Neuwahl
Königsberger bleibt der Kreisbrandrat
Landrat Wilhelm Schneider gratulierte Ralf Dressel (rechts) zur Wiederwahl als Kreisbrandrat.
Landrat Wilhelm Schneider gratulierte Ralf Dressel (rechts) zur Wiederwahl als Kreisbrandrat.
Foto: Christian Licha
Einer der größten Feuerwehr-Einsätze in den letzten Jahren war im Juli 2021 die Hochwasserkatastrophe in einigen Teilen des Landkreises. Auch in Zeil machte sich damals Kreisbrandrat Ralf Dressel (rechts) ein Bild der Lage und ließ sich von Komma...
Einer der größten Feuerwehr-Einsätze in den letzten Jahren war im Juli 2021 die Hochwasserkatastrophe in einigen Teilen des Landkreises. Auch in Zeil machte sich damals Kreisbrandrat Ralf Dressel (rechts) ein Bild der Lage und ließ sich von Kommandant Tobias Hetterich (links) über die aktuelle Hochwasserlage informieren.
Foto: Christian Licha
76 Kommandanten der Feuerwehren im Landkreis, wie hier zum Beispiel Christian Meisch von der Feuerwehr Haßfurt (rechts), gaben bei der Wahl des Kreisbrandrates ihre Stimme ab.
76 Kommandanten der Feuerwehren im Landkreis, wie hier zum Beispiel Christian Meisch von der Feuerwehr Haßfurt (rechts), gaben bei der Wahl des Kreisbrandrates ihre Stimme ab.
Foto: Christian Licha
F-Signet von Christian Licha Fränkischer Tag
LKR Haßberge – Bei der turnusgemäßen Wahl am Samstag im Oberaurachzentrum in Trossenfurt stimmten 63 der 76 anwesenden und stimmberechtigten Kommandanten der Feuerwehren für den Königsberger.

Kreisbrandrat Ralf Dressel steht weiter an der Spitze der Feuerwehren im Landkreis Haßberge. Bei zwölf Nein-Stimmen und einer Enthaltung entspricht das einem Votum von 84 Prozent der gültigen Stimmen. Damit wurde Dressel noch deutlicher das Vertrauen ausgesprochen als bei seiner Wiederwahl 2016.

Eine aufregende Amtszeit

Damals hatte der seit 2011 amtierende Kreisbrandrat nur knapp 68 Prozent auf sich vereinen können. „Wer hätte gedacht, dass die sechsjährige Amtszeit eines Kreisbrandrates von einer über zweieinhalbjährigen Corona-Pandemie, einer kriegsbedingten Vertriebenen-Welle und einer darauf folgenden Energiekrise überschattet wird. In dieser Zeit wurde dreimal in Bayern der Katastrophenfall ausgerufen, insgesamt an 452 Tagen“, schilderte Dressel die Herausforderungen.

Dann kam die Hochwasserkatastrophe im Ahrtal, bei der Kontingente der heimischen Feuerwehren im Einsatz waren. Auch wenn diese Herausforderungen den Einzelnen persönlich stark gefordert und sicherlich auch mal an die Grenzen der Belastbarkeit geführt haben, wurde alles hervorragend gemeistert, so Dressel, der in den sechs Jahren bei 1914 Terminen und Einsätzen über 6100 Stunden investierte.

Vieles wurde erreicht und umgesetzt, bilanzierte er. Besonders freute es Dressel, dass er viele Fahrzeugweihen, Gerätehauseinweihungen und Jubiläumsfeiern feiern konnte. Die Nähe zur Basis ist ihm wichtig. Auch sei es für ihn weiterhin selbstverständlich, bei Fahrzeugbeschaffungen, Gerätehaus Neu- und Umbauten, Gesprächen mit den Bürgermeistern und in Gemeinderatssitzungen präsent zu sein und die örtlichen Wehren bei allen Belangen zu unterstützen.

Ausbildung läuft gut

„Die Struktur der Feuerwehren und die Mitgliederzahlen sind stabil, die Ausbildung konnte nach der Corona-Pause wieder hochgefahren werden und die Nachwuchswerbung wird sicherlich ab nächstes Jahr wieder intensiver aufgenommen“, führte Dressel aus. Derzeit gibt es im Landkreis Haßberge 139 Freiwillige Feuerwehren und 22 Löschgruppen, in denen 4828 Ehrenamtliche, davon 586 Frauen, aktiv sind. Die Jugendfeuerwehren verzeichnen 570 Mitglieder und die Kinderfeuerwehren 340 Akteure.

Die Feuerwehren im Landkreis Haßberge erhielten staatliche Förderungen von 4,85 Millionen Euro in seiner zwölfjährigen Amtszeit, verdeutlichte Dressel. Besonders stolz zeigte sich Dressel über das Ausbildungszentrum der Landkreis-Feuerwehr im Schloss Gleisenau, das 2019 eröffnet wurde. Hier galt sein Dank besonders Landrat Wilhelm Schneider, der das Vorhaben sehr schnell vorangetrieben habe. Auch wenn Landrat Wilhelm Schneider nach Einholung von Expertenmeinungen einen großflächigen, zum Beispiel bayernweiten Stromausfall im kommenden Winter für unwahrscheinlich hält, ist die Feuerwehr doch gefordert, sich für einen Ernstfall vorzubereiten.

Schulungen für den Blackout

Dazu werden demnächst im Ausbildungszentrum Schulungen stattfinden, wie bei einem Blackout die Feuerwehren vorzugehen haben. Leuchtturmprojekte sollen Anlaufpunkte für die Bürger in einer solchen Situation sein. Das wären dann zum Beispiel Feuerwehrgerätehäuser die ständig besetzt sind. In Notlagen oder auch zum Beispiel bei der Wasserversorgung werden dann die örtlichen Wehren der Bevölkerung zur Seite stehen.

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