Energiewende
Photovoltaik sorgt für Diskussionen in Wonfurt
Was wäre die Gemeinde ohne ihre Mitarbeiter? Bürgermeister Holger Baunacher  ehrte Norbert Rauscher (links).
Was wäre die Gemeinde ohne ihre Mitarbeiter? Bürgermeister Holger Baunacher ehrte Norbert Rauscher (links).
Martin Schweiger
F-Signet von Martin Schweiger Fränkischer Tag
Wonfurt – Maximal fünf Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Wonfurt soll Photovoltaik erhalten können. Der Gemeinderat besprach das Konzept.

Photovoltaik war eines der Themen, mit dem sich der Wonfurter Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung befasst hat. Eine enge Entscheidung gab es bei der Abstimmung über das Standortkonzept für die Errichtung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen auf Gemeindegebiet. Nach wie vor sei es so, dass für jede Anlage eine Einzelentscheidung durch den Gemeinderat getroffen werden muss, sagte Bürgermeister Holger Baunacher.

Hohe Hürde

Im Konzept vorgesehen sei, dass maximal fünf Prozent der landwirtschaftlichen Fläche der Gemeinde mit Solaranlagen bebaut werden sollen. Die Anlagen sollen zudem nicht vom Ortsrand aus erkennbar sein. Die Wertschöpfung soll so weit wie möglich in der Region bleiben und den Bürgern der Gemeinde zugute kommen, beispielsweise durch Bürgerbeteiligungen.

Ackerfläche wird gebraucht

Einige Gemeinderäte warfen ein, dass zwei Prozent der landwirtschaftlichen Fläche ausreichten. Vor allem landwirtschaftliche Betriebe mit Nutztierhaltung seien auf ihre Ackerflächen angewiesen. Sechs Gemeinderäte stimmten für eine maximale Bebauung von fünf Prozent, fünf Räte für zwei Prozent.

53.000 Kilowattstunden

Energie einsparen will die Gemeinde Wonfurt durch eine Umstellung der Ortsbeleuchtung, beispielsweise durch den Einsatz von stromsparenden LED-Lampen. Bislang verbraucht die Gemeinde rund 53.000 Kilowattstunden Strom jährlich für die Straßenbeleuchtung.

Durch die Umstellung rechnet Bürgermeister Holger Baunacher mit einem künftigen Verbrauch von rund 11.000 Kilowattstunden. Die Kosten, die in der Sitzung nicht genannt wurden, würden sich schnell amortisieren, hieß es.

Geänderte Wassergebühren

Die Gemeinde Wonfurt hat zudem die Gebühren für die Wasserversorgung neu kalkuliert. Der Wasserpreis steigt ab dem 1. Januar von 1,92 Euro auf 2,04 Euro an. Dies beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag einstimmig.

Zudem verbaschiedete der Rathauschef eine Bauhofmitarbeiter: Nach acht Jahren Tätigkeit geht Norbert Rauscher in den verdienten Ruhestand. Dafür gab es ein Geschenk von der Gemeinde Wonfurt, das Holger Baunacher dem angehenden Ruheständler überreichte.

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