Nach den trüben Herbsttagen schien am Morgen des ersten Advents die Sonne. Doch schon am frühen Nachmittag zog der Himmel zu, und gegen halb drei regnete es bei knackigen fünf Grad plus durchaus kräftig. Trotzdem war der Eberner Weihnachtsmarkt am Sonntag sehr gut besucht.
Im Gebäude der Rummelsberger Diakonie gab es Grund zum Feiern. Vor zehn Jahren hatte man das ehemalige Gasthaus Streit nach jahrelangem Leerstand übernommen und aus dieser Ruine eine Wohnstatt für gegenwärtig zehn Menschen mit Behinderung gemacht. Im nahe gelegenen Hof des Heimatmuseums wurden nach guter Tradition Bürgerpunsch und Kartoffelsuppe serviert.
Der Nikolaus wurde zu Redaktionsschluss immer noch vermisst. Im Blasorchester Ebern überlegte man lange, wie dem Regen Paroli zu bieten sei.
Die Lösung war dann doch recht gelungen: Die empfindlichen Holzblasinstrumente blieben ungenutzt, und der Rest musizierte unter dem Schutz von zwei schnell aufgestellten Pavillons. Für einige ältere Besucher war die Veranstaltung schlicht ein „Asienmarkt“ ohne viel weihnachtliche Atmosphäre.
Sie sind aber trotzdem gerne gekommen, um unter Menschen zu sein und sich mit leckeren Plätzchen und Glühwein, mit Honigprodukten aus Eberner Bienenstöcken oder dem einen oder anderen handwerklich gefertigten Schmuckstück für die Dekoration des Weihnachtsbaums einzudecken.











