Investition
Zehn Millionen Euro für Logistikzentrum
Bei der Eröffnung: Das neue Logistikzentrum bietet Platz für rund 10.000 Paletten.
Bei der Eröffnung: Das neue Logistikzentrum bietet Platz für rund 10.000 Paletten.
Foto: Martin Schweiger
F-Signet von Martin Schweiger Fränkischer Tag
Knetzgau – Die Zeiten waren für das Unternehmen Maincor auch mal nicht so doll. Inzwischen jedoch steht der Rohrsysteme-Betrieb wieder bestens da.

Die Firma Maincor-Rohrsysteme hat am Standort Knetzgau ein neues Logistikzentrum mit Bürotrakt in Betrieb genommen. Damit wurden Kapazitäten geschaffen, um Kunden schneller zu beliefern sowie ein optimales Arbeitsumfeld mit modernster Logistik zu schaffen. Am Donnerstag wurde das Gebäude offiziell eröffnet.

Das neue Logistikzentrum bietet Platz für rund 10.000 Paletten.
Das neue Logistikzentrum bietet Platz für rund 10.000 Paletten.
Foto: Martin Schweiger

10.000 Palettenstellplätze

Zehn Millionen Euro kostete das Logistikzentrum, das Platz für rund 10.000 Paletten-Stellplätze bietet. Der Lagerbereich ist 16,5 Meter hoch und 4300 Quadratmeter groß. Das gesamte Projekt umfasst 73.000 Kubikmeter umbauten Raum. Das neue Logistikzentrum sei ein elementarer Baustein für die Zukunftsfähigkeit der Firma, heißt es in einer Pressemitteilung der Firma.

Mit dem Neubau wurde außerdem im bestehenden Logistiklager Platz für Produktionsanlagen geschaffen. In den letzten Monaten entstanden so über 60 neue Arbeitsplätze. Ein klares Bekenntnis zum Standort Knetzgau hatte Dieter Pfister, Firmengründer und Geschäftsführer der Maincor-Rohrsysteme, schon beim Spatenstich abgegeben: „Wir wollen in Knetzgau bleiben.“ Noch 2005 war bei der Werkseröffnung kaum vorstellbar, dass der Platz hier im Süden der Gemeinde Knetzgau eines Tages zu klein würde.

Firmenchef Dieter Pfister ist seit 37 Jahren Unternehmer.
Firmenchef Dieter Pfister ist seit 37 Jahren Unternehmer.
Foto: Martin Schweiger

Derzeit beschäftigt Maincor 440 Mitarbeiter, sagte Pfister bei der Einweihungsfeier. Für 2022 rechnet er mit einem Umsatz von über 100 Millionen Euro. Maincor exportiert in 65 Länder weltweit und hat eine Exportquote von 48 Prozent. 80 Prozent des Umsatzes laufen über den Web-Shop, also über das Internet.

Corona und der „unselige Krieg“ in der Ukraine seien nicht spurlos am Unternehmen vorbeigegangen. Mittlerweile sei jedoch schon wieder der erste LKW nach Kiew gefahren, sagte Pfister. Mit dem Bau des Logistikzentrums seien mehr Arbeitsplätze geschaffen worden, als geplant. 14 Auszubildende wurden zum 1. September eingestellt. Für 2023 ist Pfister „verhalten optimistisch“.

Bürgermeister Stefan Paulus bezeichnete Pfister als „Mutmacher im Landkreis“ und „Stütze der Gesellschaft“. In jeder Krise stecke auch eine Chance, machte er Mut.

Ab Siebter von links: Bürgermeister Stefan Paulus, Firmenchef Dieter Pfister mit Frau und Sohn (Dritter von rechts) sowie Stellvertretender Landrat Oskar Ebert (rechts).
Ab Siebter von links: Bürgermeister Stefan Paulus, Firmenchef Dieter Pfister mit Frau und Sohn (Dritter von rechts) sowie Stellvertretender Landrat Oskar Ebert (rechts).
Foto: Martin Schweiger

Auch für die Bevölkerung soll sich etwas ändern. Zu Stoßzeiten stehen nämlich die Lkw bis auf die Straße im Industriegebiet und behindern dort den Verkehr. Auch Pfister findet das unzumutbar und versprach, dass nach Fertigstellung des neuen Gebäudes der wartende Lieferverkehr mehr auf das Firmengelände verlagert wird.

Maincor stellt Kunststoffrohre für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche her. Das Produktspektrum reicht von Rohren für die Automotive-, Industrie- und Weißgerätebranche über Heizung und Sanitär bis hin zur Oberflächenveredelung von Kunststoff im Nanostrukturbereich.

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