Moderner Bau
Lidl plant einen kompletten Neubau in Ebern
Der Lidl-Markt an der Karl-Benz-Straße  wird abgerissen und an gleicher Stelle neu errichtet.
Der Lidl-Markt an der Karl-Benz-Straße wird abgerissen und an gleicher Stelle neu errichtet.
Foto: Helmut Will
Ebern – Der Bauausschuss des Stadtrates gab grünes Licht für das Vorhaben des Unternehmens.

Der Verbrauchermarkt Lidl in Ebern an der Karl-Benz-Straße ist einer der jüngeren Märkte, die in Ebern gebaut wurden. Nun soll er komplett abgerissen und an gleicher Stelle ein Neubau, etwas abgeändert, erstellt werden.

Der Bauausschuss der Stadt Ebern behandelte in seiner Sitzung am Mittwochabend in der Frauengrundhalle den Bauantrag für einen Ersatzneubau. Wie Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) mitteilte, wurde im März 2021 ein Antrag von der Firma Lidl auf Erweiterung des bestehenden Marktes eingereicht.

„Dieser Antrag wurde nun zurückgezogen. Es ist ein Abriss im Frühjahr 2023 vorgesehen, und die Neubauphase ist für etwa sieben Monate geplant“, ergänzte Lisa Schmitt von der Bauverwaltung der VG (Verwaltungsgemeinschaft) Ebern. Die Verkaufsfläche von 1300 Quadratmetern soll sich mit dem Neubau nicht wesentlich ändern. „Für einige Zeit wird es dann in Ebern keinen Lidl-Markt geben“, sagte der Bürgermeister. Die Mitglieder des Gremiums erteilten das gemeindliche Einvernehmen zu dem Vorhaben.

Kai Kutzner von der Planungsgruppe Strunz legte einen überarbeiteten Entwurf für das Bebauungsplanverfahren in der Lützeleberner Straße in Ebern vor. Die sogenannte Variante 6a wurde vom Bauausschuss gebilligt. Dort, östlich der Mittelschule, soll ein Neubaugebiet mit 17 Baurechten entstehen. Die Erschließungsstraße wird sechs Meter breit und erhält einen Randstreifen. Um anfallendes Wassers aufzufangen, wird ein Rückhaltebecken mit etwa 60 Kubikmetern Fassungsvermögen geplant.

Dem Ausschuss lag weiter eine Bauvoranfrage über die Erhöhung einer genehmigten Geländeauffüllung in der Gemarkung Welkendorf für unbedenkliches Material vor. Bisher betrug das Volumen 6208 Kubikmeter. Nun möchte die Eigentümerin wissen, ob eine weitere Auffüllung mit unbedenklichem Material mit einer Menge von 4240 Kubikmetern möglich ist. Das gemeindliche Einvernehmen wurde erteilt.

Ein Tekturplan war für die Erweiterung und Generalinstandsetzung der Realschule hinsichtlich des Brandschutzes zu behandeln. Dies wurde zur Kenntnis genommen. In diesem Zusammenhang fragte Stadtrat Sebastian Ott (CSU), wann die Außenanlagen fertiggestellt werden. Derzeit biete sich dort kein schöner Anblick, sagte er. Eine Außenplanung liege bereits vor, und wohl im kommenden Jahr würden die Außenanlagen gerichtet, antwortete der Bürgermeister.

Bekanntgegeben wurde die Errichtung eines Geschäftes in der Fuchspassage in Ebern für Salate und gesunde Lebensmittel „to go“. Die offizielle Eröffnung soll am 20. Dezember erfolgen. „Das ist eine Bereicherung für die Altstadt, und es wird ein Leerstand beseitigt“, sagte Jürgen Hennemann.

Für die Parkregelung in der Georg-Schäfer-Straße in Ebern ist eine Änderung vorgesehen. Für den Bereich zwischen Kapellenstegsweg und dem Beginn der Ringstraße werden die bestehenden Halteverbote angepasst, und es wird von Montag bis Freitag, 6 bis 18 Uhr, eine Parkzeitregelung von zwei Stunden geben.

Ärger über den Biber

Stadtrat Werner Riegel (SPD) erzürnte sich, dass hinsichtlich des Biberproblems am Albersdorfer Mühlbach keine Regelung vorliege. „Ich werde oft von Leuten angesprochen, kann aber keine stichhaltige Antwort geben; das gehört geregelt“, forderte der Stadtrat aus Albersdorf.

Hennemann stellte klar, dass der Biber „uns immer beschäftigen wird“. Der Bürgermeister wies darauf hin, dass die Stadt gewillt sei, betroffene Grundstücke abzukaufen, um dem Biber „freien Lauf“ zu lassen (so es Fördermittel gebe, ein Antrag sei in Vorbereitung). Weiter sagte Hennemann, dass es mitunter möglich sei, Biberdämme zu entfernen, was mit der Unteren Naturschutzbehörde (Landratsamt) und dem Biberbeauftragten Wolfgang Lappe abzusprechen sei.

Am Alberdorfer Mühlbach sei die Stadt Ebern ein Anlieger, warf Riegel ein. „Immer wenn man im Bauhof nachfragt, dass etwas getan werden muss, heißt es, man sei überlastet“, so Riegel. Auf Dauer sei das kein Zustand.