Vertragsschluss
Schnelles Internet in jedem Haus
Sie waren bei der Vertragsunterzeichnung dabei: Sitzend von links: Thomas Hofmann (Telekom) und Hofheims Bürgermeister Wolfgang Borst. Stehend von links: Hermann Niediek (Bürgermeister von Burgpreppach), Hubert Endres (Bürgermeister Bundorf), Oliv...
Sie waren bei der Vertragsunterzeichnung dabei: Sitzend von links: Thomas Hofmann (Telekom) und Hofheims Bürgermeister Wolfgang Borst. Stehend von links: Hermann Niediek (Bürgermeister von Burgpreppach), Hubert Endres (Bürgermeister Bundorf), Oliver Hesse (VG Hofheim), Klaus Welz (Zweiter Bürgermeister Ermershausen), Dieter Möhring (Bürgermeister Aidhausen) und Bernd Fischer (Bürgermeister Riedbach).
Foto: Martin Schweiger
F-Signet von Martin Schweiger Fränkischer Tag
Hofheim i. UFr. – Ein Homeoffice im Haßgau bedeutet Arbeiten, wo andere Urlaub machen. Die Gegend ist auf dem besten Weg in die digitale Zukunft.

Die Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Hofheim gehören zu den ersten Kommunen im Landkreis Haßberge, die mit dem Ausbau der Gigabitversorgung mit Glasfaser zu jedem Privat- und Gewerbeanwesen starten. Der Startschuss erfolgte im Bürgerzentrum Hofheim, wo die Bürgermeister der beteiligten Gemeinden – Hofheim, Burgpreppach, Aidhausen, Bundorf, Riedbach und Ermershausen – eine Vereinbarung mit der Telekom Deutschland unterzeichneten.

Im Folgenden eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte:

Warum ist die Verlegung von Glasfaserleitungen sinnvoll?

Laut einer Pressemitteilung der VG Hofheim sind Glasfaserleitungen in puncto Übertragungsraten und stabiler Datenübertragung das Maß aller Dinge. Die Verwendung von Glasfaser ermöglicht Geschwindigkeiten von einem Gigabit pro Sekunde (1000 Mbit/s) und deutlich darüber sowohl im Download als auch im Upload.

Der Standard der Datenübertragung klassischer Kupferleitungen (herkömmliche Telefonleitung) liegt bei 16 Mbit/s (Megabit pro Sekunde) im Download sowie 1 Mbit/s im Upload. Bereits in den letzten Jahren wurden alle Verteilerstellen und Kabelverzweiger mit Glasfaser ausgebaut, wodurch bereits jetzt eine Mindestversorgung von 30 Mbit/s im Download und 2 Mbit/s im Upload an allen Gebäudeanschlüssen vorliegt. Dies reicht jedoch nicht aus für eine längerfristige Versorgung.

90 Prozent vom Freistaat

Wer bezahlt den Glasfaserausbau bis ins Haus?

Der Anschluss an zukunftsfähige Netzinfrastrukturen ist ein zentraler Standortfaktor und für den Freistaat Bayern von hoher strategischer Bedeutung. Der Freistaat unterstützt daher mit Fördersätzen von 90 Prozent und maximalen Förderbeträgen bis zu acht Millionen Euro.

Wie kommen diese hohen Geschwindigkeiten zustande?

Durch ein Glasfaserkabel werden Daten mittels Lichtsignalen übermittelt. Angst vor Strahlung muss niemand haben, da dieser Vorgang wie das Ein- und Ausschalten einer Taschenlampe zu sehen ist. Eine Glasfaserleitung mit einem Durchmesser von rund einem Zentimeter besteht aus Hunderten dünner Glasfasern, welche enorm leistungsfähig sind.

Glasfaserkabel können Daten auch über weite Strecken verlustfrei und mit höchster Geschwindigkeit übertragen.

Wie erfolgt der Ausbau?

Der letzte Abschnitt der Leitung von einer Vermittlungsstelle oder einem Kabelverzweiger bis zum Gebäude, die sogenannte „letzte Meile“, bilden meist noch die alten Kupferkabel des Telefonnetzes. Damit wird die „letzte Meile“ zum Nadelöhr in der Datenübertragung, da der Werkstoff Kupfer eine „Dämpfung“ der Datenleistung als physikalische Eigenschaft hat.

Die alten Kupferkabel sollen daher durch die Glasfaserlichtleiter mit einem FTTH-Anschluss ersetzt werden. FTTH ist die Abkürzung für „Fibre to the home“ und bedeutet, dass Glasfaser (englisch: fibre) direkt bis in das Gebäude verlegt wird.

Es muss gegraben werden

Neben der Hauseinführung wird ein Glasfaser-Hausanschlusskasten installiert, sodass die Verkabelung auch innerhalb des Gebäudes mit Glasfaser erfolgen kann, aber nicht muss. Der Ausbau wird ohne die Durchführung von Tiefbaumaßnahmen bis zu jedem Hausanschluss nicht durchführbar sein.

Der Ausbau und die dadurch verursachten Kosten werden von den Gemeinden mit finanzieller Unterstützung des Freistaats getragen. Die Planung soll noch heuer beginnen. Die Fertigstellung ist in spätestens vier Jahren geplant.

Welche konkreten Vorteile bietet Glasfaser gegenüber der bisherigen Telefonleitung?

Die Vorteile der Glasfaserleitung gegenüber dem Kupferkabel liegen vor allem in der optischen Datenübertragung, mit der deutlich höhere Distanzen überbrückt werden können. Es gibt keine Störanfälligkeiten gegenüber magnetischen, elektrischen oder sonstigen Signalen, die zum Beispiel bei Funkverbindungen auftreten.

Möglich sind Internet-Anwendungen wie Cloud-Applikationen, High-Speed Online-Spiel, E-Learning, Telemedizin, Online-Videotheken, 3D-TV-Streaming, Videokonferenzen in Lebensgröße oder das Backup ganzer Festplatten in entfernte Datenserver.

Kann ich den Telefon-Anbieter auch in Zukunft dann frei wählen?

Der Ausbau des Glasfaser-Netzes erfolgt durch die Telekom. Es besteht jedoch keine Verpflichtung, danach mit ihr einen Vertrag abzuschließen, da eine freie Vertragspartnerwahl durch das Förderprogramm der Bayerischen Gigabitrichtlinie festgeschrieben ist.

Wie, wo und wann gibt es weitergehende Informationen?

Um alle Fragen zu beantworten, plant die Deutsche Telekom die Durchführung von Infoveranstaltungen in den einzelnen Gemeinden.

Lesen Sie mehr zu folgenden Themen:
Inhalt teilen

Oder kopieren Sie den Link: