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Tierischer Spaß in Haßbergen
Dschungelcamp in Rentweinsdorf: Büttensitzung 2026
Der Auftritt der „Mini-Garde“ stieß auf Begeisterung.
Der Auftritt der „Mini-Garde“ stieß auf Begeisterung. // Günther Geiling
Signet des Fränkischen Tags von Günther Geiling
Rentweinsdorf – Tierischer Spaß in Franken: Die Rentweinsdorfer Narren auf „Safari-Tour“. So lief die diesjährige Büttensitzung ab.

„Rentweinsdorf, das ist bekannt als närrisches Dorf im ganzen Land. Rentweinsdorf, da geht's voll ab, gute Laune nicht zu knapp!“

Mit diesen Worten eröffneten das Prinzenpaar Jeanine I. und Christoph I. die Büttensitzung im originell dekorierten Marktsaal, in dem man sich auf der Bühne mitten in einer „Safaritour“ der Narren fühlte. Auch die Mitglieder des Sechserrats hatten sich in Zebras oder Tiger verwandelt.

Besuch des Ministerpräsidenten Markus Söder in der Faschingshochburg

Bürgermeister Steffen Kropp stieg dabei als Erster in die Bütt und übergab dem Prinzenpaar die Orden.

Er erinnerte an den Besuch des Ministerpräsidenten Söder. „Er hat den Tag der Franken auf unserem Feuerwehrfest gefeiert, weil er weiß, wo es gut is und gut schmeckt, am schönsten Frankenfleck. Ihm hat es in der Faschingshochburg Rentweinsdorf gefallen und er wollte gar nicht mehr ham.“

Der Marktsaal als Dschungelcamp

In das Dschungelcamp sah man sich bei Szenen von „The Boss-Sperber/Neubauer“ versetzt.

Das reichte vom Plakat der neuen Liste der Unabhängigen Wähler Ebern (UWE) in der Nachbarstadt Ebern bis zu merkwürdigen Vorschriften, dass man erst 14 Tage vor einem Fest ein Plakat aufhängen dürfe.

Das Prinzenpaar Jeanine I. und Christoph I. eröffneten mit ihrem Prolog das bunte Treiben der Narren
Das Prinzenpaar Jeanine I. und Christoph I. eröffneten mit ihrem Prolog das bunte Treiben der Narren // Günther Geiling

Beim Feuerwehrfest in Rentweinsdorf habe man sich trotzdem wohlgefühlt, „aber an manchen Tagen waren es mehr Helfer als Gäste.“

Für den Marktsaal forderten sie Entwicklungshilfe und das meinten sie auch in Bezug auf den verschwundenen Zapfhahn. „Schuld war nur der Sechserrat. Hätten die ihren Verein net gegründet, hätte die Gemeinde auch noch die Einnahmen vom Büttenabend kassiert und könnte sich auch Mülltonnen leisten.“

Hier geht es zur Bildergalerie des Dschungelcamps: 

Die „Dorfdeppn aus Treinfeld“

Hatten sich im letzten Jahr die „Dorfdeppn aus Treinfeld“ etwas in die Nesseln gesetzt mit ihrem Auftritt, erschienen zuerst nur zwei auf der Bühne: „Des is mir fei ganz schö peinlich“, sagte der eine, und der andere: „muss dir ne peinlich sei, letztes Jahr wars viel schlimmer. Ein Jahr tut der Hörni Buße nur wegen der Beate Uhse.

Vom Eisautomaten bis hin zum Bierautomaten

Wieder in voller Zahl befassten sie sich dann mit dem „Automaten-Bürgermeister“ mit Plüsch-Automaten an der Kirchweih, dem Bierautomaten bei der Feuerwehr, dem Heimatautomaten am Kindergarten und dem Eisautomaten am Rathaus.

Und der Bierpreis sei am Fest nicht stabil gewesen: „Am Sonntag hat des Bier 50 Cent mehr gekost wie am Samstag.“

Blick in die Reihen der fast 300 Besucher, die sich bei der Safaritour mitgenommen fühlten.
Blick in die Reihen der fast 300 Besucher, die sich bei der Safaritour mitgenommen fühlten. // Günther Geiling

Oli hatte vorausgedacht und sich schon am Samstag Zehnerkarten fürs Bier gekauft. „Die ham am Sonntag ganz deutlich an Wert gewonnen.“

Der „Automatisch-Bürgermeister“

Außerdem hätten die Rentweinsdorfer auch noch einen „Automatisch-Bürgermeister“, weil er keinen Gegenkandidaten hat.

„Des is wie bei Honecker in der DDR.“ Was heißt eigentlich DDR? Da meinte der andere: „Deutsches Demokratisches Rentweinsdorf. Hasst ja net, dass der Steffen der Beste ist, er is halt der einzige.“

Die Frage nach der Alternative schoben sie nach. „Wer wohl als Bürgermeister stärker wäre? Vielleicht Simone Berger oder was is mitn Schmitt?“ – „Der macht nimmer mit!“

Die Dorfdeppn haben diesmal den Vogel abgeschossen und wurden sogar zu einer Zugabe aufgefordert. Die konterten sie treffend „im letzten Jahr ham me ana ghabt und ihr wolltet sa net, Heut ham mehr kanna dabei.“

Tänzerische Begeisterung 

Für Stimmung sorgten zahlreiche weitere Beiträge, aber auch die zahlreichen Tanzformationen der Prinzengarde, der Jugendgarde, der Showtanzgarde Heubach, das Männerballett und Tanzmariechen Lila Stark mit einem starken Auftritt.

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