Kinderchor
Zeiler Kinder auf großer Bühne
Ihre Stimmen sind ein Wert: Diese Kinder und Jugendlichen standen beim fsb-Jubiläumskonzert auf der Bühne.
Ihre Stimmen sind ein Wert: Diese Kinder und Jugendlichen standen beim fsb-Jubiläumskonzert auf der Bühne.
Foto: Monika Schraut
Judith Reitelbach (links) trat als Präsidentin der fsb-Chorjugend in Bad Kissingen ein letztes Mal in Erscheinung.
Judith Reitelbach (links) trat als Präsidentin der fsb-Chorjugend in Bad Kissingen ein letztes Mal in Erscheinung.
Foto: Monika Schraut
F-Signet von Monika Schraut Fränkischer Tag
Zeil am Main – Handverlesen sind die Stimmen, die in der Kurstadt auf die Bühne im Regentensaal traten. Zum Jubiläum der Chorjugend im fsb traten auch Zeiler auf.

Der große Saal im Regentenbau gilt als einer der besten Konzertsäle Europas. Große Bühne also für vier Zeiler Kinder, die dort beim Jubiläumskonzert der Chorjugend mitsangen. Seit 25 Jahren gibt es die Chorjugend im Fränkischen Sängerbund (fsb). Grund genug, ein Jahr lang mit bunten Veranstaltungen zu feiern. Einen fulminanten Abschluss bildete nun das Konzert in Bad Kissingen.

Die Zeiler Sänger

Mathilda Layer (13), Stella Grieshaber (12), Jakob Maier (10) und David Wacker (11) singen seit zwei Jahren im Kinderchor der fränkischen Chorjugend mit. Damals sind sie bei einem Casting in der Zeiler Singschule ausgewählt worden. Seitdem nehmen sie jeweils an sechs intensiven Probenwochenenden im Jahr teil, bekommen gezielte Stimmbildung und studieren anspruchsvolle Chorliteratur.

Proben am Computer

Während der Coronazeit gab es regelmäßige online-Proben, die in einem virtual-Choir-Projekt mündeten, welches auf der webseite der fsb-Chorjugend abzurufen ist.

Nun also die große Bühne. Der Kinderchor begann mit einem eigenen Part. Die Stücke haben Oliver Gies und Christoph Hiller, aus der a-capella-Popgruppe „Maybepop“ extra für den Kinderchor arrangiert. Sie starteten mit „Ein Jäger längs dem Weiher ging“ im Boogie-Woogie-Style und glänzten mit einem Arrangement im Big-Band-Sound über das uralte Kinderlied „Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann“.

Es war staunenswert, was der Chor unter der Leitung von Mario Frei aus so bekannten und eigentlich simplen Liedern zauberte. In den weiteren Parts zeigten Jugendliche und junge Erwachsene brillant, wohin die Reise gehen kann, wenn man kontinuierlich an der Stimme und an der Musikalität arbeitet.

Phänomenale Darbietungen von Chorwerken zogen in den Bann. Die „Vokalholics“ (Leitung Jochen Kästner), der Ohmchor (Moritz Metzner), die „Records“ (Annedore Stein) und das Streichensemble „Klanglust“ Fürth boten Musik und modernsten Chorklang. Am Ende vereinigten sich alle Stimmen auf der Bühne, und Mario Frei dirigierte die „MASS“ von Steve Dobrogosz.

Der Komponist schrieb aus Schweden ein Grußwort an die Chorjugend, gratulierte zum Jubiläum und erläuterte dem Publikum seine musikalischen Gedanken. Dieses spannungsgeladene Werk, hervorragend von 150 jungen Akteuren dargeboten, führte das Publikum mal zum ehrfürchtigen Lauschen, mal zum Mitwippen, mal zum Staunen über ungewöhnliche Umsetzungsideen für eine christliche Messe. Am Ende riss es alle Zuhörer von den Stühlen.

„Wichtige Keyplayerin“

Als eine ihrer letzten Handlungen als fsb-Präsidentin ernannte Judith Reitelbach ihren Vorgänger Jochen Kästner zum Ehrenpräsidenten. Sie begrüßte ihre Nachfolgerin Annedore Stein (Nürnberg). Als „wichtige Keyplayerin, die nun beruflich und im Ehrenamt neue Wege geht“ würdigte Robert Heininger aus dem Jugenchorvorstand, Judith Reitelbach. Die Zeilerin hat eine Forschungsstelle in der Schönklinik in Bad Aibling inne und ist nun im Bundesvorstand der Deutschen Chorjugend. Das nächste Casting für Kinder unter: chormanagement@fsb-kinderchor.de

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