Flächennutzungsplan
Schritt für Schritt zur Teefabrik in Zeil
Im Westen vor den Toren Zeils soll hier die geplante Teefabrik entstehen.
Im Westen vor den Toren Zeils soll hier die geplante Teefabrik entstehen.
Foto: Christian Licha
Zeil am Main – Bevor im Westen von Zeil der Betrieb gebaut werden kann, sind etliche Beschlüsse notwendig. Wichtig dabei ist der Artenschutz.

Wieder einen Schritt weiter zur Ansiedlung einer Teefabrik ist die Stadt Zeil. Der Stadtrat beschloss in seiner jüngsten Sitzung die 11. Änderung des Flächennutzungsplanes für den Teilbereich „Teefabrik“ im Westen der Fachwerkstadt an der ehemaligen B26. Nach Einarbeitung der ausgearbeiteten Abwägungsvorschläge wurden die Planungen gebilligt.

Stadtplaner Matthias Fleischhauer vom Büro TB Markert aus Nürnberg erläuterte zuvor den Gremiumsmitgliedern die wesentlichen Änderungen. So wurden aufgrund von schalltechnischen Untersuchungen die vorgesehenen Stellplätze überarbeitet. Weiterhin wurde eine insektenfreundliche Beleuchtung in den Plan mit aufgenommen. Für den Standort eines Regenrückhaltebeckens stehen derzeit noch zwei Standorte zur Auswahl, nämlich im nordwestlichen oder südwestlichen Bereichs des Baugrundstückes. Mit den notwendigen Ausgleichsflächen wird vorläufig das Ökokonto der Stadt Zeil belastet. Dies geschehe, damit keine zeitlichen Verzögerungen entstehen, erklärte Bürgermeister Thomas Stadelmann. Wenn der Bauherr entsprechende eigene Flächen erworben habe, werde die Belastung des städtischen Ökokontos rückgängig gemacht. Eine artenschutzrechtliche Ausgleichsfläche, in der die Feldlerche beheimatet ist, ist noch zu finden.

Vier Bürger haben zur geplanten Änderung des Flächennutzungsplanes eine Stellungnahme abgegeben

Weiterhin wurde die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes mit der 10. Änderung behandelt. Der Vorentwurf des Flächennutzungsplanes war im Herbst zur Einsichtnahme im Rathaus der Stadt Zeil öffentlich ausgelegen. Bei dieser frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung wurden vier Stellungnahmen von Bürgern abgegeben sowie auch von Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange. Den vom Planungsbüro TB Markert ausgearbeiteten Beschlussempfehlungen stimmte der Stadtrat zu.

Auch die Änderung der Satzung über die Ortsrandbebauung im Stadtteil Sechsthal beschied der Stadtrat positiv. In den Satzungstext wird mit aufgenommen, dass die Firstrichtung für die Wohnhäuser und Garagen frei wählbar ist und als Maß der baulichen Nutzung maximal zwei Vollgeschosse zugelassen sind.