Begrüßungsrede für den ersten Glücksmoment. „23 Jahre Untermerzbacher Weihnachtsmarkt“ prangt es an den Eingängen zum Weihnachtsmarkt in großer Schrift. Der Bürgermeister derweil erklärt, dass die Gemeinde in diesem Jahr auf ein kleines Jubiläum zurückblicken kann. Denn vor 25 Jahren sei erstmals ein Weihnachtsmarkt von Bürgern für Bürger hier organisiert worden. Zwei Jahrgänge allerdings hätten dann der Corona-Pandemie zum Opfer fallen müssen.
Blumen für die Organisatorinnen
Von Beginn an koordiniert dabei Sabine Schoppel die Budenbelegung. Im kommenden Jahr allerdings wird sie als letzte Angestellte der Kommune, die mit der wieder erkämpften Eigenständigkeit Untermerzbachs ins Rathaus eingezogen ist, in den Ruhestand verabschiedet. Der diesjährige Weihnachtsmarkt ist somit ihr letzter. Zu ihrer Überraschung gibt es dafür vom Bürgermeister Blumen, über die sie sich sichtlich freut. Ebenso mit einem Strauß wird Schoppels Nachfolgerin Romina Henn bedacht. Sie hat die Organisation des Weihnachtsmarktes in diesem Jahr erstmals mit unterstützt.
Im Anschluss nimmt das gewohnte Programm mit Essen und Trinken, Gesprächen, Schlendern, einer Krippenausstellung in der Kirche und diversen Musikdarbietungen von Gruppen der Musikschule Ebern über den Handglockenchor des Sonnenhofs und die Blaskapelle Gereuth bis hin zum Duo „Hoffnungsvoll“ seinen Lauf. Auch der Besuch des Nikolaus darf natürlich nicht fehlen und sorgt für den wohl belebtesten Moment des Tages. Viele Familien versammeln sich dazu zu den Liedern und Gedichten der Kita Sonnenschein am Marktplatz.
Während die meisten kleinen Kinder schon wieder zu Hause sind, gehen mit der Dämmerung auch die Lichterketten an. „Wahnsinn, damit haben wir nicht gerechnet“, spricht um 18 Uhr schließlich der 15-jährige Leon Klimm ins Mikrofon. Die fünf Jugendlichen der neu gegründeten Band „Sense of Seven“ freuen sich neben dem Weihnachtsbaum über zahlreiche Zuhörer bei ihrem ersten Bandauftritt überhaupt. So fühlt sich Weihnachten an.













