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Neue Konkurrenz in Hallstadt?
Gymnasium Ebern: Sorge um sinkende Schülerzahlen
Die Baustelle des Friedrich-Rückert-Gymnasiums in Ebern (Aufnahme vom Herbst 2023). Inzwischen ist der alte Fachtrakt mit den Sheddächern links oben auch verschwunden.
Die Baustelle des Friedrich-Rückert-Gymnasiums in Ebern (Aufnahme vom Herbst 2023). Inzwischen ist der alte Fachtrakt mit den Sheddächern links oben auch verschwunden. // Andy Schöneberg (Archiv)
Signet des Fränkischen Tags von Günther Geiling
Ebern – Dass im Landkreis Bamberg über ein neues Gymnasium diskutiert wird, weckt im Kreistag des Landkreises Haßberge Befürchtungen. Denn aus Baunach und Reckendorf kommen viele Schüler nach Ebern.

Noch ist das Schuljahr nicht vorüber, da warf Landkreis-Kämmerer Tim Kestel in der Kreistagssitzung schon den Blick auf das Schuljahr 2024/25 mit den neuen Anmeldezahlen für die weiterführenden Schulen von Realschule und Gymnasium.

Dabei sprach er von einer deutlichen Steigerung von 589 auf 642 Schüler, die neu in die Schulen des Landkreises wechseln: Dr. Ernst-Schmidt-Realschule Ebern mit 94 Schülern (Vorjahr 64), Albrecht-Dürer-Mittelschule Haßfurt 51 (36), Jacob-Curio-Realschule Hofheim 53 (51), Dr. Auguste-Kirchner-Realschule Haßfurt 107 (105), und einem Rückgang bei der Wallburg-Realschule Eltmann 97 (108). Beim Regiomontanus-Gymnasium in Haßfurt wurden 153 Schüler angemeldet (Vorjahr 160) und beim Friedrich-Rückert-Gymnasium Ebern 87 (65).

Was plant der Landkreis Bamberg?

Eberns Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) führte Probleme für den Schulstandort Ebern an, dessen Einzugsgebiet ja in die Nachbarlandkreise Coburg und Bamberg hineinrage. Bei Coburg sehe man derzeit keine Probleme, aber im Bereich Bamberg gebe es eine politische Diskussion. „Wir müssen alles dafür tun, damit uns dieser Bereich nicht wegbricht.“ So seien schon Bamberger Buslinien in den Landkreis Haßberge gekappt worden.

Darauf müsse man politisch ein Auge werfen und mit den Kollegen dort in die Diskussion gehen, forderte Hennemann. „Es kann nicht sein, dort ein neues Gymnasium zu bauen, wenn wir gerade jetzt unser neues Gymnasium bezogen haben. Hier gilt es wachsam zu sein.“

Hallstadt oder Hirschaid?

„Das wird schon gemacht“, versicherte Landrat Schneider und erwähnte dabei mögliche Standorte im Landkreis Bamberg wie Hallstadt oder Hirschaid/Strullendorf. „Hallstadt hätte für uns schon eine starke Auswirkung mit Blick auf Reckendorf und Baunach. Wir wollen diese Schüler weiter bei uns halten, auch die Schüler aus dem Itzgrund.“

Reckendorf und Baunach gehörten früher zum Altlandkreis Ebern, seit der Gebietsreform aber zu Bamberg.

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