In der Bezirksliga Unterfranken Ost ist der TV Haßfurt nach vier Spieltagen als einziges Team ohne Punktverlust in die die neue Saison gestartet und grüßt von der Tabellenspitze. Der TSV Knetzgau empfängt am Sonntag Lokalrivalen FC Sand. Die Sander spielen bislang eine starke Saison: Drei von vier Partien konnte die Mannschaft von Trainer Maximilian Zang bisher gewinnen und steht somit in Schlagdistanz zur Tabellenspitze. Knetzgau vegetiert hingegen auf Platz 14. Dampfach ist nach dem enttäuschenden Saisonstart immer noch auf der Suche nach seiner einstigen Form. Gegen den drittplatzierten TSV Ettleben kann die DJK am Sonntag zeigen, ob sie den Weg zu alter Stärke wiederfindet.
Bezirksliga Unterfr. Ost
TV Haßfurt (1.) – TSV Bergrheinfeld (6.)
„Diese Siegesserie tut der Mannschaft sehr gut. Es bringt uns viel Selbstbewusstsein und eine breite Brust“, sagt Haßfurt-Trainer Max Lurz. Am Sonntag empfängt Haßfurt um 15 Uhr den TSV Bergrheinfeld. Dieser rangiert zurzeit auf dem vierten Tabellenplatz mit neun von zwölf möglichen Punkten.
„Bergrheinfeld ist für mich mit die beste Mannschaft der Liga. Das sehen auch viele andere Trainer so, was ich mitbekommen habe. Sie spielen sehr guten Fußball und ich schätze sie sehr stark ein. Das wird auf jeden Fall eine Herausforderung“, sagt Lurz.
Für die Partie gilt derselbe Ansatz wie in den Vorwochen: „Wir wollen weiterhin Mittelfeldpressing spielen und dann über die Umschaltaktionen gefährlich werden und unsere Chancen nutzen. Das funktioniert aktuell sehr gut bei uns“.
Mit 10:1 Toren spricht die Taktik des Trainers eindeutig für den Erfolg. Lurz weiß das richtig einzuordnen: „Wir stehen als Aufsteiger tiefer und ein wenig kompakter als viele andere. Man muss aber auch sagen, dass das Spielglück bislang auf unserer Seite war. Aktuell passt sehr viel bei uns.“
Pokalniederlage überrascht
Die Trainingswoche der Haßfurter gestaltete sich ein wenig anders als in den vergangenen Wochen. Am Mittwoch trat der TV seine jüngste Runde im Totopokal Kreis Schweinfurt an. Zur Überraschung vieler unterlag Haßfurt mit 4:5 dem Kreisklassisten SC Hesselbach nach Elfmeterschießen, was die Trainingswoche etwas anders als sonst gestaltete. „Durch das Pokalspiel konnten wir nur donnerstags trainieren. Auch wenn wir verloren haben, ist die Stimmung für das Wochenende weiterhin super“, berichtet Lurz.
Nachdem vergangene Woche noch neun Akteure fehlten, kommen sechs davon für die kommende Partie zurück. Allerdings fehlen im Vergleich zur Vorwoche Daniel Werb und Luis Kestler urlaubsbedingt. emf
TSV Ettleben (3.) – DJK Dampfach (9.)
Die DJK Dampfach ist am Samstag (16 Uhr) zu Gast bei einem der Liga-Topfavoriten, dem TSV Ettleben/Werneck. Die Gastgeber haben die bisher drei ausgetragenen Spiele souverän gewonnen. Dampfach hingegen hat aus vier Partien lediglich vier Punkte geholt und daher wenig überzeugt.
Nach den bisher gezeigten Leistungen fährt die DJK als Underdog nach Ettleben. Der TSV kann nach den Erfolgen der letzten Wochen mit mit breiter Brust ins Spiel gehen. Dampfach hingegen versucht mit dem neuen Trainerteam zur alten Stärke zurück zu finden.
Im Derby gegen Knetzgau hat die DJK kürzlich enttäuscht. Trotz deutlich mehr klarer Torchancen und höheren Spielanteils gerieten die Dampfacher durch individuelle Fehler zweimal in Rückstand – und durften sich freuen, dass kurz vor Schluss noch der Ausgleich fiel. „Wir haben viel zu viele einfache Fehler gemacht. Die Einstellung hat für so ein Derby nicht gepasst. Auch braucht es mehr Willen, da musst Du mehr investieren“, ist das Fazit von Coach Martin Halbig.
Im Pokal am Dienstag gewann Dampfach in Fatschenbrunn zwar, nutzte die möglichen Chancen aber nicht ganz konsequent. In Ettleben trifft die DJK nun auf ein Top-Team der Liga. Mit der Verpflichtung von Ex-Profi Manuel Winzheimer als Spielertrainer und Torjäger gelang ihnen in der Pause der Königstransfer. Daneben holten sie mit Maxi Mosandl und Simon Michel zwei weitere Top-Stürmer in ihre Reihen. Sieben Treffer in drei Spielen bestätigen das bei nur einem Gegentor.
„Wir treffen in Ettleben auf eine Spitzenmannschaft, die wir noch nicht sind. Das wird eine heikle Aufgabe und da müssen wir alles reinwerfen, sowohl kämpferisch als auch spielerisch. Wir müssen die Leichtsinnsfehler abstellen und vorm Tor mit mehr Konzentration kaltschnäuzig die Chancen nutzten“, sagt DJK-Coach Marin Halbig.
Ettleben hat bisher alles gewonnen und bei seinem letzten Spiel den TSV Bergrheinfeld 2:1 besiegt. Nach einer frühen Führung kassierten sie kurz vor der Pause den Ausgleich durch einen Elfer. Kurz nach der Halbzeit fiel dann schnell der Siegtreffer. Die Gäste waren danach zwar überlegen, konnten aber die gute Defensive nicht in Verlegenheit bringen. Gegen Dampfach wollen sie unbedingt die weiße Weste behalten und die Siegesserie fortsetzten. Dabei werden sie den Gegner, auch wenn der im Moment schwächelt, keineswegs unterschätzen und mit Vollgas auftreten. hd
TSV Knetzgau (14.) – FC Sand (5.)
Bereits letzte Woche hatte Knetzgau ein Derby bestritten. Auswärts hatte der TSV gegen den Absteiger aus Dampfach einen Zähler geholt. „Wir wollen es genauso machen wie letzte Woche gegen Dampfach. Es ist eine ähnliche Ausgangslage, aber wir wollen uns nicht verstecken und auch hier etwas mitnehmen“, erklärt Knetzgau-Trainer Michael Finster.
Jetzt wartet mit Sand ein starker Gegner auf den TSV. „Sand hat die letzten beiden Saisons Relegation gespielt. Sie sind eine eingespielte Mannschaft. Ich erwarte sie sehr stark am Wochenende“, sagt Finster.
Gegenseitiger Respekt
Der Respekt vor dem Lokalrivalen beruht auf Gegenseitigkeit. „Letzte Saison haben wir in Knetzgau 0:0 gespielt und es war eine Partie auf Augenhöhe. Sie haben sehr schnelle Außenspieler, die wir in den Griff bekommen müssen“, sagt Michael Oppelt, sportlicher Leiter des FC Sand.
Am Sonntag wird Co-Trainer Tobias Götz an der Sander Seitenlinie stehen. Cheftrainer Maximilian Zang ist verhindert und kann nicht dabei sein. „Die beiden telefonieren miteinander und werden auch die Aufstellung zusammen machen. Das wird unser Spiel nicht beeinflussen“, sagt Oppelt. „Wir wollen unser Spiel so durchziehen wie immer, da ist die Marschroute ganz klar“.
Pokalspiel als Training
400 bis 500 Zuschauer werden zur Partie erwartet, was dem Spiel echten Derbycharakter verleiht. „Die Derbystimmung wird definitiv aufkommen. In so einer Partie kann immer alles passieren. Aber wenn unsere Jungs so spielen wie in der zweiten Halbzeit vergangene Woche, dann sind wir gut aufgestellt“, sagt Oppelt vorfreudig.
Unter der Woche musste der TSV im Pokal gegen den SV Rapid 1948 Ebelsbach ran. Mit 2:1 zog Knetzgau in die nächste Runde ein. Sands Pokalspiel wurde hingegen abgesagt. Ob das jetzt ein Vor- oder Nachteil für eins der beiden Teams ist, ist nicht klar zu sagen. „Das kann man sehen wie man will. Ein Spiel ist immer unter Wettkampfbedingungen. Wir haben das Spiel gut genutzt. Viele Urlauber sind nun zurückgekommen, deshalb war das für uns nicht schlecht. Wir konnten einiges ausprobieren“, berichtet Finster.
Elia Maas, Tim Neubert und Maid Imamovic fehlen dem TSV urlaubsbedingt. Noah Bischoff hatte sich beim Pokalspiel verletzt und wird nicht rechtzeitig fit. Auf der Gegenseite fehlen Sand dieselben Spieler wie in den Vorwochen. Die Langzeitverletzten Simon Oppelt, Felix Beck und Steffen Ulllrich müssen weiterhin von der Tribüne aus zuschauen. Vergangene Woche verletzten sich dazu noch Florian Schott und Frederik Kirchner leicht. Für Schott wird es bis Sonntag nicht reichen, bei Kirchner wird über einen möglichen Einsatz noch entschieden. Eine positive Nachricht für alle, die zum FC Sand halten, ist jedoch, dass Kapitän Fabian Röder die komplette Trainingswoche schmerzfrei absolvieren konnte. Ob er am Wochenende dann schon wieder auf dem Platz steht, bleibt abzuwarten. emf













