Viel zu tun
Der Eberner Bauhof steht unter Druck
Die Bauhofmitarbeiter sind gefordert. Derzeit nimmt sie die Grünpflege in Anspruch. Aber auch Vergießen von Rissen in den Straßen steht immer wieder an.
Die Bauhofmitarbeiter sind gefordert. Derzeit nimmt sie die Grünpflege in Anspruch. Aber auch Vergießen von Rissen in den Straßen steht immer wieder an.
Foto: Archivfoto: Helmut Will
Ebern – Sie werden kritisiert: Die Ansprüche an die städtischen Mitarbeiter sind groß. Es gibt aber Ideen, wie diese Probleme gelöst werden können.

Eine großen Teil der Stadtratssitzung bestritt Christian Raehse, der Leiter des Bauhofes der Stadt Ebern, denn direkt oder indirekt betrafen  viele Tagesordnungspunkte den Bauhof. Zum Beispiel beim „Marktplatz der biologischen Vielfalt“. Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) sagte, man habe sich schon intensiv bemüht, einen Grünflächenplan zu erstellen. Die Stadt Ebern sei beim Thema biologische Vielfalt schon sehr weit, das zeigten die Blühwiesen und der Garten der Freundschaft. Obstbaumaktionen seien angedacht, in der Stadt gebe es etwa 800 auf städtischem Grund. Paten für die Bäume seien willkommen.

„Die Pflege der Grünflächen kann der Bauhof nicht so nebenbei machen“

Hennemann meinte: „Die Pflege der Grünflächen ist sehr aufwendig. Das kann der Bauhof nicht so nebenbei machen.“ Christian Raehse pflichtete bei: Der Bauhof steht öfters im Fokus der Kritik. Überall gleichzeitig können die Mitarbeiter nicht sein.“ Er zählte auf: Im Bauhof selbst seien 19 Personen beschäftigt. Mit Freibad, Kläranlage und Wasseranlage seien es 36. Auf etwa 22 Hektar müsse Grünpflege gemacht und durch die Überprüfung und Pflege von circa 600 Bäumen die Verkehrssicherheit gewährleistet werden. Der Biber sorge in den letzten Jahren für zusätzliche Arbeit. „Wer mit dem Biber beschäftigt ist, kann nicht mähen, keine Grünflächenpflege vornehmen“, sagte Raehse.

Immer wieder fielen Arbeiten an, die nicht direkt zum Aufgabenfeld seines Verantwortungsbereiches zählten, eher von externen Firmen vorgenommen werden müssten. Viel Zeit, 500 Stunden, hätten seine Mitarbeiter in den vergangenen Wochen im Freibad verbracht, Zeit, die an anderer Stelle fehle. Unter dem Strich ging es Raehse um Folgendes: „Eine personelle Aufstockung von qualifizierten Mitarbeitern wird wohl ins Auge gefasst werden müssen.“

Frank Kaiser sieht den ökologischen Aspekt bei den Arbeiten, der Kräfte bindet, kritisch

Stadtrat Frank Kaiser (CSU) fragte, ob so viel ökologische Bewirtschaftung sein müsse. Eine Frage, die Bürgermeister Hennemann nicht so gelegen kam, denn er ist Verfechter des ökologischen Gedankens. „Wir sind gut beraten, wenn wir unseren eingeschrittenen Weg auf diesem Gebiet fortführen. Wir sind da in einer gewissen Vorreiterrolle, und ich meine, wir müssen uns darauf einstellen, dass wir noch mehr gesetzliche Vorgaben bekommen werden“, konterte er. Die Lösung erscheint zweigeteilt: Einerseits solle die Bauhoftruppe vergrößert werden, andererseits sollten sich Bürger ehrenamtlich bei der Grünpflege engagieren, um den Bauhof zu entlasten.

120.000 Euro für die Feuerwehren

Die Stadt Ebern greift für ihre Feuerwehren tief in die Stadtkasse. Für Feuerwehrschutzbekleidung gibt sie um 120.000 Euro aus.

Marcel Leibold (links) erläutert den von Simon Plott getragenen Einsatzanzug.
Marcel Leibold (links) erläutert den von Simon Plott getragenen Einsatzanzug.
Foto: Helmut Will

Feuerwehrmann Simon Plott modelte vor den Augen des Gremiums, indem er den neuen Einsatzanzug, bestehend aus Überjacke, Überhose und Gurt, übergezogen hatte. Gruppenführer Marcel Leibold erläuterte die Umstände, die zur Beschaffung des gezeigten Einsatzanzuges geführt hatten, und nannte dessen praktische Vorteile. „Diese Anschaffung ist dringend notwendig“, sagte Leipold, und gab zu: „Das ist eine beachtliche Investition für die Stadt.“

Man habe sich bei der Auswahl des Anzuges genau informiert und dabei alle Aspekte für die bestmögliche Sicherheit der Einsatzkräfte einfließen lassen. Sogar eine Messe sei für die Entscheidungsfindung besucht worden. Mit diesem Anzug werden 85 Atemschutzträger der Feuerwehren des Stadtgebietes Ebern ausgerüstet. Die Überjacken kosten 65.722 Euro, die Überhosen 38.432 Euro und die Gurte 4824 Euro. Hinzu kommen Servicepauschalen für verschiedene Größenzuschläge.

Einhellige Meinung: Einsatzanzüge sind nicht billig, aber notwendig

Jürgen Hennemann dankte den Feuerwehrleuten für die Vorstellung des Einsatzanzuges. „Es ist nicht die billigste Lösung, die hier gefunden wurde, aber auf längere Sicht die wirtschaftlichste“, war die Analyse des Bürgermeisters. Das Stadtratsgremium beschloss die Anschaffung der 85 Schutzanzüge einstimmig.

Am Stadtberg ist nun alles geregelt – mit einer Ampel

Der Bürgermeister teilte mit, dass am Stadtberg nun eine Ampel aufgestellt sei, die den Verkehr auf der halbseitig gesperrten Straße regele. Durch die Umstellung auf LED-Lampen im Stadtgebiet seien 64,2 Prozent an Energie gespart worden. 223 Pilzleuchten müssten noch umgestellt werden.

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