Das ist die Zukunft
Rauhenebrach möchte Glasfaser bis zu jedem Haus
Bürgermeister Matthias Bäuerlein und der Gemeinderat möchten die Datenautobahn für die 13 Dörfer der Großgemeinde weiter ausbauen und zukunftsfest machen. Glasfaser bis ins Haus, das soll in Rauhenebrach flächendeckend Realität werden.
Bürgermeister Matthias Bäuerlein und der Gemeinderat möchten die Datenautobahn für die 13 Dörfer der Großgemeinde weiter ausbauen und zukunftsfest machen. Glasfaser bis ins Haus, das soll in Rauhenebrach flächendeckend Realität werden.
Foto: Roland Dietz
Rauhenebrach – Rauhenebrach will für möglichst alle 13 Gemeindeteile schnelles Internet. Der Gemeinderat macht sich Gedanken, wie das bewerkstelligt werden kann.

„Derzeit ist kein Haushalt in Rauhenebrach wirklich schlecht versorgt“: Das war die Bilanz der Markterkundung zur Breitbandversorgung, die Dipl.-Ing. Siegbert Reuther dem Gemeinderat Rauhenebrach in der letzten Sitzung vor der Sommerpause vorstellte. 135 Haushalte haben sogar bereits Glasfaser bis ins Haus. Das ist das Ergebnis der letzten Erschließungsmaßnahme für vorher nicht erfasste Bereiche wie Obersteinbach, Falsbrunn oder die Aussiedlerhöfe.

Der Gemeinderat Rauhenebrach will sich nicht auf dem bisher Erreichten ausruhen

Dennoch wollen Bürgermeister Matthias Bäuerlein und sein Gemeinderat die Datenautobahn für die 13 Dörfer der Großgemeinde weiter ausbauen und zukunftsfest machen. Glasfaser bis ins Haus, das soll in Rauhenebrach flächendeckend Realität werden, dazu sollen die aktuellen Förderprogramme genutzt werden. Dabei haben sich bisher die bayerischen Programme als unkomplizierter erwiesen als die Bundesprogramme, waren sich Reuther und Bürgermeister Matthias Bäuerlein einig.

Reuther erläuterte, dass mit einer (stabilen) Versorgung von 250 Megabit ein Vierpersonenhaushalt derzeit gut zurechtkomme, auch wenn alle gleichzeitig das Internet nutzten und auch Filme gestreamt würden. Mehr könne das Kupfernetz allerdings nicht leisten und mittelfristig werde diese Leistung nicht ausreichen. Deshalb sei Glasfaser die Infrastruktur der Zukunft.

In einer der nächsten Sitzungen geht es darum, wann mit dem Glasfaserausbau begonnen werden soll

Die Gemeinderatsmitglieder müssen nun bis zu einer der nächsten Sitzungen verschiedene Dinge überlegen: möglichst gleich beginnen oder bis 2023 warten, wenn auch die letzten 20 Prozent der Haushalte die Förderkriterien erfüllen? Und zum zweiten stellt sich die Frage, ob die Gemeinde das Betreibermodell wählt und damit das Netz in eigener Hand behält, oder sich einen Betreiber sucht. Die Förderung jedenfalls beläuft sich auf 90 Prozent und umfasst den Anschluss bis ins Haus.

Das Feuerwehrhaus in Prölsdorf soll erweitert werden, der Gemeinderat möchte aber eine detailliertere Planung, um die Kosten besser abschätzen zu können.
Das Feuerwehrhaus in Prölsdorf soll erweitert werden, der Gemeinderat möchte aber eine detailliertere Planung, um die Kosten besser abschätzen zu können.
Foto: Sabine Weinbeer

Mit einem Anbau an das bestehende Feuerwehrgerätehaus will die Feuerwehr Prölsdorf den aktuellen Sicherheitsvorschriften Rechnung tragen und ausreichend Platz für ein wasserführendes Fahrzeug schaffen. In diesem Vorhaben wird sie vom gesamten Gemeinderat unterstützt. Allerdings wollte das Gremium vor einer Zustimmung mehr als eine Entwurfsskizze, sondern ein Raumprogramm, in dem aufgezeigt wird, wie die Umkleiden und der Stellplatz umgesetzt werden sollen. Außerdem sei zu prüfen, was am Bestandsgebäude angepasst werden müsse, um beispielsweise eine Heizung zu gewährleisten, die bei einem wasserführenden Fahrzeug notwendig ist. Diesen Wunsch gibt Bürgermeister Bäuerlein jetzt an die Feuerwehrführung weiter.

Die Grundsteuerreform wirkt sich auf ein Rauhenebracher Wegeunterhaltsmodell aus

Ein kompliziertes Konstrukt entstand Anfang der 2000er Jahre, um in Rauhenebrach die Finanzierung des Flurwegeunterhaltes sicherzustellen. Diese Kombination aus Grundsteuer A und Einbeziehung des Jagdpachtschillings wurde von der Rechnungsprüfung schon mehrfach gerügt, deshalb wird sie jetzt abgeschafft. Der Gemeinderat stimmte nach ausgiebiger Diskussion der von der Verwaltung vorgeschlagenen Alternative zu, die angepasst werden muss, wenn die Grundsteuerreform umgesetzt wird.

Bäuerlein bedankte sich bei den Gemeinderatsmitgliedern für ihr Engagement während der dreitägigen Gemeindefeier zum 50-jährigen Bestehen.