Weltgebetstag
Am 3. März geht es um Frieden für Taiwan
Taiwan – wie Künstler es idealisiert sehen.
Taiwan – wie Künstler es idealisiert sehen.
Quelle: Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Ebern – Am 3. März wird für Taiwan gebetet, die politische Lage dort ist brisant. Um 19 Uhr lädt das ökumenische Team in die Pfarrkirche St. Laurentius in Ebern ein.

Rund 180 Kilometer trennen Taiwan vom chinesischen Festland. Doch es liegen Welten zwischen dem demokratischen Inselstaat und dem kommunistischen Regime in China. Der Konflikt zwischen der Volksrepublik China und Taiwan geht zurück auf den chinesischen Bürgerkrieg zwischen 1927 und 1949. Damals flohen die Truppen der national-chinesischen Kuomintang vor den Kommunisten nach Taiwan.

Die Führung in Peking betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz und will es „zurückholen“ – notfalls mit militärischer Gewalt. Das international isolierte Taiwan hingegen pocht auf seine Eigenständigkeit. Als Spitzenreiter in der Chip-Produktion ist das High-Tech-Land für Europa und die USA wie die gesamte Weltwirtschaft bedeutsam. Seit Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine kocht auch der Konflikt um Taiwan wieder auf.

Menschen in über 150 Ländern der Erde feiern Gottesdienste anlässlich des Weltgebetstages

In diesen unsicheren Zeiten haben taiwanische Christinnen Gebete, Lieder und Texte für den Weltgebetstag 2023 verfasst. Am Freitag, 3. März, feiern Menschen in über 150 Ländern der Erde diese Gottesdienste. „Ich habe von eurem Glauben gehört“, heißt es im Bibeltext Eph 1,15-19.

Am 3. März um 19 Uhr lädt das ökumenische Team zum Weltgebetstag in die katholische Pfarrkirche St. Laurentius mit anschließendem gemütlichen Beisammensein im katholischen Pfarrzentrum ein. Bei dieser besonderen Andacht ist zu hören, was Taiwanerinnen von ihrem Glauben erzählen, und mit ihnen für das einzustehen, was wertvoll ist: Demokratie, Frieden und Menschenrechte.

Vier bis fünf Prozent der Bevölkerung Taiwans sind Christen

Die meisten Taiwaner praktizieren einen Volksglauben, der daoistische und buddhistische Einflüsse vereint. Zentrum des religiösen Lebens sind die zahlreichen bunten Tempel. Christen machen nur vier bis fünf Prozent der Bevölkerung aus.

Über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg engagieren sich Frauen seit über 100 Jahren für den Weltgebetstag. Dieses Jahr laden Frauen aus Taiwan ein, daran zu glauben, dass wir diese Welt zum Positiven verändern können – egal wie unbedeutend wir erscheinen mögen. Denn: „Glaube bewegt.“

 

Der Weltgebetstag 2023 und das Land, um das es geht

 

Taiwan Die Hauptinsel des 23 Millionen Einwohner zählenden Pazifikstaats ist ungefähr so groß wie Baden-Württemberg. Auf kleiner Fläche wechseln sich schroffe Gebirgszüge, sanfte Ebenen und Sandstrände ab. Über 100 kleine Korallen- und Vulkaninseln bieten einer reichen Flora und Fauna Lebensraum.

Bis ins 16. Jahrhundert war Taiwan ausschließlich von indigenen Völkern bewohnt. Dann ging die Insel durch die Hände westlicher Staaten sowie Chinas und Japans. Heute beherbergt Taiwan eine vielfältige kulturelle und sprachliche Mischung. Nur etwa zwei Prozent der Bevölkerung gelten als Indigene. Heute ist Taiwan ein fortschrittliches Land mit lebhafter Demokratie. Gerade die junge Generation ist stolz auf Errungenschaften wie digitale Teilhabe, Meinungsfreiheit und Menschenrechte.

Der hektische Alltag in den Hightech-Metropolen wie der Hauptstadt Taipeh ist geprägt von Leistungsdruck, langen Arbeitstagen und steigenden Lebenshaltungskosten. Und doch spielen Spiritualität und Traditionen eine wichtige Rolle.

Wer möchte mithelfen? Gerne kann man im Vorbereitungsteam mitwirken. Wer Interesse hat, wendet sich bitte an Katrin Ruppert, Telefon 09531/5307.

Lesen Sie auch:

Inhalt teilen

Oder kopieren Sie den Link: