Tourismus
Wohin am Samstag? Der Freizeitbus verrät’s
Der „Eberner Lützel“, von Bürgermeister Jürgen Hennemann im Bus deponiert, begleitet als Maskottchen den „Heimat-Hopper“ auf seinen Fahrten.
Der „Eberner Lützel“, von Bürgermeister Jürgen Hennemann im Bus deponiert, begleitet als Maskottchen den „Heimat-Hopper“ auf seinen Fahrten.
Foto: Helmut Will
LKR Haßberge – Der „Heimat-Hopper“ ging auf Jungfernfahrt durch die drei Landkreise Haßberge, Coburg und Hildburghausen.

Dichter Nebel begleitete die erste Fahrt der neuen Freizeitlinie „Heimat-Hopper“ am Samstagvormittag. Pünktlich um 9.05 Uhr traf der Bus der Firma Schnabel aus Hafenpreppach am Parkplatz der Realschule in Ebern ein, um die ersten Fahrgäste aufzunehmen. Diese waren Bürgermeister Jürgen Hennemann aus Ebern, Alexander Blöchl vom Zweckverband Deutscher Burgenwinkel und Lesley Schedel, die den ansprechenden Flyer für den „Heimat-Hopper“ gestaltet hat.

Erstmals am 16. Oktober angekommen in Bad Rodach: der „Heimat-Hopper“, gesteuert von Daniel Menzel (rechts). Weiter auf dem Foto von rechts: Kurdirektorin Stine Michel, Bürgermeister Wolfram Thein mit Sohn Willi, die Bürgermeister Markus Oppelt, Jürgen Hennemann und Tobias Ehrlicher, Dr. Ulrich Neundorf, Alexander Blöchl, Betriebsleiter Therme Bad Rodach, Renè Michel und Lesley Schedel.
Erstmals am 16. Oktober angekommen in Bad Rodach: der „Heimat-Hopper“, gesteuert von Daniel Menzel (rechts). Weiter auf dem Foto von rechts: Kurdirektorin Stine Michel, Bürgermeister Wolfram Thein mit Sohn Willi, die Bürgermeister Markus Oppelt, Jürgen Hennemann und Tobias Ehrlicher, Dr. Ulrich Neundorf, Alexander Blöchl, Betriebsleiter Therme Bad Rodach, Renè Michel und Lesley Schedel.
Foto: Helmut Will

Von Ebern führte die Fahrt weiter zu den nächsten Haltestellen in Eyrichshof, Dürrnhof und Lichtenstein. Über die Abzweigung Kraisdorf an der B 279 ging es weiter nach Pfarrweisach, wo Bürgermeister Markus Oppelt und ein weiterer Fahrgast zustiegen. Bergan ging es nach Altenstein, vorbei am Burgenmuseum und der Ruine Altenstein und weiter über Todtenweisach und Voccawind erreichte der „Heimat-Hopper“ Maroldsweisach. Hier stieg der jüngste Fahrgast, der sechsjährige Willi mit seinem Vater, dem Bürgermeister der Marktgemeinde Maroldsweisach, Wolfram Thein, zu.

Kurz drauf überquerte der Bus die Landesgrenze nach Thüringen, um über Hellingen die Stadt Heldburg mit der gleichnamigen Veste, einer hochmittelalterlichen Höhenburg, zu erreichen. Dort stieg Ulrich Neundorf, Stadtrat in Heldburg, zu. Über Bad Colberg wurde schließlich gegen 10.20 Uhr Bad Rodach erreicht.

Bürgermeister Tobias Ehrlicher von Bad Rodach (links), begrüßte vor der Therme in Bad Rodach die mit dem „Heimat-Hopper“ gekommenen Bürgermeisterkollegen (von rechts): Markus Oppelt, Jürgen Hennemann und Wolfram Thein mit Sohn Willi.
Bürgermeister Tobias Ehrlicher von Bad Rodach (links), begrüßte vor der Therme in Bad Rodach die mit dem „Heimat-Hopper“ gekommenen Bürgermeisterkollegen (von rechts): Markus Oppelt, Jürgen Hennemann und Wolfram Thein mit Sohn Willi.
Foto: Helmut Will

Dort, an der „Therme Natur“, wurden die Fahrgäste von Bürgermeister Tobias Ehrlicher und der Kurdirektorin Stine Michel in Empfang genommen und zu einem kurzen Imbiss in das Restaurant der Therme eingeladen. Hier bot sich für die Verantwortlichen die Gelegenheit, über die neue Route zu sprechen und einige Feinabstimmungen vorzunehmen.

Dieses Jahr noch kostenlos

Gegen 10.30 Uhr stand der Bus mit Fahrer Daniel Menzel wieder vor der Therme, um zur Rückfahrt nach Ebern zu starten, wo er gegen 11.50 Uhr ankam. Vielerorts zog dieser außen auffällig gestaltete Bus Blicke auf sich. Er zeigt auf beiden Seiten die Veste Heldburg als Blickfang, ein symbolisches Bild für Thermen und Burgen sowie die große Aufschrift „Heimat-Hopper“.

Der Bus der Freizeitlinie ist außen auffällig gestaltet.
Der Bus der Freizeitlinie ist außen auffällig gestaltet.
Foto: Helmut Will

Die Strecke zwischen Ebern und Bad Rodach ist durchweg attraktiv, weil an ihr einige Sehenswürdigkeiten wie das Fachwerkstädtchen Ebern als zentralem Ort der Region und als Tor zum Burgenwinkel und zum Baunachtal. Die Burgruine Lichtenstein thront über dem Weisach- und Baunachtal. Wo die Bäche Baunach und Weisach zusammenfließen, liegt Pfarrweisach. Von hier kann man einen Abstecher in die Baunachaue machen kann, um dort auf dem Aussichtsturm seltene Vögel zu beobachten. In Altenstein befindet sich das Burgeninformationszentrum. Der Markt Maroldsweisach, gelegen am Fuße des Zeilbergs, blickt auf eine 900-jährige Geschichte zurück. Von dort aus kann man den Steinerlebnispfad auf dem Zeilberg mit herrlichen Ausblicken ins Thüringer Land erkunden.

Sechs Fahrräder kann der „Heimat-Hopper“ mit nehmen, damit die Fahrgäste an ihrem Wunschort auf der Linie in die Pedale treten können.
Sechs Fahrräder kann der „Heimat-Hopper“ mit nehmen, damit die Fahrgäste an ihrem Wunschort auf der Linie in die Pedale treten können.
Foto: Helmut Will

In Thüringen angekommen, grüßt schon von weitem die Veste Heldburg, die europaweit einzigartig ist. Entspannen kann man in der Terrassentherme in Bad Colberg und auch in Bad Rodach im Coburger Land in der dortigen „Therme Natur“. Beide Thermen halten eine Vielzahl von Wellnessangeboten bereit. Der Vorteil, den die Fahrt mit dem „Heimat-Hopper“ bietet ist, dass man an allen Haltestellen zu- oder aussteigen und nach drei Stunden wieder die Rück- oder Weiterfahrt antreten kann. Die Linie wird an allen Samstagen des Jahres, also an 52 Verkehrstagen, betrieben und fährt dreimal am Tag.

Sie rühren kräftig die Werbetrommel für den „Heimat-Hopper“ (von rechts): Kurdirektorin Stine Michel, Bürgermeister Wolfram Thein mit Sohn Willi, die Bürgermeister Markus Oppelt, Jürgen Hennemann und Tobias Ehrlicher, Dr. Ulrich Neundorf, Alexander Blöchl, Betriebsleiter Therme Bad Rodach, René Michel und Lesley Schedel.
Sie rühren kräftig die Werbetrommel für den „Heimat-Hopper“ (von rechts): Kurdirektorin Stine Michel, Bürgermeister Wolfram Thein mit Sohn Willi, die Bürgermeister Markus Oppelt, Jürgen Hennemann und Tobias Ehrlicher, Dr. Ulrich Neundorf, Alexander Blöchl, Betriebsleiter Therme Bad Rodach, René Michel und Lesley Schedel.
Foto: Helmut Will

Die beteiligten Gemeinden und Landkreise haben die attraktive Linie auf den Weg gebracht. Jetzt gilt es, das Angebot zu nutzen, damit dem „Heimat-Hopper“ nicht die Luft ausgeht.

31200 Euro pro Jahr nehmen die Landkreise Haßberge, Hildburghausen, Coburg und die Kommunen Bad Rodach, Heldburg, Maroldsweisach, Pfarrweisach und Ebern unter Mitarbeit des Deutschen Burgenwinkels, der Therme Natur, den Touristinfos in Heldburg, Ebern und Haßberge zusammen für diese Freizeit-Busverbindung in die Hand. Wie Alexander Blöchl betont, sei die Linie auch mit anderen Linien und dem Schienenverkehr des ÖPNV kompatibel. „Man kann von Nürnberg bis Bad Rodach mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren“, sagte er.

Wissenswertes

Der „Heimat-Hopper-Bus“ bietet 50 Sitzplätze und es können sechs Fahrräder mitgenommen werden, auch Stellplätze für Kinderwagen sind vorhanden. Bis zum Jahresende 2021 wird die Beförderung kostenfrei sein. Ab 2022 kostet die Fahrt dann mit dem Zwei-Zonen-Ticket fünf Euro für die gesamte Strecke zwischen Ebern und Bad Rodach. In der Zone A, zwischen den Landkreisen Hildburghausen und Coburg, werden 2,50 Euro fällig, ebenso in der Zone B, auf der Strecke im Landkreis Haßberge.

Weitere Informationen gibt online es auf https://www.hassberge-tourismus.de/freizeitlinien/heimathopper. Hier sind auch der Fahrplan und die Streckenführung einzusehen.